Hola, Salut und Willkommen: Rekorde und Kurioses rund um die Europameisterschaften

Die Sonne senkt sich, denn der weltweite Fußballrubel macht nach der EM 2016 erst einmal Pause. Zeit, die letzte EM und die vorangegangen Europameisterschaften Revue passieren zu lassen.
     
Es gibt sie, die Top-Torjäger, die die Nummer eins bereits mehrmals erfolgreich überlistet haben. Zu den erfolgreichen EM-Torschützen 2016 zählen unter anderem Cristiano Ronaldo und Antoine Griezmann als Torschützenkönig.
   
Die Fans feuern in den Stadien der Welt kaum ein leeres Spielfeld an. Aus den Kabinen kommen zum Bejubeln Spieler unterschiedlicher Körpergrößen und Marktwerte.
  EM-Zeit bedeutet Rudelgucken vor dem Fernseher im Wohnzimmer, den Bildschirmen in den Kneipen sowie mit anderen Fans auf großen, städtischen Plätzen. Vor kurzem wurden dort noch Müller und Co. angefeuert und Daumen beim spannenden Elfmeterschießen gegen Italien gedrückt. Schlussendlich ist die deutsche Mannschaft jedoch im Halbfinalspiel gegen den Gastgeber Frankreich, welcher im Finale letztlich auch an den Portugiesen scheiterte, ausgeschieden. Aber nicht nur Sieg und Niederlage bestimmten die Europameisterschaft, sondern alle vier Jahre aufs Neue Rekorde, Kurioses neben dem Feld oder einfach nur Pleiten, Pech und Pannen. Doch was haben die EM 2016 und ihre Vorgänger an Spiel- und Spielererfolgen sowie Niederlagen mit sich gebracht? Ein Überblick:

1. Die Geschichte der EM



Europaweite Fußballduelle und Anfänge großer Fußballturniere der EU-Länder blicken bereits auf eine lange Vergangenheit, welche im Sommer 2016 erst wieder mit neuem Leben erfüllt wurde, zurück. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch einiges getan – unter anderem was die Spielabläufe oder das Regelwerk betrifft.

a) Die Entstehung und Weiterentwicklung der Europameisterschaft

Die erste EM wurde ebenso wie die Vergangene in Frankreich ausgetragen. Die Europameisterschaft im Jahr 1960 verlief aber noch ganz anders als heute: Von 1958 bis 1960 spielten 17 Teams jeweils in einem Hin- und einem Rückspiel um die Teilnahme an der Endrunde, in der 1960 schlussendlich nur noch vier Teams um den Sieg kämpften. Vom 6. bis zum 10. Juli 1960 standen sich die Tschechoslowakei und die Sowjetunion sowie Frankreich und Jugoslawien gegenüber. Das Endspiel begingen schließlich die Mannschaften aus Sowjetunion und Jugoslawien – die Sowjetunion siegte mit 2:1. Das Tor zum Sieg schoss der Spieler Wiktor Ponedelnik.

Die Liste mit den meisten Siegen, die von 1960 bis 2016 errungen wurden führen jedoch mit jeweils drei Siegen Spanien und Deutschland an, gefolgt von Frankreich mit zwei Siegen in den Jahren 1984 und 2000. Die Möglichkeit mit auf dem ersten Platz zu stehen und den dritten EM-Sieg nach Haus zu holen, verpassten die Franzosen dieses Jahr auch nur um Haaresbreite.

b) Regelwerk der EM 2016

i.) Richtlinien für Spieler und Co.: Vorgaben für den Rasen und das Verhalten auf der Bank


Ebenso abwechslungsreich wie die Ergebnisse und die Spielereignisse einzelner EM-Partien, die jeweils im Vierjahresrhythmus ausgetragen werden, zeigt sich das Regelwerk der FIFA, welches zu fast jeder EM kleinere und größere Veränderungen erfährt.

Die ersten offiziellen Spielregeln, die generell für das Fußballspiel festgelegt wurden, beschlossen Fußballvereine im Jahr 1863 in London – und zwar gleichzeitig mit der Gründung des englischen Fußballbundes. Zunächst spielten die Menschen hauptsächlich auf dem Land, bis das Fußballspiel dann nach und nach unter anderem auf „öffentlichen“ Plätzen stattfand, wie auf den Feldern englischer Privatschulen.

Die festgelegten Regeln haben oft noch Abwandlungen erfahren. 1866 wurde die „Drei-Spieler-Regel“ verabschiedet, die besagt, dass ein Angreifer sich im Abseits befindet, wenn sich dieser näher an der Torlinie befindet als der Ball oder der drittletzte Gegner.

