Bis zum Rübenacker - keinen Schritt weiter - und zurück!
Pattensen: Oerie | Am Mittwoch habe ich mit Kirsten einen Spaziergang gemacht - endlich hatte sie mal Zeit nur für mich!
Ich hatte sie eigentlich an der kurzen Leine, aber das war nicht so richtig nötig, denn sie geht sowieso wohin ich möchte.
Wir gingen an verschiedenen festen Ställen für die Menschen vorbei - sie nennen es Häuser - und an beweglichen Unterständen mit Rädern - die nennen sie Autos.
Endlich vorbei an den ganzen uninteressanten Ställen, gingen wir an einem Garten vorbei - kenne ich, haben wir auch - zu den Kornfeldern. Am Rand wachsen jede Menge leckere Sachen - weiß nicht, wie die alle heißen. Kirsten hat ihnen allen verschiedene Namen gegeben und fragt immer: willst du mal "hmhmhm" probieren und zeigt dann auf irgend etwas. Um ihr einen Gefallen zu tun, schnupper ich dann daran und manchmal probiere ich auch, aber dann suche ich mir doch wieder mein eigenes leckeres Futter.
Ein Ding nannte sie "Schafgarbe" - eine Beleidigung für einen stolzen Bock - bin ich ein Schaf??? Nein! Das fresse ich ganz bestimmt niemals!
Kirsten wollte noch zu den Pferden und in den Wald, aber sie hatte die Gefahr dort nicht bemerkt. Ich hatte sie gewarnt und bin stehen geblieben, aber sie ging immer weiter, rief mich, ging weiter .... Ich wurde ganz aufgeregt - sie hatte immer noch nichts gehört und gesehen!!! Da war doch ein riesiges, lautes Ungtüm hinter dem Wald. Ich rief sie zurück, aber sie wollte immer noch weitergehen. Nein, ich blieb stehen - aber sie verstand mich nicht.
Menschen sind manchmal ganz schön dumm, sie können nicht richtig riechen und hören können sie auch nicht. Hätte ich sie man doch an der Leine gelassen...!
Als Kirsten schon fast bis zu der Pferdeweide gegangen war, wusste ich mir nicht mehr anders zu helfen und kehrte um, lief ein Stück zurück.
Da endlich verstand sie mich und kam wieder zu mir.
Hinten auf dem Feld am Wald, wo Kirsten hin wollte, war inzwischen eine dicke Staubwolke zu sehen und die Geräusche von dem Ungetüm wurden lauter. Jetzt erkannte auch Kirsten endlich die Gefahr. Sie streichelte mich ausgiebig - sicher ein Dank, dass ich sie beschützt habe?!!!
Ich ging mit ihr zurück zu den Menschenställen. Dort ist es ungefährlicher, dachte ich jedenfalls. Doch plötzlich kam ganz schnell von hinten so ein fahrbarer Unterstand angebrummt. Ich habe mich so sehr erschreckt, - dachte das Ungetüm hätte uns verfolgt - dass ich einfach losrannte. Kirsten rannte nicht, sondern blieb wie angewachsen stehen. Der fahrbare Unterstand wurde ganz langsam und etwas leiser, er fuhr ganz vorsichtig an mir vorbei. Als er weg war, wartete ich auf Kirsten, denn die hatte sicher furchtbare Angst. Endlich konnte sie die Beine wieder bewegen. Wir gingen das letzte Stück gemütlich bis nach Hause.
Kirsten war ziemlich erschöpft von diesem Abenteuer.
Ich hatte großen Durst und war etwas müde, aber mit mir selbst ganz zufrieden (und satt).
In ihrem Garten war Kirsten doch sicherer - gut, dass ich sie gewarnt und beschützt hatte!
Dann musste ich mich ausruhen, um wieder Kraft für das abendliche Training mit Lümmel zu haben ;-)
Tschüß,
Euer Zorro
Das hast Du gut gemacht. Vielleicht habt ihr dem Ungetüm genügend imponiert, dass ihr das nächste Mal schon näher kommen könnt.
