Praktische Hilfen bei Gehschwierigkeiten: Treppenlifte

(Foto: Bildquelle: ursula55 / pixabay.com)

Treppenlifte sollen die Lebensqualität und Mobilität von Personen mit körperlichen Einschränkungen gewährleisten und nach Möglichkeit verbessern. Wer sich für ein solches Hilfsmittel interessiert, sollte auch erfahren, welche verschiedenen Typen es hier gibt.

Der traditionelle Sitzlift

Mit einem Sitzlift können die Betroffenen über einen motorangetriebenen Sitz innerhalb von Gebäuden gerade und geschwungene Treppenaufgänge bewältigen. Diese Sitze sind auf einer Führungsschiene befestigt und folgen einem bei der Montage vorgegebenen Treppenverlauf.

Einer der bekanntesten Hersteller ist die Firma Lifta GmbH mit Sitz in Köln, die zu den Marktführern gehört.

Genutzt werden diese Sitzlifte von Personen, die zwar noch ein wenig mobil sind und auch ansonsten sich frei in ihrer Wohnung bewegen können, denen es jedoch überaus schwer fällt, Treppen zu steigen.

Insbesondere ältere Menschen bereiten steile oder lange Treppen Schwierigkeiten und können mitunter zu gefährlichen Stürzen folgen.

Der Rollstuhllift

Rollstuhlfahrer haben es im öffentlichen Leben besonders schwer. Überall existieren Hindernisse, die mit diesem fahrbaren Untersatz nicht bewältigt werden können. Ohne eigenen Aufzug im Haus können Rollstuhlfahrer teilweise ihre Wohnung gar nicht mehr verlassen.

Der Rollstuhlift wird daher in zwei verschiedenen Versionen angeboten:

In Eingangsbereichen von Wohngebäuden müssen häufig kleinere Stufen bewältigt werden. Hier bietet sich der sogenannte Hublift förmlich an. Dabei fährt der Betroffene mit seinem Rollstuhl auf eine Plattform und kann damit kleinere bis mittlere Höhen in vertikaler Richtung bewältigen.

Hublifte sind mit einer leicht zu bedienenden Elektronik ausgestattet, die der Rollstuhlfahrer selbst oder mithilfe einer Begleitperson und einer Fernbedienung bedienen kann. Ausreichende Sicherheitsmaßnahmen, wie eine Wegrollsperre oder ein Sicherheitsgeländer sorgen hier für einen gefahrlosen Transport. Die meisten Hublifte sind in aller Regel im Freien vor dem Hauseingang zu finden.

Aber auch in den Gebäuden müssen Rollstuhlfahrer in die betreffende Etage ihrer Wohnung gelangen. Falls es dort keinen regulären Aufzug gibt, kann ein Plattformlift die ideale Lösung sein. Diese Liftanlagen bestehen ebenfalls aus einer befahrbaren Plattform, die der Rollstuhlfahrer nutzen kann. Plattformlifte bieten den Vorteil, dass sie diagonal einem Treppenlauf folgen können. Sie sind daher in der Funktion mit den Sitzliften vergleichbar.

Weitere Informationen zu den vorgenannten Treppenliften erhalten Sie über das unabhängige Vergleichsportal treppenliftagentur.de.

Die Kosten im Auge behalten

Grundsätzlich müssen Sie für einen Treppenlift eines renommierten Markenherstellers zwischen 2.500 und 35.000 Euro einplanen. Dabei gehören die Sitzlifte je nach Montage zu den preisgünstigsten Vertretern. Plattform- und Hublifte können durchaus aber auch schon einmal zwischen 16.000 und 20.000 Euro kosten.

Neben den Anschaffungskosten richten sich die endgültigen Preise an den Montageaufwand. Nicht jeder Hausflur und Treppenaufgang ist für eine Installation geeignet.

Lassen Sie sich unbedingt von einem Markenhersteller beraten. Die Servicemitarbeiter kommen gerne zu Ihnen nach Hause und können dabei auch die baulichen Gegebenheiten begutachten. Hier wird auch gleich geprüft, ob die Stabilität des Treppenaufgangs und die erforderliche Breite gegeben sind.

Seriöse Anbieter weisen Sie gleich zu Beginn darauf hin, ob es in diesem Fall Einschränkungen gibt und wie sich eine aufwändige Montage auf die Gesamtkosten auswirkt.

Übrigens können Sie unter gewissen Umständen auch einen Zuschuss von der Krankenkasse beantragen. Dabei sind sogar Zuschüsse bis 4.000 Euro möglich.
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1 Kommentar
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 22.04.2016 | 18:41  
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