Deutscher Kinderschutzbund unterstützt Offenbacher Bürger im Kampf für weniger Fluglärm
Offenbach am Main: Innenstadt | Gesundes Aufwachsen der Kinder durch Schutz vor Fluglärm fordert der Landesverband Hessen e.V. des Deutschen Kinderschutzbundes in einem Schreiben an die Hessische Staatskanzlei. Er unterstützt damit das Ansinnen Offenbacher Bürgerinnen und Bürger, die kürzlich die unzureichende Beachtung des Kindeswohls in Offenbach durch die Lärmbündelung des Fluglärms über der Großstadt am Main mit 120.000 Einwohnern hingewiesen haben, eine deutliche Lärmentlastung hochbelasteter dichtbesiedelter Wohngebiete wie in Offenbach fordern und per Petition an den Deutschen Bundestag besseren Schutz vor Fluglärm an Flughäfen durch entsprechende Gesetze verlangen. Die Offenbacher hatten den Kinderschutzbund auf die unverhältnismäßig starke Lärmbeeinträchtigung der Offenbacher Kinder durch den Flughafenausbau und der dadurch festgelegten Flugrouten hingewiesen und um Unterstützung für eine Reduzierung des Fluglärms gebeten.
„Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die sich Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder durch das Aufwachsen unter starken Lämbelastungen, die eine eingeschränkte Lebensqualität durch zu geringe Möglichkeiten des Aufenthalts im Freien sehen wir als sehr ernst an“, so die Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes, Frau Verone Schöninger, in dem Schreiben an den Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. „Wir unterstützen das Anliegen der Eltern gerne, dass Recht der Kinder auf gesundes Aufwachsen als sehr gewichtigen Faktor in der Beurteilung zu den Entscheidungen der Flugbewegungen und des Nachtflugverbotes am Frankfurter Flughafen berücksichtigt zu wissen. Der aktive Lärmschutz muss den Schutz der Kindergesundheit in den Mittelpunkt weiterer Lärmschutzmaßnahmen stellen.“
Durch die Neuordnung der Flugrouten anlässlich der Kapazitätserweiterung durch die neue Landebahn Nordwest liegen 80 Prozent es Offenbacher Stadtgebietes unter einem Fluglärmteppich, darunter auch eine erhebliche Anzahl von Kindergärten, Schulen und anderen lärmsensiblen Einrichtungen. Die Fluglärmprognosen für die nächsten Jahre auf Grundlage der derzeitigen Flugrouten und der Doppelbeschallung verbieten der Stadt, hier deswegen Kitas und Schulen zu bauen und neue Baugebiete auszuweisen. 1000 Überflüge pro Tag müsste die Stadt dann verkraften. Dieses Szenario möchten die Offenbacher abwenden durch die Begrenzung von Fluglärm und -bewegungen und durch eine Neuordnung der Anflugrouten zu Gunsten dichtbesiedelter Wohngebiete.
Der Deutsche Kinderschutzbund begrüßt die Petition der Offenbacher Bürgerinnen und Bürger an den Deutschen Bundestag als einen sehr guten Weg, die allgemeine Aufmerksamkeit auf das Problem der Lärmbelastung durch Flugbewegungen zu lenken und bedauert, dass die Wahrung der Rechte der Kinder auf Gesundheit leider allzu oft hinter den Wirtschaftlichkeitsüberlegungen zurückstehen müssen. Verone Schöninger: „Das darf so nicht bleiben. Durch aktiven Lärmschutz muss der Schutz der Kindergesundheit in den Mittelpunkt weiterer Lärmschutzmaßnahmen gestellt werden. Dazu gehört auch ein absolutes Nachtflugverbot.“ Die Landesvorsitzende bittet Herrn den Ministerpräsidenten, bei den noch zu treffenden Entscheidungen die Bedenken und Anregungen der Kinderschutzorganisation im Interesse der Kinder und ihrer Gesundheit entsprechend zu berücksichtigen.
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I. Elenas Berichte und Fotos
von Dietrich_Stahlbaum Pro @ 2009-04-26 – 11:33:10
Auch 24 Jahre nach der atomaren Katastrophe sollte daran erinnert werden, denn die Langzeitfolgen lassen sich nicht beseitigen: Immer noch erkranken und sterben Menschen und Tiere oder leiden an genetischen Schäden, und der „Sarkophag“, der Betonmantel, der den havarierten Reaktor umkleidet, droht zu bersten - er hätte längst erneuert...