Pass gut weiter auf Kirsten auf und viel Spaß beim nächsten Spaziergang mit ihr.
Gut das Du so gut aufgepasst hast, wünsche allen Ziegen und Menschen in Oerie ein Schönes Wochenende
Hallo Zorro, mit dieser Geschichte hast Du uns viel Vergnügen bereitet und
einen schönen Einblick in die Gedankenwelt der Ziegen(böcke) gewährt.
Vielleicht bis bald.
-- hallo Kirsten , ein ganz wunderbarer Bildbericht und interessante Ziegenanekdoten....
Oh wie hat mich diese Geschichte gefreut. So ein aufmerksamer Zorro. Was hätte Dir nicht alles passieren können. Gut dass es ihn gibt.
Edda und alle anderen, wenn Ihr wissen möchtet, was Ziegen so denken, dann solltet Ihr mal ein bisschen in Lieselottes Tagebuch stöbern. Hier beginnt es:
http://web.mac.com/hpsteuer/iWeb/Lieselotte/TB%20J...
Die Einträge bitte immer chronologisch von unten nach oben lesen - nach Datum.
Hallo Zorro, da hast du wirklich super aufgepaßt, denn Frauchen erzählt immer so schön von Euch und zeigt uns wunderbare Bilder.
Aber bitte laß dir doch mal von Frauchen erklären welches Ungetüm nun dort war und was ist ein fahrbarer Unterstand.
Bis bald
Eine schöne Geschichte mit passenden Bildern zum Schmunzeln. Dafür vielen Dank.
Gerne, Dieter! :-)
Sieglinde: weiß ich doch alles längst (hab aber immer noch Angst) - das war ein Mähdrescher, der macht das leckere (ups, ich durfte das nicht futtern) Getreide weg vom Feld - schade! Ein fahrbarer Unterstand ist das, womit meine Menschen und andere immer wegfahren - Auto. Lümmel musste neulich mal damit wegfahren - zum Glück kam er wieder! Er hat nicht viel erzählt - wollte lieber nicht darüber reden... war wohl nicht so schön?!!
Ein Stall, der immer da steht, wo man es kennt, ist irgendwie sicherer.
Gut, dass Du so auf Kirsten aufpasst, Zorro. Vielleicht solltest Du sie doch noch eine Zeit lang an die Leine nehmen, bis sie sich daran gewöhnt hat, alleine zu laufen, und bis sie gehorchen gelernt hat ...
;-D
Viele Grüße von Deinem Freund Deti
Ja, Deti - warst lange nicht mehr hier, oder? - das sollte ich tun, hast recht! Aber so oft gehen wir ja nicht "aus" - leider .... (hast Du mitbekommen, dass ich gestern das Tor zum leckeren Garten aufbekommen habe???)
Ja, habe ich , lieber Zorro, [pst]Kirsten hats mir verraten, aber ich finde es toll, dass Du so für Deine Mädels und Deine Kinder sorgst und ihnen das Tor aufmachst[/pst]
;-)
Ach Kirsten, Du wohnst in einem Märchen-Wunderland wo Ziegen frei herumlaufen und erwachsene Mädchen hinterher...Irgendwie ist Deine WELT einfach noch in Ordnung. Beneidenswert!
Heidi - gib Dich keinen Illusionen hin ...!
Hallo Zorro, den Mähdrescher habe ich fast geahnt, jedoch der fahrbare Unterstand war mir eine neue Beschreibung. Sag mal meinst du wirklich das Auto oder vielleicht doch den Anhänger daran? Der würde mich tatsächlich eher an einen fahrbaren Unterstand erinnern.
Weißt du manchmal erzählen einem die Kinder nicht mehr alles sofort, vielleicht ist Lümmel ja morgen schon gesprächiger.







Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .