Abzocke der Direktversicherten...

Osnabrück: Direktversicherungsgeschädigte | Der Beitrag von Edgar Kriege hat mich echt "aufgewühlt". Auch ich bin ein Opfer des "Gesundheitsmodernisierungsgesetzes" von 2004 von Ulla Schmidt unter der rot-grünen Bundesregierung, der die CDU/CSU mit Horst Seehofer zugestimmt hat!
Nur die FDP war dagegen. Worum geht es? Ende der 70er Jahre eröffnete die damalige Bundesregierung private Altersvorsorge mit einem monatlichen Pauschalsteuersatz von 10 % sowie sozialversicherungsfrei. Das war für viele Beschäftigte die Attraktion, eine Direktversicherung, auch Gehaltsumwandlung genannt, abzuschließen. Bei einer Laufzeit von meistens über 30 Jahren kam da eine zusätzliche Altersvorsorge in Form einer vom Staat geförderten privaten Lebensversicherung von durchaus 100.000,-- € zusammen, bei einem Monatsbeitrag von ca. 200 DM, später ca. 103 Euro. " Die Macht der Zeit!"
Als dann der Auszahlungstermin kam, meldeten sich die gesetzlichen Krankenkassen, weil sie dies als betriebliche Altersversorgung verstanden, und kassierten mindestens 15.5 % der Versicherungssumme, also ca. 16.000,-- Euro.
Damit dies aber auch wirklich möglich und die Beitragsbemessungsgrenze nicht überschritten werden durfte, mußte man den Einmalbetrag willkürlich durch 120 Monate teilen und kam damit auf ein moderates Zusatzeinkommen von ca. 800,-- Euro, was jetzt sozialverträglich mit 15.5% "Verbeitragt" wurde, also immerhin 120,-- Euro im Monat. Das ist für einen Rentner mit 1400,-- € Rente, die ja ohnehin beitragspflichtig ist zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner, eine ganze Menge! Nur, damit es jeder versteht: Im Nachhinein beschließt eine Bundesregierung, daß Rentner Kranken- und Pflegeversicherungs-Beiträge bezahlen von etwas, das sie ab Ende der 70er Jahre ca. 30 Jahre lang abgeschlossen haben, weil es gerade sozialverischerungsfrei und steuerbegünstigt war, um die private Altersversorgung als Ergänzung der gesetzlichen Rente zu fördern.
Und dagegen laufen wir ( die Geschädigten ) Sturm! Schon seit 2004. Es gibt schon viele Verfahren, die aber von den Sozialgerichten, sogar vom Bundesverfassungsgericht, alle abgeschmettert wurden. Aber wir geben nicht auf.
Recht muß Recht bleiben. Deshalb protestieren wir mit dem Verein der Direktversichtengeschädigten e.V. ( www.dvg-ev.org/ ) dagegen und machen in Düsseldorf am 17.02. vor dem NRW-Landtag eine Mahnwache / Demonstration.

Es werden noch viele Arbeiter und Angestellte in den nächsten Jahren, wenn ihre Versicherung fällig ist, erkennen, dass sie auch geschädigt sind. Deshalb - warten Sie nicht so lange, sondern kümmern sich jetzt darum! Leider ist es so, daß man gar nicht glauben kann, daß Vertrauensschutz keine Rolle mehr spielt und Gesetze auch rückwirkend angewandt werden. Aber es ist leider so.
Die Anhörung im Landtag NRW können Sie ab Mittwoch, 13.30 Uhr verfolgen unter
Landtag.nrw.de - Danach werden Sie sicher Mitglied im dvg-ev.org/
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
6
Frank Müller aus Fürth | 14.02.2016 | 10:52  
13
Erwin Tischler aus Georgsmarienhütte | 14.02.2016 | 11:21  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.