Neben den Grundrichtlinien des Fußballs, die sich mit den Jahren durchgesetzt haben, legt die UEFA für EM-Turniere zusätzliche Regeln fest, die nicht nur das Verhalten auf dem Rasen leiten. Oft findet sich darunter auch die eine oder andere Kuriosität. Denn danach darf der Naturrasen höchstens 30 Millimeter hoch sein, muss die Rasenbewässerung mindestens 60 Minuten vor Spielbeginn beendet sein, sind die Uhren im Stadion jeweils nach Ablauf regulärer Spielzeiten wie 45 oder 90 Minuten abzustellen und dürfen die Mannschaftsmitglieder während des Spiel keinen Zugang zu spieldokumentierenden Bildern oder Videos haben. Die UEFA gibt immer ein ausführliches Regelwerk aus, welches die Richtlinien für die aktuellen Spielsaisons genau beschreibt.


ii.) Wissenswertes rund um die EM in Frankreich: Vereinsstärken, Prämien, Pokalwert und Co.

Die Euphorie der EM verfliegt zunehmend. Doch wie hat die diesjährige Europameisterschaft ausgesehen und welche Daten und Fakten können rückblickend festgehalten werden? Einige Einzelheiten…

• Die Nationalmannschaften traten insgesamt in zehn verschiedenen Stadien gegeneinander an. Das größte war mit einem Fassungsvermögen von rund 80.000 Plätzen das „Stade de France“ in St. Denis.

• Die meisten EM-Spieler kamen von den Vereinen Juventus Turin und FC Liverpool (je zwölf Spieler) sowie Bayern München (neun Spieler).

• Die Spieler der isländischen und der nordirländischen Mannschaft stammten jeweils aus 22 verschiedenen Fußballvereinen.

• Der Pokal, den die Portugiesen empor hielten, ist etwa 42 Zentimeter hoch, besteht größtenteils aus Silber und wiegt circa zehn Kilogramm (Wert: Circa 15.500 Euro).

2. Fakten rund um die Spieler: EM-Torjäger und Rekordhalter


Obwohl beim Fußball bekanntermaßen für den Erfolg durchaus Teamgeist gefragt ist und überhebliche Einzelaktionen besonders von Mitspielern eher ungerne gesehen werden – vor allem, wenn bei der Aktion nicht in das Eckige getroffen wird – gibt es immer auch die Superstars einer EM. Die Stars haben meist bereits durch gekonnte Ballführung innerhalb ihrer angestammten Vereine einen angesehenen Spielerstatus. Deshalb wird während der EM-Zeit, in der Regeln von der Öffentlichkeit ein besonderes Augenmerk auf Ausnahmetalente wie Gareth Bale (Wales) oder Cristiano Ronaldo (Portugal), die den hohen Erwartungen gerecht werden sollen, gelegt.


a) Einige der erfolgreichsten Torschützen und ihre Geschichte

Ein, zwei, drei oder vier Tore: Egal wie viele Treffer die Mannschaften jeweils pro Spiel oder während einer gesamten EM erzielen, die Trefferquote entscheidet letztlich über Sieg oder Niederlage. Nach jedem Turnier werden Torstatistiken erstellt und damit unter anderem der Torschützenkönig bestimmt. Für diese EM haben gleich drei französische Spieler ihrer Funktion als Gastgeber alle Ehre gemacht und einige erfolgreiche Torschüsse gezeigt. Der 25-jährige Antoine Griezman steht mit sechs Treffern in sieben absolvierten Spielen auf dem ersten Platz der Toptorschützen 2016. Noch erfolgreicher als Griezman war einst jedoch der Franzose Michel Platini während der ersten EM im heimischen Frankreich. Der „Maestro“ erzielte im Jahr 1984 allein 9 von 14 französischen Treffern und ebnete seinem Team den Weg zum großen Coup. Kein Wunder, dass Platini neben dem Kaiser Franz Beckenbauer und Pelé, welcher in 92 Länderspielen 77 Tore erzielte, zu den wichtigsten Spielern der Fußballgeschichte gehört. Seine einzige EM-Teilnahme machte Platini sogar jahrelang zum EM-Torschützenkönig. Jedoch muss Platini (5 absolvierte EM-Spiele) seit vergangener EM nach jahrelanger – und vor allem alleiniger – Spitzenposition den ersten Platz mit dem Portugiesen Cristiano Ronaldo (21 absolvierte EM-Spiele) teilen. Platini und Ronaldo haben während ihrer gesamten Zeit als EM-Spieler je neun Tore geschossen.


