Grüne wollen Bericht zur Friedrich-Fröbel-Schule

Die FFS vor der Schließung 2011
Obertshausen: Friedrich-Fröbel-Schule | Wie das längerfristige Nutzungskonzept der Friedrich-Fröbel-Schule (FFS) in Obertshausen aussieht, will die grüne Fraktion wissen. Plant die Stadt Maßnahmen zu ergreifen, das Gebäude im Stadtteil Hausen besser zu nutzen? Gestern wurde bekannt, dass der Kreis die ehemalige Friedrich-Fröbel-Schule als Notunterkunft für Flüchtlinge bestimmt hat. Schon im November erklärte Landrat Oliver Quilling öffentlich, dass es konkrete Planungen dafür gebe. Nun ist es soweit. Interessant nur, dass Bürgermeister Bernd Roth in der letzten Stadtverordnetensitzung im Dezember erklärte, er werde erbittert dagegen kämpfen. Heute ist in der Zeitung der Beschluss des Kreisausschusses nachzulesen, die ehemalige Hans-Memling-Schule in Seligenstadt und die Friedrich-Fröbel-Schule als Notunterkünfte umzubauen. In einer Notunterkunft ist der Aufenthalt auf 40 Tage begrenzt. Dann müssen andere Unterbringungsmöglichkeiten gesucht werden. Als im Jahr 2006 die Schulen in Seligenstadt, Obertshausen sowie die Wichernschule in Dietesheim geschlossen wurden, erklärte Landrat a.D. Peter Walter dies mit dem Brandschutz: „Wollt ihr, dass unsere Kinder verbrennen?“ Für Flüchtlinge treffen die Bedenken des Brandschutzes wohl nicht zu? Wie der Kreis meldet, ist sein Angebot an die Stadt Obertshausen, das ehemalige Schulgebäude zu übernehmen, für die Dauer des Eigenbedarfs als Flüchtlingsunterkunft ausgesetzt.

Ein längerfristiges Nutzungskonzept ist überfällig. In Dietesheim ist immerhin ein zentraler Hort entstanden. In Obertshausen wurde anfangs viel geredet, doch passiert ist nichts. Es gab die Idee, Wohnungen in die Schule zu bauen, aber der Vorschlag zündete nicht. Heute bröckelt der Putz von der Fassade, Gestrüpp umwuchert die alte Schule und der Bau kostet nur Geld. Einige wenige Vereine nutzen die Turnhalle und bei Wahlen wird die FFS als Wahllokal genutzt. Kosten pro Jahr rund 24.000 €, meldet der Kreis. Eine Lösung sei terminiert, hieß es schon 2012, als die Grünen erstmals nachfragten.

Jetzt entsteht eine Notunterkunft und Toiletten werden eingebaut. Die Haltung der Grünen im Kreis und in der Stadt Obertshausen ist, dass die Notunterkunft in der Stadtmitte besser ist, als Container am Stadtrand. Die Flüchtinge haben kurze Wege. Vielleicht sind auch Kinder dabei, die haben es nicht weit zur Waldschule. Für Schulwege sollte für alle Kinder gelten: kurze Beine, kurze Wege. Das Gebäude ist also als schnelle Maßnahme gut geeignet. Doch auf die Dauer ist das keine Lösung - zumal schnell die Angst vor den Fremden geschürt wird. Es kann doch nicht sein, dass der Tot vor Lampedusa allseits bedauert wird. Doch aufnehmen will die Stadt Obertshausen die Flüchtlinge nicht oder nur auf Druck. Außerdem muss sich die Stadt um ein Miteinander und um eine Willkommenskultur kümmern. In Obertshausen tut sich nichts.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 29.01.2014 | 22:59  
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