Die freundliche Stimme am Telefon
Oft dürfte die freundliche Stimme, die Sie zuerst am Telefon haben, wenn Sie zu den Bürozeiten ihre Kirchengemeinde anrufen, der Pfarramtssekretärin gehören. Sie nimmt Anfragen für Patenscheine entgegen, erledigt laufende Aufgaben im Büro und führt die Kirchenbücher. Der Pfarramtssekretärin mögen sich außerdem oft zunächst eher Menschen mit ihren Sorgen und Anfragen anvertrauen, als der „Amtsperson Pastor oder Pastorin“. Sie hält also nicht nur dem Pfarramt soweit möglich den Rücken frei für die eigentlichen Aufgaben, sondern muss gelegentlich auch entscheiden, wie und durch wen einem hilfesuchenden Menschen geholfen werden kann. Dazu benötigen Sie einen guten Umgang mit Menschen, Überblick über die laufenden Aktivitäten in der Kirchengemeinde und Angebote im Kirchenkreis und der Diakonie, sowie Erfahrung in weitgehend selbständiger Arbeit. Am 17. September trafen sich die Pfarramtssekretärinnen des Kirchenkreises in Eldagsen zu ihrem jährlichen Arbeitstreffen.
Frau Stanke-Weber, die Ephoralsekretärin im Kirchenkreis Laatzen-Springe hatte auch in diesem Jahr wieder alle Pfarramtssekretärinnen des Kirchenkreises zum Arbeitstreffen eingeladen. Diesmal waren als Gäste Frau Conrad vom Kirchenkreisamt in Ronnenberg dabei, die als Personalsachbearbeiterin die Sekretärinnen betreut und sie einmal alle kennenlernen wollte, so wie Frau Fritz, die im Kirchenkreisamt Ronnenberg für das Meldewesen zuständig ist. Nach dem einleitenden Kaffeetrinken mit leckerem selbstgebackenen Kuchen erhielt aber zuerst Herr Heinze von der Lebensberatungsstelle in Laatzen das Wort.
Herr Heinze berichtete über den ambulanten Hospizdienst des Kirchenkreises, den er in Pattensen, Hemmingen und Laatzen betreut. Denn es sind nicht selten die Pfarramtssekretärinnen, bei denen direkt angefragt wird, ob ein Hospizdienst nicht eine Familie oder einen Sterbenden zu Hause begleiten könne oder ob es nicht die Möglichkeit gäbe, ehrenamtlich in einem Hospizdienst mitzuarbeiten. Damit sie Auskunft geben oder mit gutem Gewissen an ihn verweisen können, erläuterte er ihnen, wie Hospizdienste im ganzen Kirchenkreis und in Hannover arbeiten und wie der ambulante Hospizdienst des Kirchenkreises aufgebaut ist. Er betonte, dass ein Hospizdienst Begleitung anbietet, aber nicht die Pflege ersetzen kann und berichtete über die Ausbildung der Ehrenamtlichen, die diesen ambulanten Dienst tragen und von den Möglichkeiten, Schwerstkranke und Sterbende auch in einem stationären Hospiz in Bad Münder oder Hannover betreuen zu lassen.
Nach einer ausführlichen Gesprächsrunde, in der die Pfarramtssekretärinnen auch die Gelegenheit wahrnahmen, sich einmal direkt miteinander über Anfragen und Probleme ihres Alltags austauschen zu können erhielt Frau Fritz das Wort und erläuterte die Probleme und Vorteile der neuen internetgestützten Personenstandsverwaltung der Landeskirche.
Da diese Personenstandsverwaltung immer dann gebraucht wird, wenn Urkunden zu Taufen, Trauungen und Bestattungen so wie Patenscheine auszustellen sind, ist der Umgang mit dieser elektronischen Verwaltung für die Pfarramtssekretärinnen tägliches Brot. Naturgemäß bringt eine neue Verwaltung aber viele Fragen mit sich: Was ist nötig? Was muss einfach eingeübt werden? Was für Computer sollten in den Kirchengemeindebüros zur Arbeit mit der neuen Verwaltung zur Verfügung stehen, was für Internetanschlüsse? Es sind noch nicht in allen Kirchengemeinden die notwendigen technischen Voraussetzungen geschaffen bzw. angeschafft worden. Auch auf die Fortbildungen für das neue Programm, das auch die Pfarrstelleninhaber beherrschen sollten, wies Frau Fritz hin.
So war der Nachmittag gut gefüllt mit Information und gegenseitigem Austausch, zu dem die Pfarramtssekretärinnen zwischen ihren Treffen nicht kommen.
Uwe Büttner
Öffentlichkeitsbeauftragter im
Kirchenkreis Laatzen-Springe




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