b) Die Rekorde der Spieler

i.) Vom ältesten Teilnehmer bis hin zu den Spielern mit höchstem Marktwert

Jedoch haben die Spieler bei den Europameisterschaften nicht nur Rekorde als Torjäger aufgestellt, sondern zudem bezügliches ihres Alters, ihrer Größe oder ihres Marktwerts. Nachfolgend ein paar persönliche und oft außergewöhnliche Spielerrekorde:

EM-Geschichte:


1. Der jüngste und älteste EM-Teilnehmer

Jetro Willems (Niederlande) hatte mit 18 Jahren und 71 Tagen seinen ersten EM-Auftritt im Jahr 2012. Während der Torwart Gábor Király (Ungarn) mit 40 Jahren vor Lothar Matthäus mit 39 Jahren der älteste EM-Teilnehmer ist.

2. Das am schnellsten erzielte Tor

Dimitri Kiritschenko (Russland) erzielte bei der EM im Jahr 2004 nach bereits 67 Sekunden Spielzeit das erste Tor.


EM-2016:


1. Der kleinste und der größte EM-Teilnehmer

Der 18-Jährige Marcus Rashford (England), der am 31. Oktober 1997 geboren wurde, war der jüngste Teilnehmer. Der Älteste war dagegen ebenso wie der älteste Teilnehmer der EM-Geschichte Gábor Király (Ungarn).

2. Der kleinste und der größte Spieler

Der größte Spieler auf dem Feld war der Torwart Costel Pantilimon (Rumänien) mit 2,03 Metern. Um einiges kleiner als andere Spieler war dagegen Lorenzo Insigne (Italien) mit einer Körperlänge von 1,63 Metern.


ii.) Häufige Teilnehmer: Fußballer mit den meisten Einsätzen

Die Spieler – vor allem die sogenannten Top-Spieler –, die vor und nach der Europameisterschaft für ihren Stammkadern im In- und Ausland auf dem Platz stehen, sind meist vierteljährlich auch Teil des EM-Kaders ihres Herkunftslandes. Während die einen EM-Einsätze zu sammeln scheinen und unabdingbar für ihre Nationalmannschaft sind, haben den einen oder anderen Gastauftritt bei der EM oder auf dem Platz.

Spieler mit den meisten Einsätzen bei Europameisterschaften:

1. Christiano Ronaldo (Portugal): 21 EM-Einsätze

2. Bastian Schweinsteiger (Deutschland): 18 EM-Einsätze

3. Gianluigi Buffon (Italien): 17 EM-Einsätze

4. Edwin van der Sar (Niederlande) und Lilian Thuram (Frankreich): 16 EM-Einsätze

5. Cesc Fabregas und Andrés Iniesta (Spanien): Je 15 EM-Einsätze

6. Philipp Lahm (Deutschland), Iker Casillas (Spanien), Luís Figo (Portugal), Nuno Gomes (Portugal) und Karel Poborský: Je 14 EM-Einsätze


c) Spannende Endrunden und ihre Erfolgsträger


• Die erfolgreichsten Teams, die aus den EM-Runden als Sieger hervorgegangen sind, sind mit jeweils drei Siegen Deutschland und Spanien. Während Deutschland zweimal – im Jahr 1972 und 1980 – als Bundesrepublik Deutschland gewonnen hat. Daran an schließt nur Frankreich mit zwei Siegen in den Jahren 1984 und 2000.

• Zwar nicht mehr länger der älteste Teilnehmer bei einer EM, aber dafür immer noch der älteste Endrundenteilnehmer ist Lothar Matthäus, der mit 39 Jahren seinen letzten EM-Einsatz im Jahr 2000 gegen Portugal hatte. Der deutsche Spieler Berti Vogts hat dagegen sowohl als Trainer als auch als Spieler eine Europameisterschaft gewonnen (1972 und 1996).

• Zwei Turniersiege haben insgesamt acht Spieler gemeinsam mit ihren jeweiligen Teamkollegen gewinnen können. Für Spanien standen im Jahr 2008 und 2012 die Spieler Iker Casillas, Sergio Ramos, David Silva, Cesc Fàbregas, André Iniesta, Xavi Hernández, Fernando Torres und Xabi Alonso auf dem Platz. Sie alle haben in der spanischen Startelf jeweils zwei EM-Siege feiern dürfen.

