Bierkurs der VHS Nordendorf ein voller Erfolg

Foto: CH.Bredl
 
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Nordendorf: Nordendorf | Bierkurs der VHS Nordendorf ein voller Erfolg!
Die Leitung der VHS Nordendorf Sonja Bredl hat es mal wieder geschafft, einen Bierkurs zu organisieren und lies damit Männerherzen höher schlagen und Augen leuchten. Sehr fachkundig, interessant und lebhaft durchgeführt wurde der Kurs vom Diplom-Braumeister Thomas Rimpl. der Brauerei Riegele.
Erklärt wurde alles von A-Z. Man merkte sehr schnell, dass der Kursleiter in seinen Traumberuf aufgeht und ihn auch mit Herz und Seele lebt. Rimpl gab viel Wissen Preis und war gerne bereit, darüber zu diskutieren. Inhalt des drei tägigen Kurses war u. a. die Erfindung des Bieres. Und eines ist klar: Bier prägte die Entwicklung und die Geschichte der Menschheit. Wenn man ein Glas mit Bier in der Hand hält, blickt man zugleich auf ein Stück menschlicher Kulturgeschichte, wie Diplom-Braumeister Thomas Rimpl im Seminar bei der VHS Nordendorf erläuterte. Der Wert und die Wertigkeit dieses geschichtlich hochinteressanten Getränks sind viel höher als der Preis, der dafür aktuell zu zahlen ist. Deshalb spreche er auch nicht davon, Bier zu trinken, sondern es gelte „Bier zu genießen“, da Bier ein Genussmittel ist. Wie der Slogan der Brauerei Riegele schon sagt: schönes Leben hier!
Die Anfänge des Bieres lassen sich bis in die Zeit um 6000 vor Christus zurückverfolgen. Durch einen Zufall entdeckten die Sumerer aus dem heutigen Iran den Gärungsprozess. In Bildern und Keilschriften wurde beschrieben, wie aus gärendem Brotteig ein berauschender, wohlschmeckender Brei hergestellt wurde. Um 2000 vor Christus waren in Babylonien Brot und Bier von so großer Bedeutung, dass sie in die Gesetzgebung von König Hammurabi Eingang fanden. „Bierpanscher wurden so lange mit Bier vollgegossen, bis sie erstickten“, da Bier damals schon eine sehr wertvolle Ware war! Damals kannte man bereits 20 verschiedene Biersorten, wobei allerdings Hopfen noch gar keine Rolle spielte.
In Mitteleuropa reichen die ersten Hinweise auf Bier ins 16. Jahrhundert v. Christus. Den ältesten Nachweis dafür, dass Bier auf deutschem Boden gebraut wurde, liefern Bieramphoren aus der frühen Hallstattzeit von 800 v. Chr., die in der Gegend von Kulmbach gefunden wurden. Das Brauen war dabei, genau wie das Brotbacken, eine Aufgabe der Frauen – und auch in den Brauhäusern des frühen Mittelalters sah man nur Frauen. In jener Zeit gehörte der Braukessel gar zur Mitgift. In der Geschichte des Biers spielen auch die Klosterbrauereien eine bedeutende Rolle. Die Biersteuer war die erste Verbrauchssteuer der Welt. Natürlich hatten die Augsburger ihr eigenes Reinheitsgebot, das bereits im Jahre 1156 von Friedrich Barbarossa erlassen wurde. Um die Qualität der Brauereiergebnisse konstant zu halten, erließ 1516 der damalige bayrische Herzog Wilhelm IV. schließlich das sogenannte „bayrische Reinheitsgebot“. Natürlich wurde auch über die Technisierung des Brauprozesses gesprochen sowie die Leute, die es im Laufe der Geschichte möglich gemacht haben. Vier bekannte Namen sind mit der Entwicklung des Bieres besonders eng verbunden: Louis Pasteur entdeckte die Mikroorganismen in der Hefe und ihre Rolle beim Brauprozess. Die Erfindung der künstlichen Kältemaschine von Carl von Linde durfte auch nicht fehlen. Und Pasteurs Arbeit legte den Grundstein für Emil Christian Hansen, dem es als ersten gelang, eine einzelne Bierhefezelle zu isolieren und eine Hefereinkultur anzulegen.
Der Diplom-Braumeister erläuterte die Unterscheidungsmerkmale des Biers: nach Art, Gattung , Sorte sowie Typ .Auch die „Rohstoffe“ der Bierherstellung wurden erklärt und präsentiert. Natürlich erklärte Thomas Rimpl auch das das Wichtigste ist, dass man von Bier nicht krank werden kann, da das Bier keine pathogene Keime also Krankheitserreger enthalten kann.
Es wurde auch über Kraftbiere, Hobbybrauer und besondere Darreichungsformen des Bieres gesprochen.
Was Thomas Rimpl zunächst alles über das Bierbrauen erzählt hatte, bekamen die zwölf Seminarteilnehmer beim Besuch des Brauhauses Riegele in Augsburg nun genau veranschaulicht und erklärt. Der Rundgang durch das Haus führte die Teilnehmer durch die Bereiche, die mit dem Brauvorgang zu tun haben - natürlich auch in der Tiefe des Brauereigewölbes, um dort eine Probe eines jungen „Commerzienrat“ zu probieren , der allerdings erst seit drei Wochen gelagert wurde. Daran schloss sich im Brau Stüberl eine zünftige Brotzeit mit den leckeren Bierwürstchen des Hauses Riegele sowie anderen regionalen Leckereien .Im Anschluss erfolgte eine „Aromenschulung“ d.h. riechen an kleinen Fläschchen mit natürlichen Aromen, sowie der Test der Riegele Kraft Biere und das sehr aromatische Bier stacheln, was zu einem sehr geselligen und aufschlussreichen Abend führte, der hoffentlich den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleibt.
Der Kurs war äußerst erlebnisreich!
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