Die Entwurzelten - rooted Refugees

    Heute bin ich über unsere Felder gelaufen, es ist kalt, nass und der Boden ist gefroren.
Beim genaueren Hinsehen, fielen mir Wurzeln auf...sie lagen verstreut auf dem Erdboden rot wie Blut, entwurzelt!
Ich blieb stehen, dachte an unsere Situation in Europa, in Deutschland, in der Welt-
rooted Refugees...
Die ENTWURZELTEN!
Nach all den dramatischen Vorfällen seit Silvester in Köln, Hamburg und weiteren Städten bewegen mich einige Gedanken tiefer als sonst.
WER sind diese Menschen, die zu uns kommen? Was treibt sie an, wohin wollen sie, was bringen sie mit?
Was sehen sie in uns? Was sagen ihre Wurzeln über sie aus?
Ihre Wurzeln...der Orient, die Wüste, karges Land, Hitze, Sand, trockene Erde, verschleierte Frauen, dominierend der Mann...
Sexualität verhüllend, Alltag Gewalt...
Zu negativ?
Diese Wurzeln, die ich heute gefunden habe, sie sind rot wie Blut, ganz tief fast schwarz...
Flüchtlinge aus den Krisengebieten haben Dinge gesehen und erlebt, die wir uns nicht ein Mal vorstellen können, traumatisiert...
Es sind traumatisierte, gebundene Gesellschaften, voller Terror und Diktatoren...
Kinder aufgewachsen unter dem Schleier...
Sie bringen Worte mit, Worte, die ihre Seele und ihren Geist erfüllt haben täglich, immer wieder, EUROPA ist schlecht, die USA sind schlecht, Christen sind schlecht, ...ihr müsst gegen sie kämpfen, euch wehren...
Ich erinnere mich 1982 war ich im ehemaligen kommunistischen Jugoslawien, lebte dort, ging dort zur Schule..
Eingeschult wurde ich in Deutschland, besuchte den Kindergarten, die erste Klasse.
In Jugoslawien erschrak ich, was für ein WANDEL des Schulsystems:
Alle Schüler (Pioniere) mussten regelmässig Kriegsfilme ansehen aus dem zweiten Weltkrieg.
Nach den furchtbaren Filmen mit Vergewaltigung und Morden, bekamen wir Aufklärung über Deutschland, 1982!
Deutschland ist schlecht---
Ich wehrte mich dagegen, gegen diese Filme, gegen die Aussagen, weil ich wusste das es gelogen ist, meine Freunde waren dort, meine Eltern, ich vermisste alle sehr.
Gott sei Dank, musste ich nur ein Jahr dort zur Schule und kam wieder nach Deutschland zurück.
Weil ich mich immer wieder in der Schule auflehnte bekam ich eine schlechte Note im Benehmen, alle anderen Noten wurden mir und anderen Kindern herabgesetzt, als wir uns meldeten, dass wir den Religionsunterricht im Kloster besuchen.
Alle Noten, in allen Fächern, unabhängig von Leistung, nur wegen dem Glauben!
Mit acht Jahren habe ich angefangen ein System in Frage zu stellen!!!
Fragst Du nach Gott, musst Du in der Ecke stehen...
Ein System das Angst hat vor Religion, ein SYSTEM das Religion bestraft.

Heute ist Deutschland mein zu Hause und zu meinem Volk geworden. Ich kann meinen Glauben frei leben.
Ich sehe auf all die Flüchtlinge und frage mich Bruder/Schwester woher kommst Du, was hat Dich verletzt? Was bringst Du mit?

Ich sehe die Familien im Flüchtlingsheim neben uns und sehe in den Kindergesichtern, die gleiche Neugier mit der ich ins Leben sah...
Bei Erwachsenen Vorsicht und Freundlichkeit, sehe Fragen und Resignation...in manchen Verschlossenheit, Ablehnung oder Agression ...
Ein Jahr lang habe ich mich intensiv in der Flüchtlingsarbeit eingesetzt und bin an meine Grenzen gestossen.
Sie ist hart, braucht Struktur, Regeln, Ordnung, Grenzen...
von Freude über Erfolge in der Hilfe, bis Enttäuschung über Ausweisung und
anderes war alles dabei...
auch Gewalt im Asylheim, Übersetzungshilfe bei der Aufnahme von Polizeiberichten...es waren viele, viele Eindrücke, die ich noch lange verarbeiten muss.
Wie ich mich heute fühle, nach all diesen Erfahrungen und nach den Übergriffen in Köln?

Nun, wenn die Angst kommt und die Sorge, dann entscheide ich mich in das Gesicht der Frauen und der Kinder zu sehen, das hilft!
Ich sehe sie an und ich weiss, es ist richtig zu helfen, mit den Mitteln die wir haben.
Ich sehe sie an und denke an all die Vergewaltigungen in den Flüchtlingsheimen und ich weiss, es ist richtig, solche Übergriffe hart zu bestrafen, Täter auszuweisen!
Ich sehe sie an und ich weiss, es ist dringend nötig zum Schutz gerade von diesen traumatisierten Frauen und Kindern neue, strengere Gesetze zu erlassen!