Einige außergewöhnliche Entscheidungen und Ereignisse der EM-Endrunden:

• Eine Münz-Entscheidung im Halbfinale 1968

Im Halbfinalspiel zwischen Italien und der Sowjetunion lautete der Spielstand im Jahr 1968 0:0. Das Elfmeterschießen gab es zu dieser Zeit noch nicht und so wurde entschieden, den Sieger durch einen Münzwurf festzulegen. Zwei Verbandspräsidenten und der deutsche Schiedsrichter Kurt Tschenscher zogen sich in die Kabinen zurück und die Münze machte Italien schließlich als Sieger aus. Italien siegte dann im Finale sogar auch ohne Münze.

• Den Hintern mit dem Trikot abgewischt (1988)

In einem der Halbfinalspiele der EM 1988 traf Deutschland auf die Niederlande. Die Niederländer setzen sich mit einem 2:1 durch. Nach dem Schlusspfiff kam es dann zum Eklat. Der Spieler Marco Ronald Koeman streifte sich nach dem Trikottausch das Jersey von Olaf Thon über sein Hinterteil. Später entschuldigte sich Koeman immerhin für seine Aktion.

• Der Wembley- Erfolg im Jahr 1972

Der Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen England im Wembley-Stadion 1972 ist legendär. Denn davor konnten die Deutschen noch nie einen Sieg gegen die englische Mannschaft im in deren „Heimatstadion“ erringen. Teil des Erfolgsteams, welches schlussendlich auch den EM-Titel holte, waren unter anderem Uli Hoeneß, Günter Netzer, Franz Beckenbauer und Paul Breitner.


3. Große EM-Momente: Spannung auf dem Platz und vor der Torchance



Im Fußball sollte allein dadurch, dass es sich um einen Teamsport handelt, die Teamleistung immer im Mittelpunkt stehen, selbst, wenn oft bestimmte Spieler hervorgehoben werden. Doch welche Partien und Teammomente stechen in der langjährigen Geschichte der Europameisterschaft immer noch besonders hervor?

a) Legendäres auf dem grünen EM-Rasen

i.) Berühmte EM-Partien und ihr Verlauf


Ebenso wie durchaus legendäre Tore, die während einer EM gefallen sind, gibt es auch die eine oder andere Partie, die die EM-Geschichte prägte. Zu den wohl berühmtesten EM-Partien zählen unter anderem nachfolgende:

• Das Spiel, welches vor allem durch das Tor von Antonín Paneka (siehe nächstes Kapitel) in die Geschichte einging, zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechoslowakei im Jahr 1976.

• Unter anderem verschenkte der spanische Spieler Raúl González durch einen zu lässigen Schuss vom Elfmeterpunkt im Jahr 2000 die Chance auf den Sieg gegen Frankreich im Viertelfinale.

• Berühmt wurde zudem der Sieg Dänemarks, die für die EM im Jahr 1992 zunächst einmal nachnominiert wurden und sich dann Partie für Partie gegen große Konkurrenten wie England, die Niederlande oder Frankreich durchsetzten. Im Endspiel trafen die Dänen, die keinen Hehl daraus machten, dass sie sich während der EM-Zeit durchaus den einen oder anderen Burger gönnten und nach dem Motto „We are red, we are white, we are danish dynamite.“ zu verfahren pflegten, gegen Deutschland an. Gegen die damaligen WM-Sieger von 1990 siegte die dänische Mannschaft dann sogar ohne gegen Tor mit 2:0.


ii.) Golden-Goal-Momente und weitere außergewöhnliche Torschüsse

Im Laufe der EM gab es auch einige Golden-Goals, die die Tor-Ära der Europameisterschaft eine Zeitlang mitbestimmten. Oliver Bierhoff schoss am 30. Juni im Finale 1996 das erste Golden-Goal, das in die Fußballgeschichte einging. Dieses wurde im Jahr 1995 zum Regelwerk hinzugefügt, aber mit den Jahren der EM modifiziert beziehungsweise im Jahr 2002 gänzlich abgeschafft. Das entscheidende Tor, welches über Sieg oder Niederlage entschied wurde zunächst von der Silver-Goal-Regelung ersetzt. Diese bedeutete nicht den sofortigen Abbruch des Spiels nach einem Torerfolg, sondern, dass die jeweilige Halbzeit noch beendet wurde. Das heißt: Wenn in der ersten Minute der ersten Halbzeit der Verlängerung ein Treffer fiel, musste die Mannschaft in Front noch 14 weitere Minuten ausharren. 2004 wurde diesen Reformen ein Ende gesetzt und die bereits zuvor bestehende reguläre Verlängerung wieder etabliert.

