Bild: Verena Herzberger ist begeistert von der Beteiligung am Jugendprojekt „Kunst im Wohnzimmer“ (Foto: Hessentagsradio) (Foto: Hessentagsradio)
Oberursel: Haltestelle Oberursel-Altstadt | Gleich neben dem Forum für Jugend und Kultur an der Haltestelle Oberursel-Altstadt (U3) kann man sie derzeit bestaunen - die ersten Ausstellungsobjekte der Aktion Kunst im Wohnzimmer. Da sich dieses Wohnzimmer an der frischen Luft befindet, sind die Macher des Hessentagsradios 2011 aus dem angrenzenden Haus hier gerne zu Gast.
Ästhetische Erziehung durch Kunst im öffentlichen Raum, so lautet das Konzept des von Verena Herzberger betreuten Projekts. Die Sozialarbeiterin aus dem offenen Jugendbereich des Forums dem café portstrasse - freut sich auf die Kunstwerke, die in den nächsten Monaten hier entstehen. Schon während des Hessentags sind große und kleine Künstler mit großem Eifer dabei, gespannte Leinwände zu bemalen oder Installationen mit Naturmaterialien zu kreieren.
Das Freiluftwohnzimmer wurde im vergangenen Jahr als Beteiligungsprojekt durch "Oberursel unter der Lupe", ein Team von Stadtplanern, Pädagogen und Verwaltungsmitarbeitern initiiert. Jugendliche waren sowohl in die Planung als auch in die Umsetzung einbezogen. Gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro Burghammer aus Wetzlar entstand auf diese Weise eine kleine Jugendoase mitten in der Stadt. Nun geht es den Beteiligten darum, das Gelände aufzuwerten und es gemeinsam mit Jugendlichen kontinuierlich zu verschönern und nutzbar zu machen.
Es bieten sich unzählige Möglichkeiten zur künstlerischen Betätigung. Bei der Großkunst heißt es, mit Pinsel und Farbe riesige Bildvorlagen auszumalen. An aufgestellten Holzstämmen können mit bunter Wolle gigantische Spinnennetze gespannt werden. Recycling einmal anders erlebt man bei der Trash Art. Aus Abfall und Metallresten entstehen neue Kunstobjekte, die auf der gesamten Fläche verteilt werden.
Das Team von Kunst im Wohnzimmer weiß von begeisterten Künstlerinnen und Künstlern zu berichten, die sich ganz in ihre Arbeit vertiefen. Kreative Anreize sollen die Besucher dazu animieren, sich einfach mal auszuprobieren. „Kunst ist keine Zauberei und gerade ausgefallene Ideen im öffentlichen Raum fordern die kreative Wahrnehmung des Betrachters heraus“, so Herzberger. Was die Besucher oder die Jugendlichen aus den Anreizen machen ist absolut offen. Die Fläche soll leben, sich durch dauerhafte Beteiligung ständig verändern.
Die nächsten Highlights im Wohnzimmer wird es in den Sommerferien geben. Unter der Federführung von Streetworker Jens Kremer finden dort an einzelnen Abenden Aktionen statt. Vorbeischauen lohnt sich.
-Pressemitteilung des Hessentagsradios / Stefan Gauly vom 17.06.2011 Fotos: Hessentagsradio / Sören-Helge Zaschke / Leif-Erik Zaschke
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