Es geht mit und ohne. Aber wie? Eine Satire über unseren Körper, Seite 20

Sie war jetzt ein Strich in der Landschaft
Weil bei Evas Neurodermitis fast jeder Hautarzt, kaum dass sie auf dem Stuhl vor ihm saß die Erklärung abgab er könne nur bedingt helfen, es sei eine Krankheit welche man nicht heilen kann. Wir versuchen es zuerst mit dem Mittel, wenn das nicht hilft mit einem anderen, um die lästigen Nebenwirkungen zu lindern. Mehr kann man nicht tun.
Jetzt kann man auch besser verstehen, warum Eva in eine Naturheilkundliche Spezialklinik wollte und dass die Krankenkasse es bezahlte, war nicht selbstverständlich und freute sie umso mehr.
Also bekam Eva morgens Ihre Pille zum Entgiften. Einläufe, Ableitende Fußbäder, und Lymphdränage waren an der Tagesordnung und jede Menge Wasser oder Tee mussten alle trinken. Viel Bewegung in frischer und die unterschiedlichsten Vorträge füllten den restlichen Tag aus. Das Fasten in Gesellschaft war gar nicht so schlimm.
Außerdem bekam jeder noch speziell auf ihn abgestimmte Homöopathische Tropfen, auf die Auswertung der Anamnese basierend. Vor dem Einnehmen waren sie zu potenzieren, das heißt: die Flasche musste zehnmal fest in die Handfläche geschlagen werden.
Hört sich nach Hokus Pokus an? Aber durch die Tante glaubte ich an solche Dinge, außerdem hatte die Schulmedizin versagt und wenn man in eine Sache kein vertrauen hat, kann sie auch nicht helfen.
Nach drei Wochen ohne feste Nahrung bekam man nur Biologisches Grünzeug, nichts durfte über 60° erhitzt werden.
Also kein gekochtes Gemüse, keine Kartoffeln, (ihre Lieblingsspeise) kein Brot, keinen Bohnenkaffee oder Tee, und weder Fleisch noch Fisch. Keine Zitrusfrüchte, noch nicht einmal Zahnpasta welche Minze enthielt, durfte verwendet werden, um die homöopathischen Tropfen nicht zu irritieren.
Und so sollte es bleiben ein Jahr lang, dann durfte Eva langsam und vorsichtig andere Lebensmittel dazu nehmen.
Die Allergene, weil sie nicht mehr das bekamen was sie am Leben erhielt, kamen um.
Oh Wunder es hat geholfen!
Am Ende der vierwöchigen Kur empfahlen die Ärzte Eva, die Rente einzureichen. Sie war jetzt 60 Jahre alt geworden und die einjährige Diät ließe sich schlecht als Berufstätige durchführen. In dieser Zeit hatte sie zehn Kilo abgenommen was bei einer Körpergröße von 1,45 Meter schon enorm war, und bei der anschließenden langen Diät wohl kaum anders werden würde.
Hurra, sie hat es geschafft !!!
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1 Kommentar
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Helmut Seifert aus Mönchengladbach | 18.10.2013 | 12:34  
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