Simmerath: Gedicht (34)
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ENTSCHULDIGUNG
Entschuldigung an alle,
die sich um mich sorgten,
mir ihre Zeit borgten!
Mir geht es gut - in jedem Falle.
Ich nahm mir eine Auszeit
um mich neu zu orientieren.
Mich wieder zu arrangieren,
dazu bin ich nun bereit.
Das Leben ist sehr kostbar;
es verlangt Prioritäten.
In seinen vielen Variabilitäten
ist es unhaltbar.
Drum nutzte ich die Zeit
für noch wichtigere Sachen
um mich sensibeler...
Gedanken, Gedicht, Leben, Reim, entschuldigung, entschuldigen
KOMM` ZURÜCK
Was kann schöner sein , als Liebe;
sie ist der Balsam der Natur,
der zwischen zwei verschied`nen Trieben,
verschwinden lässt, der Welt Tortur.
Du bist der Mensch, für den ich lebe;
ja - für den ich sterben würde.
Deine Liebe wird mir Ruhe geben
und befrei`n von mancher Bürde.
Komm` doch zu mir und lass` der Welt ihr Treiben,
dann wird`s bei dir auch Ruhe geben.
Ich werd` bestimmt dann...
Gedicht, Lyrik, Poesie, Liebesgedicht, KOMM` ZURÜCK
TRAURIGE GEDANKEN
Dunk`le Wolken zieh`n vorbei;
die Welt scheint zu vergeh`n.
Doch es ist mir einerlei,
denn mein Herz, es bleibt bald steh`n.
Schlaff und ohne jeden Morgentau
ist mein Wille für ein Weiterleben.
Mir bleibt nur noch Gottvertrau`n
auf einen neuen Tag, von ihm gegeben.
Oh höchster und barmherz`ger Gott
schenk` mir doch neue Zuversicht.
Nimm du von mir den bitt`ren Spott,
damit ich geh` vor dein...
Gedicht
EINSAMKEIT
Ich bin einsam heut` Nacht;
möchte gerne bei dir sein.
Dies mich so traurig macht
und bin allein, allein.
Ich bin wach und kann nicht schlafen:
denk` immer nur an dich.
Die Tränen, sie mir laufen;
hättest du ein Lächeln doch für mich.
Die Nacht, sie wird zum Grauen;
das Herz dröhnt dumpf in meiner Brust.
Ich weiß, ich kann dir trauen;
trotzdem hab` ich Angst und Lust
dir nachzulaufen, dich zu...
Gedicht, Liebesgedicht
ERINNERUNGEN
Du warst mir gleich von Anfang an sympathisch;
ich sah dir stundenlang beim Tanzen zu.
Du saßt ganz nah bei mir, am Nebentisch;
wollt` ich in deine Augen seh`n, schlugst du sie zu.
Ich lud dich ein zum Tanz mit mir;
du sagtest gern und sahst mich an.
Danach, da merkten wir,
das war die Liebe, die nun begann.
Wir liebten uns und dann, nach einem Jahr,
ein Söhnlein kam, ganz wunderbar.
Die Umwelt...
Gedicht, Liebesgedicht
WEGWEISER
In einem Leben, wie das uns beiden,
wird`s oftmals Regen geben.
Doch öfters wird die Sonne scheinen,
dafür wir wollen ewig leben.
Es sieht manchmal sehr dunkel aus,
man glaubt, es würde nie mehr hell.
Doch nimmt man dann das Gute d`raus,
ändert sich der Gedanke schnell.
Schmeißt man jedoch die Flint` ins Korn
und denkt, ich mache nicht mehr mit,
je größer wird dadurch der Dorn,
der kein Ende nehmen...
Gedicht, Liebesgedicht
VERSPRECHEN
Ich liebe dich nur ganz alleine;
darum wirst du auch die meine.
Ich liebe dich von ganzem Herzen,
darüber darfst du niemals scherzen.
Schaue ich in deine Augen,
dann glaube ich, ich würd`nichts taugen.
Nehm` ich dich in meine Arme,
dann hab` ich dich noch ´mal so gerne.
Ich liebe dich über alles in der Welt,
wenn auch `mal knapp wird das Geld!
(anno 1960)
Gedicht, Liebesgedicht
Herausforderung an die Terzinen
Versuchen will ich heute das erste Mal
Ein Gedicht zu schreiben in Terzinen-Form.