• Das Golden-Goal von Oliver Bierhoff (Finale 1996: Deutschland gegen Tschechien):


Im Finalspiel der EM 1996 liegt Deutschland gegen Tschechien zunächst 0:1 zurück. Schließlich wird Oliver Bierhoff eingewechselt und schießt Deutschland zum 1:1. Es geht in die Verlängerung und Bierhoff führt Deutschland mit seinem Golden-Goal zum Sieg. Bierhoffs Erfolg hat am 30. Juni 2016 sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Doch was sagen der Erfolgstorschütze und seine Kollegen heute zu Bierhoffs Golden-Goal?:



• Der Panenka-Heber (Finale 1976: Bundesrepublik Deutschland gegen Tschechoslowakei):

Der Spieler Antonín Panenka hatte seinen berühmten Auftritt beim Spiel der Bundesrepublik Deutschland gegen die Tschechoslowakei im Jahr 1976. Dabei kommt es zum Elfmeterschießen und das entscheidende Siegtor fiel von Panenka, der den Ball mit viel Gefühl und noch mehr Chuzpe vorbei an Torwart Sepp Maier in die Mitte bugsierte. Er verhalf beim Stand 2:2 nach 120 Minuten zum ersten EM-Sieg der Tschechoslowakei. Zuvor hatte UIi Hoeneß bereits einen Gruß in den Brüsseler Nachthimmel abgegeben:


4. Die „Pechvögel-Momente“ der Nationalmannschaften


Während siegreiche und erfolgreiche EM-Momente immer besonders zelebriert werden, gibt es immer auch die zweite Seite, welche sich mit den weniger erfreulichen Augenblicken beschäftigt. Die Pechvögel einer EM sind aber keineswegs allesamt die Erfolglosesten der EM-Geschichte.

a) Die schlechtesten Mannschaftsbilanzen

Die Nationalmannschaft mit der schlechtesten Spielbilanz ist die Mannschaft der Republik San Marino. Schon beim ersten Länderspiel, das das Team im Jahr 1990 während der EM-Qualifikation gegen die Schweizer bestritt, verloren die Spieler San Marinos mit 4:0. Diese Niederlage zog sich wie ein rotes Tuch durch weitere, spätere Qualifikationsteilnahmen. Die Mannschaft belegte immer den letzten Platz in der Gruppe und konnte nie einen Gewinn verzeichnen. Jedoch errungen sie in der Qualifikationsphase für die vergangene EM im Jahr 2015 wenigstens ein Tor beim Spiel gegen Litauen im September. Selbst wenn Litauen am Ende mit 2:1 triumphierte. Dies war das erste Auswärtstor bei einem Pflichtspiel – und zwar nach über 14 Jahren und insgesamt 61 Niederlagen.

b) Die schlechtesten Spielerbilanzen

Spieler, die nicht nur in der Bundesliga aktiv sind, sondern sich zudem für die Nationalmannschaft ihres Landes auf das Spielfeld stellen, heimsen in ihrem Eifer oft die eine oder andere gelbe oder rote Karte ein.

Spieler mit den meisten roten Karten seit 2010:

• Gary Medel und Sergio Ramos (neun rote Karten).
• Dejan Lovren (sieben rote Karten).
• Alejandro Arribas und Mathieu Debuchy (sechs rote Karten).
• Mario Balotelli und Zlatan Ibrahimovic (fünf Platzverweise).

Aber auch Eigentore gehören zum Spiel dazu. Während der letzten EM haben die Spieler Gareth McAuley (Nordirland) gegen Wales oder Birkir Saevarsson (Island) gegen Ungarn ein Eigentor geschossen. Nachfolgende Videos zeigen zum einen Ausschnitte der berühmten, kartenreichen Partie zwischen Portugal und den Niederlanden während der WM 2006 (Video 1) und eins der Eigentore der EM 2016 von Gareth McAuley (Nordirland) gegen Schweden (Video 2).



Zum Abschluss noch einige der schönsten EM-Tore des Jahres 2016:





Bilder:

Abbildung 1: © steevy84 – fotolia.com (#66115153)
Abbildung 2: © LVDESIGN – fotolia.com (#41623706)
Abbildung 3: © KB3 – fotolia.com (#77626573)
Abbildung 4: © ALAIN VERMEULEN – fotolia.com (#49204146)
Abbildung 5: © Marina Lohrbach – fotolia.com (#65816658)
Abbildung 6: © dmitrimaruta – fotolia.com (#109426882)
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