Grüne fordern Neuplanung unter Einbeziehung der Nutzer

Obertshausen: Beethovenpark | Die Therapieschaukel und die anderen Spielgeräte sind am späten Nachmittag gut genutzt. Muttis und Papis sitzen bei sommerlichen Temperaturen auf den Bänken und schauen dem Treiben der Kinder zu. Wieso 800.000 € investieren, wenn es eher an der Pflege und der Sauberkeit mangelt? "Planung an den Menschen vorbei", lautet der Vorwurf.

Letzte Woche beschloss der Magistrat die Neuplanung. Alles auf Null stellen - der Beethovenpark zwischen Beethovenstraße, Schulstraße und Theodor-Körner-Straße soll noch einmal neu geplant werden. Proteste von Bürgerinnen und Bürgern gegen die Planungen des hauptamtlichen Magistrats sowie Kostengründe drücken auf die Escape-Taste. Die Grünen finden das gut, denn ein Edelpark muss nicht sein. Bei ihrem Stammtisch am Dienstagabend haben die Grünen in der Gaststätte "Gut Stubb" über die Zukunft des Beethovenparks beraten und viele Ideen besprochen. Vorher ging die Gruppe über den Spielplatz und sammelte ihre Eindrücke.

Für die GRÜNEN gibt es ein weiteres Problem: Vorbei an den städtischen Gremien, dem Magistrat und dem Stadtparlament, sollte noch bis zur vergangenen Woche die Luxussanierung durchgesetzt werden, obwohl die Stadt ohnehin kein Geld hat. Sicher, die Hauptamtlichen sind formal korrekt vorgegangen. Dann platzte der Submissionstermin der ausgeschriebenen Arbeiten. Nun soll alles neu geplant werden. "Erst wird kritisiert, dass wir nichts machen. Dann machen wir was, und euch ist es auch nicht Recht", so die Worte der scheidenden Bürgermeisters Bernd Roth. "Aber nicht alles, was rechtens ist, ist auch gut", meint Grünen-Vorsitzender Dr. Klaus-Uwe Gerhardt.

Die Richtung bleibt klar: Der Park soll Treffpunkt aller Generationen sein. Wo die bereits angeschaffen Seniorenbewegungsgeräte aufgebaut werden, ist weiter unklar. Doch die teuren Kunstobjekte stehen zur Disposition. Eine Aufwertung soll möglichst viele Nutzer begeistern. Mit Bürgerbeteiligung wäre die Fehlplanung nicht passiert, sind sich die Grünen einig.
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