Intensive kommunalpolitische Fragestunde in Oberaudorf
Zweiter offener Bürgerstammtisch der Bürgergemeinschaft pro Oberaudorf e.V.
Oberaudorf: Zunehmendes Interesse an der Kommunalpolitik und der Gemeinde, so das Resümee des zweiten offenen Stammtisches der BPO. Zu den Mitgliedern der Bürgergemeinschaft gesellten sich diesmal auch Vertreter anderer Parteien sowie des Mittelstandes, die alle vom 1. Vorsitzenden Peter Adam begrüßt wurden. Adam verkündete, dass diese Art des Informationsaustausches auch zukünftig fortgesetzt wird. In der regen Diskussion konnten von den Anwesenden viele Fragen und Anregungen vorgetragen und diskutiert werden. Eines der vorrangigen Themen, welches auch in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit erzeugt, ist die Planung des „Residenz-Hotels“ als ein Vier-Sterne-Plus (Appartement)-Hotel am Hallenbad-Gelände. Klaus Förster verwies als Mitglied des Gemeinderats darauf, dass mit der holländischen Investorengruppe Business Consult Europe mit Sitz in Lelystad eine Absichtserklärung unterzeichnet wurde, deren Terminierung die Gemeinde gemeinsam mit einem renommierten Fachanwalt vorantreibt. Die BPO bekenne sich nach wie vor zum einstimmig gefassten Beschluss vom 19.07.2012, welcher den 1. Bürgermeister zum Abschluss dieser Absichtserklärung ermächtigte. Der diesbezügliche Beitrag in der Homepage der Gemeinde beschreibt den Stand dazu vom Juli des Jahres und verweist auf regelmäßige und geeignete Informationsveranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger nach Lage der Dinge durch den 1.Bürgermeister. Das verkündete Ludwig Resch als Fraktionssprecher. Eine derartige Information war für Ende der Sommerferien in Aussicht gestellt. Seitens der BPO wurde daher der Antrag an den Gemeinderat gestellt, darüber in einer separaten Bürgerversammlung des 1. Bürgermeisters als alleinigem Vertreter der Kommune nach außen noch im Oktober zu berichten. Kommunen, wie Flintsbach, zeigten beispielhaft, wie Gemeindeprojekte schon im Planungsstadium bürgergerecht erörtert werden. Mit einer solch offensiven Bürgereinbindung würde der Bürger seine in Bayern garantierten Rechte nach den bekannten Möglichkeiten wohl nicht anderweitig einfordern. Hans Seebacher wusste als Gemeinderatsmitglied, dass das Hallenbad-Grundstück durch den Gutachterausschuss des Landkreis Rosenheim korrekt bewertet wurde und bei Umsetzung des Vorhabens unserer Gemeindekasse guttun würde. Inwieweit künftig Einheimische und Gäste die Anlage nutzen könnten, ist derzeit noch offen. Der „Arbeitskreis-Hallenbad“, entstanden aus dem Dorfentwicklungskonzept, hat der Gemeindeverwaltung bereits im Frühjahr 2012 neun konkrete Vorschläge unterbreitet, wie eine sowohl für Einheimische als auch Gäste zweckmäßige Nutznießung des Bestandes erzielt und welche Aufwertung mittels möglicher Maßnahmen die Anlage erfahren könnte. Dazu zählen vorrangig die erneuerbaren Energien wie Solar- und Photovoltaik-Technik.
Die selbstbewusste Meinung eines Anwesenden, dass sich aus dem Dorfentwicklungskonzept lediglich die „Bürgerhilfe Audorf e.V., miteinander-füreinander“ maßgeblich festgegründet hat, von den anderen Arbeitskreisen wenig bis nichts mehr zu hören ist, konnte niemand abstreiten. Vom angestrebten „Leitbild für Audorf“ sei nichts zu erkennen.
Aus den Zuhörerkreisen kam eine ganze Palette drängender Fragen, zu deren Beantwortung und Umsetzung nur Bürgermeister und der Gemeinderat in seiner Gesamtheit zuständig sind. Daher bat man, sich derentwegen an die Gemeindeführung zu wenden. Die BPO wird in einigen der erkannten Probleme selbst vorstellig.