Ich sehe sie an und weiss, hier geht es nicht mehr nur um UNS, es geht um den SCHUTZ von Frauen, Kindern und Familie!
Es ist ein Krieg in der Welt, der tiefer geht, der entwurzeln will, was leben soll, es ist ein KRIEG der vor allem gegen das LEBEN tobt.
Wir sollten allen Flüchtlingen vor allem eins zeigen, wie wir mit Frauen und Kindern umgehen, wie wir sie schützen, wie wichtig sie uns sind!
Was tun wir mit Frauen und Kindern, denen Gewalt angetan wird, ich vermisse diese Nachricht in den Medien, über die Übergriffe in Köln wird heute noch geredet, wo bleiben die Gesetze, die alle schützen sollen?
Sind Flüchtlingsfrauen und Kinder weniger Wert als unsere?

Ich sehe die blutenden Wurzeln an und ich erkenne, wenn wir sie in unseren Boden pflanzen, werden sie erst ein Mal alles in den Boden fliessen lassen, was sie mitgebracht haben, warum wundern wir uns über alles was geschieht?
Sie erzählen durch jede ihrer Taten, was ihnen geschah...sie berichten von einer Welt, in der ihr Geist verseucht wurde und vergessen wir nicht,
nicht alle sind stark genug, sich dagegen mit Intelligenz und durch Bildung zu wehren!
Nur ein Boden, der stark genug ist dieses Gift in sich aufzunehmen, zu absorbieren,
ohne es sich zu eigen zu machen, wird erst der Nährboden für Wachstum von neuen Wurzeln sein, alles andere ist Illusion und wird zur Gegengewalt führen.

In all der Not, geht mein Blick zu einer besonderen Wurzel, auf die ich baue, ein Wurzel, die selbst geblutet hat, die entwurzelt wurde, um als Flüchtling in Ägypten zu leben, die in das Seine kam und abgelehnt wurde, eine Wurzel, die von diesem Erdboden mit aller Gewalt herausgezogen wurde und zurückfand, eine Wurzel, die alle an sich zieht und miteinander verbindet zum LEBEN!
Die Ankündigung des messianischen Reiches
Jesaja 11,1-12
Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.
Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.
Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht.] Er richtet nicht nach dem Augenschein und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er,
sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes.1
Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib.
Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten.
Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.
Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist.
An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Zeichen für die Nationen; die Völker suchen ihn auf; sein Wohnsitz ist prächtig.
An jenem Tag wird der Herr seine Hand von neuem erheben, um den übrig gebliebenen Rest seines Volkes zurückzugewinnen, von Assur und Ägypten, von Patros und Kusch, von Elam, Schinar und Hamat und von den Inseln des Meeres.
Er stellt für die Völker ein Zeichen auf, um die Versprengten Israels wieder zu sammeln, um die Zerstreuten Judas zusammenzuführen von den vier Enden der Erde.

Röm 11,17-24:17 Wenn aber einige von den Zweigen herausgebrochen wurden, du aber - obwohl du vom wilden Ölbaum stammst - inmitten der übrigen eingepfropft wurdest und Teilhaber an der Fett spendenden Wurzel des Ölbaums wurdest, 18 dann rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Wenn du dich aber rühmst, [so wisse]: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel dich! 19 Du wirst nun sagen: "Es wurden [deshalb] Zweige herausgebrochen, damit ich eingepfropft werden konnte.“ 20 Na gut - aufgrund des Unglaubens wurden sie herausgebrochen, du aber hast aufgrund des Glaubens [deinen] Stand gewonnen. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich [vor Gott]! 21 Denn wenn (der) Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, wird er auch dich nicht verschonen. 22 Sieh nun Gottes Güte und Strenge an: Gegenüber den Gefallenen Strenge, aber dir gegenüber Gottes Güte, wenn du bei der Güte bleibst - sonst wirst auch du abgehauen! 23 Jene aber werden, wenn sie nicht beim Unglauben bleiben, [wieder] eingepfropft werden. Denn (der) Gott hat die Macht, sie wieder einzupfropfen. 24 Denn wenn du aus dem [seiner] Natur nach wilden Ölbaum herausgehauen und wider [die] Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest, um wie viel mehr werden sie, die naturgemäß sind, dem eigenen Ölbaum [wieder] eingepfropft werden.

Nicht wir tragen die Wurzeln, sondern die WURZEL, sie trägt uns!

Diese besondere Wurzel JESUS CHRISTUS, ist meine Hoffnung für unsere Welt.
Ein Zeichen, dem Wiedersprochen wird und der Verworfen wurde, aber Wiedergekommen ist um unsere blutende Erde, voller Entwurzelten zu heilen!

Shalom
Eure Mirela
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17 Kommentare
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 15.01.2016 | 21:55  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 15.01.2016 | 22:23  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.01.2016 | 01:26  
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Ludwig-Josef Eglinger aus Erding | 16.01.2016 | 09:23  
6.126
Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 16.01.2016 | 10:42  
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Mirela Sevenich-Walter aus Oberweser | 16.01.2016 | 15:07  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 16.01.2016 | 17:10  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.01.2016 | 20:29  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 16.01.2016 | 21:00  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.01.2016 | 23:03  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 17.01.2016 | 17:37  
3.070
Mirela Sevenich-Walter aus Oberweser | 17.01.2016 | 17:51  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 17.01.2016 | 18:08  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.01.2016 | 19:04  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.01.2016 | 19:06  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 17.01.2016 | 19:46  
58.783
Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 17.01.2016 | 19:51  
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