Spaziergänge in der Leineaue: Im Leinetal klapperten viele Wassermühlen

Das letzte Mühlenhaus der Koldinger Wassermühle.

Pattensen: Koldingen | Das Naherholungsgebiet Südliche Leineaue erstreckt sich von der Haustür in Döhren oder Wülfel bis hin zum Schulenburger Berg mit dem Schloss Marienburg als krönenden Abschluss. Die Leinemasch bietet sich dabei nicht nur als eine wunderschöne Landschaft für Ausflüge ins Grüne an; sie steckt auch voller Geschichte. In den vergangenen 20 Jahren habe ich in loser Folge interessante historische Details und Ausflugsziele im MASCHSEEBOTEN – das ist eine Stadtteil-Zeitung in Döhren und Wülfel - vorgestellt. Die Hefte mit den einzelnen „Spaziergängen in die Leineaue“ sind längst vergriffen. Daher sollen nach und nach die einzelnen Beiträge nun bei myheimat einen weiteren Leserkreis bekannt gemacht werden. Vielleicht findet sich sogar ein Verleger, der die gesammelten Beiträge einmal als Heftchen veröffentlicht.

Heute: Die Wassermühle von Koldingen.

Im heutigen Naherholungsgebiet der Südlichen Leineaue klapperten in früheren Tagen viele Mühlräder an rauschenden Bächen. Fleißige Müllerhände sorgten für das Mehl zum Backen de s täglichen Brotes. Eine der ältesten Wassermühlen des Leinetales liegt in Koldingen an der Rethener Straße.

1380 wurde die Mühle am kleinen Bächlein Schille den Herren von Reden zum Lehen gegeben. Lange Zeit galt dieses Datum auch als erste Erwähnung der Anlagen in den alten Dokumenten. Doch nach neuesten Forschungen, so Heinz Koberg in seinem Buch „Mühlen rund um Hannover“, ist das Mahlwerk über 150 Jahre älter. 1227 nennt Koberg als Jahreszahl des Ursprungs der Mühle. Anno 1462 begegnet uns dann das Wasserrad als bischöfliche Mühle. Damals übten die Brüder Hananzee hier das Müllerhandwerk aus. Überliefert ist, dass das Brüderpaar für die Gutsherrschaft unentgeltlich mahlen und Öl schlagen musste.

Bis 1937 drehte sich das Mühlrad und der große Mühlteich staute das Wasser der Schille. Dann wurde die Mühle stillgelegt. Das letzte Mühlenhaus selbst blieb aber erhalten. Es handelt sich um einen Wandständerbau in Fachwerk und stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Einige Teile des Gebäudes könnten aber auch älter sein.

Sieben Jahre vor dem Betriebsende der Wassermühle war bereits die hölzerne Bockwindmühle von Koldingen verschwunden.

Eine Windmühle ist übrigens schon auf einen Meridianstich rechts neben der einstigen Burg zu erkennen.

Anmerk. Karl-Heinz Mücke hat mich darauf hingewiesen, dass der Bcah nicht Schille, sondern Fuchsbach heißt.

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Elke Rebiger-Burkhardt aus Sarstedt am 13.01.2012 um 19:28 Uhr  
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Michael Wald aus Laatzen am 13.01.2012 um 21:52 Uhr  
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Kirsten Steuer aus Pattensen am 13.01.2012 um 22:58 Uhr  
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen am 16.01.2012 um 12:51 Uhr  
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Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld am 17.01.2012 um 07:42 Uhr  
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