Olchinger Agenda 21 zeichnet Unternehmer auf dem Agendafest aus
Am Sonntag, den 4. Oktober, hat die Olchinger Agenda 21 ihr diesjähriges Agendafest im KOM veranstaltet. Urte Langer hat darüber bereits in my heimat berichtet. Der vorliegende Artikel konzentriert sich besonders auf die Unternehmensauszeichnung der Olchinger Agenda 21.
Im Anschluss an die offizielle Eröffnung des Agendafestes wurden von Bürgermeister Andreas Magg drei Olchinger Unternehmen im feierlichen Rahmen mit einer Urkunde ausgezeichnet und je eine Laudatio auf die Betriebe von verschiedenen Agenda-Mitgliedern (Frau Krüger-Hübschmann, Herr Peter Hartmann und Herr Dr. Andreas Nentwig) gehalten. Es wurde das besondere Bestreben der Betriebe für verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Unternehmertum hervorgehoben. Die Betriebe zeichnen sich nicht nur durch Initiativen zum Umwelt- und Ressourcenschutz aus, sondern z.B. auch durch die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Sicherstellung der Nahversorgung der Bevölkerung, Herstellung bzw. Verarbeitung von regionalen Produkten und die Unterstützung des Gemeinwesens in Olching.
Ausgezeichnet wurden dieses Mal (in alphabetischer Reihenfolge) die Konditorei-Confiserie Nessbach & Schwalber, die Waltl Baumschule und Gartengestaltung und Holz Widmann. Alle zeichnen sich durch nachhaltiges Unternehmertum in Olching aus. Sie sind unterschiedlich lange in Olching: während Holz Widmann als einer der ältesten Familienbetriebe im Landkreis gilt, arbeitet bei der Firma Waltl bereits die 3. Generation an dem Standort mit. Dagegen ist die Confiserie Nessbach & Schwalber, die 1995 mit einem eigenen Geschäft in Olching begonnen hat, ein relativ junges Unternehmen. Alle Betriebe bilden Nachwuchs in den unterschiedlichsten Ausbildungsberufen aus.
Nessbach & Schwalber hat mittlerweile z.B. 3 Standorte: 2 davon, und auch die Zentrale, befinden sich in Olching. Während Herr Nessbach bereits 1990 in Gernlinden ein Geschäft eröffnete, konnte Herr Schwalber, der aus einer traditionsreichen Bäckerfamilie aus Fürstenfeldbruck stammt, hinzu gewonnen werden. Zuvor hat er eine Bäckerlehre bei Herrn Bömmel in Olching absolviert und eine Konditorenlehre in Puchheim angeschlossen. Ein Geschäft wurde dann im neu geschaffenen Marienhof in Olching eröffnet und an verschiedenen Auszeichnungen teilgenommen. Der Betrieb wurde kontinuierlich erweitert und mehr Mitarbeiter eiingestellt. Es werden nur hochwertige Waren erstellt: der Qualitätsgedanke hat von Anfang an eine große Rolle gespielt. Es werden weitgehend natürliche Rohstoffe ohne Konservierungsmittel verarbeitet und es gibt z.B. spezielle Angebote für Allergiker und Diabetiker. Neben den eigenen Geschäften werden auch Firmen im Großraum München beliefert.
Die Firma Waltl ist 1962 von Eichenau nach Graßlfing umgezogen (auf das Gelände der Schwiegereltern) und hat noch Land dazugekauft, um auch die Baumschule zu gründen. Jetzt gibt es 2 Betriebe dort. Auch die Firmen Waltl sind ein Familienbetrieb mit kontinuierlichem Wachstum. Nach Möglichkeit wird in der näheren Umgebung eingekauft und für die Produktion werden recycelte Produkte eingesetzt. Sie legen großen Wert auf fachliches Können. Im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich sind die Waltl's seit jeher sehr aktiv.
Holz Widmann ist schon lange in Olching. 1919 wurde der Standort in der Bahnhofstraße gekauft, aber vorher war man schon in Graßlfing tätig. Auch er ist ein Familienbetrieb. Die Kunden werden sehr gut beraten. Der Umweltgedanke ist an vielen Stellen zu sehen: so wurde z.B. auf eine Hackschnitzelheizung umgestellt, die auch mit eigenen Abfällen beheizt wird, es gibt eine Solaranlage für das warme Wasser und das Regenwasser wird genutzt, um hier nur einige Punkte zu nennen. Hubert Widmann, der jetzige Geschäftsführer, hat mit der Gruppe Schandmaul, die auch auf dem Firmengelände geübt hat, 2002 den deutschen Folkpreis gewonnen.
Mit dieser Unternehmensauszeichnung werden auch Zeichen gesetzt für den Agenda 21-Prozess. Es wird z.B. auf das besondere Engagement der Unternehmen in und für Olching aufmerksam gemacht. Dadurch sollen sie bei ihren Anstrengungen gefördert und unterstützt werden. Zusätzlich wird das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln in der Gemeinde, bei Unternehmern und Bürgern angeregt. Die Olchinger Agenda 21 möchte damit motivieren und zum Mitmachen ermutigen.


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