Wenn es nicht gelingt, dann ist es auch egal.
Ob`s geht, einmal abzuweichen von der Norm,
das wird am Ende dieser Verse stehen.
Mein Gott, was ist das schwer, als wenn ich steh` vor`m
Lehrer – anno dazumal – es zu versteh`n,
diese neue Form endlich zu begreifen.
Hab` Angst vor der Blamage, nicht...
Gedicht, Terzine
Die Zeit
Und wenn die Zeit
von Zeit zu Zeit
der Zeit verzeiht,
dass sie zur Zeit
spielt mit der Zeit,
dann hat sie Zeit.
Denn Zeit hat Zeit
in jeder Zeit
zu jeder Zeit
auf alle Zeit.
D`rum nutze Zeit
in Deiner Zeit.
Gedicht, Lyrik, Zeit, Philosophie
st das Intelligenz?
Stell` dir vor, man wollte dich erschießen,
deinem Leben ein Ende beschließen;
was noch fehlte, ist die Munition.
Doch die liefertest du schon.
Vor einiger Zeit, aus lauter Raffgier,
da gabst du sie ihr.
„ihr“ das ist eine Gruppe von Menschen,
die Deinen Tod nur wünschen.
Sie wünschen sich ihn von ganzem Herzen
um sich zu erlösen von den Schmerzen,
die du ihnen brachtest mit deinen...
Gedicht, Lyrik, Intelligenz
Wenn das Herz spricht
Beifall und wiederum Beifall,
Beifall, tosender Beifall von überall
für vier Männer aus fernem Land.
Ihre Musik brachte uns fast um den Verstand.
Die Musik war laut und dann wieder leise,
sie machte mit uns eine große Reise.
Die Reise führte uns durch russische Länder
und so wechselten sie auch die Gewänder.
Vier Kosaken vom Amur sangen von alten Zeiten;
man sah sie förmlich durch die...
Gedicht, Lyrik
Worum streiten Menschen ?
Früher stritt man sich für`s Überleben
und nicht um Reichtümer zu erstreben.
Früher galt alles nur für`s „Jetzt“;
die Raffsucht kam erst ganz zuletzt.
Heute, wo man keinen Hunger leidet,
aber trotzdem den anderen alles neidet,
müssen sie sich auch behaupten,
weil sie es den anderen raubten.
Die meiste Zeit des Lebens
streitet man vergebens,
weil man mehr für Nebensächliches...
Gedicht, Lyrik
Du mein Einruhr !
Da gibt es keinen Zweifel,
Einruhr ist die Perle der Eifel.
Ein wunderschöner Ort;
wer einmal kommt, will nie mehr fort.
Ein Ort, den jeder liebt,
weil er reichlich Ruhe gibt.
Zwischen Bergen und am See,
liegt er da - im Sommer und im Schnee.
Im Wald die Rehlein springen,
in der Luft die Vöglein singen.
Der Angler in den Wässern Fische find,
weil genug davon vorhanden sind.
Niemand würde...
Gedicht, Lyrik, Einruhr
Liebe kann man nicht kaufen
Heute sprach ich doch mit einem Star,
der wohl sehr erstaunt darüber war.
Er drehte sein Köpfchen und schaute mich an
und dachte wohl, ich wäre des Mondes Mann.
Er hoppelte und hoppelte, ohne sich abzuwenden,
denn er wollte mir eine Botschaft senden.
„Siehst Du nicht, wie hungrig ich bin,
mir was mitzubringen, kam Dir wohl nicht in den Sinn ?“
Ich sagte: „Komm doch `mal her,
bis auf...
Gedicht, Liebe, Lyrik
Die Frühgeschichte der Rhön
Schon im 2. Jahrtausend vor der Zeit
lebten hier die Menschen der Steinzeit.
Um 400 v. Christus hausten hier die Kelten;
aber nicht mehr in Höhlen oder Zelten.
Sie bauten eine Fliehburg auf dem Mettermich.
Vor den Nord-Germanen schützten sie sich,
wenn diese kamen aus dem dunklen Norden
um unsere Ahnen zu berauben und zu morden.
53 v. Christus kamen die Alemannen,
einer der großen...
Geschichte, Gedicht, Lyrik, Historie, Rhön
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