Trainingslager 2015 (03.-10.04.2015, Rabenberg)

  Am Karfreitag ging es endlich los. Nachdem Annett Becker, Carmen Luff, Ella Rath, Leonie Oppel, Robin Schiele, Jannik Förch, Emely Preinesberger, Isabell Neumann, Elijah Bauer, Kim Egermaier, Max Neufeld, Daniel Stark, Johanna Weng sowie das Betreuerteam aus Natalie Oppel und Sabine Preinesberger ausgeschlafen hatten, fuhren zwei Busse um 10:30 Uhr vollgepackt in Richtung Erzgebirge.

Gegen 15:00 Uhr erreichte die Mannschaft endlich den Sportpark Rabenberg. Die Zimmer wurden bezogen und sofort stand auch schon die erste Trainingseinheit an. Das „Einrutschen“ auf der 25-Meter-Bahn erleichterte den Einstieg in die Trainingswoche. Direkt danach stand das Buffet schon für die ausgehungerten Schwimmer bereit, um nach dem anstrengenden Tag die Speicher für die anstehenden Tage aufzufüllen, was sehr wichtig war, denn am nächsten Tag standen direkt drei Wassereinheiten auf dem Plan.

Vormittags um 9:30 Uhr ging es das erste Mal ins Wasser. Die folgende Videoanalyse sollte technische Fehler ans Licht bringen, die im täglichen Training untergehen oder zu kurz kommen. Frau Dr. Komar ließ dafür jeden Schwimmer 50 Meter Freistil mit Start sprinten, filmte dies sowohl über als auch unter Wasser und hinterlegte das Video mit ihrer Analyse. Zwischen der zweiten und dritten Schwimmtrainingseinheit teilte sich die Mannschaft zum Bundesligaklassiker in zwei Lager – ein kleines Dortmund- und ein großes Bayernfanlager (mit ungünstigem Ausgang).

Am nächsten Tag stand den Schwimmern nur eine Schwimmeinheit bevor. Zusätzlich ging es jedoch in die Sporthalle und die Trainer hatten sich Spiele überlegt, die sowohl Teamgeist, als auch Ausdauer trainieren sollten (seit diesem Tag war „Challenge“ das neue Lieblingswort im Betreuerteam und es wurde aus jeder Tätigkeit am Ende eine Challenge). Verschwitzt und ausgelaugt ging es dann an die Auswertung der Videoanalyse mit Frau Dr. Komar. Sie legte dabei viel Wert darauf, dass das Trainerteam mit ihrer Fehleranalyse übereinstimmte. Durch die Videos konnten die Schwimmer ihre Fehler mit eigenen Augen sehen, was die Umsetzung der Trainerkorrekturen im Wasser einfacher machen sollte.

Der nächste Morgen begann bereits um 5:45 Uhr, da die erste Einheit um 6:00 Uhr anstand. Wer bis zum Beckenrand nicht aufgewacht war, den weckte spätestens der Sprung ins kalte Wasser. Nachdem die letzten Schwimmmeter absolviert waren, konnten wir uns beim Frühstück für die nächsten Tagespunkte stärken. Das Frühstück verdauten wir bei einem Regenerationsspaziergang in der Winterlandschaft. Pünktlich zur nächsten Wassereinheit waren wir wieder zurück und konnten uns im Wasser wieder aktiv aufwärmen. Das Mittagessen diente als Stärkung für die anstehende Spezialgymnastik mit Frau Dr. Komar, die dabei keine Rücksichtig auf den Muskelkater in den Beinen nahm. Zum Abschluss des Tages fand noch ein Schwimmtraining und die Regeneration im Team statt.

Der nächste Tag hielt Techniktraining mit Frau Dr. Komar bereit, wo die angesprochenen Verbesserungen aus der Videoanalyse umgesetzt werden sollten. Frau Dr. Komar legte den Schwerpunkt auf den Start mit Tauch- und Übergangsphase. Einige Tricks von ihr sollen den Schwimmern ermöglichen, Fehler die sich über lange Zeit eingeschliffen hatten, abzustellen. Im Anschluss konnten dies direkt angewendet werden, denn es folgte eine Trainingseinheit inkl. 200m-Testserie.

Am Folgetag stand der Begriff Mentaltraining im Vordergrund. Sowohl die Informationen auf dem Tagesplan, der jeden Tag beim Frühstück mit Informationen zu verschiedenen Themen wie z.B. „Schulterbeschwerden“, „Muskelkater“ oder „die Wichtigkeit der Ernährung für einen Sportler“ auslag, wie auch der Inhalt des Schwimmtrainings sollten das Thema „Mentaltraining“ aufarbeiten – wie schaffe ich es meine bestmögliche Leistung auf den Punkt zu bringen, wenn es gefordert ist.

Am vorletzten Tag ging es noch einmal in den Fitnessraum, wo ein Kraftzirkel geplant war. Der Tagesplan erregte heute besondere Aufmerksamkeit, denn dort waren „die 21 Regeln zu einem besseren Schwimmer“ aufgelistet, die für den einen oder anderen Lacher sorgten. Vor allem die erste Regel, dass dem Trainer niemals widersprochen werden dürfe, blieb im Gedächtnis einiger Schwimmer (zumindest für einige Sekunden *g*) hängen. Im Wasser ging das Zirkeltraining weiter, dort erwartete die Schwimmer ein Crossfit-Programm, das Übungen sowohl im Wasser als auch an Land beinhaltete. Zum Abschluss dieses Trainingslagers ging es am Abend noch eine Stunde auf die Kegelbahn. Die Teams wurden schnell aufgeteilt und los ging‘s. Es wurde um jeden Punkt und jeden Kegel gekämpft, um als Sieger aus dem Spiel hervorzugehen.

Der letzte Tag war der Tag des Packens und der Abreise. Früh stand noch einmal eine letzte Wassereinheit an. Jeder fieberte den letzten Metern entgegen, denn dies bedeutete, dass es nach einer anstrengenden Woche und knapp 85 Trainingskilometern endlich wieder nach Hause ging. Die Zimmer wurden ausgeräumt und die Busse mit den Taschen vollgestopft. Gegen 10:30 Uhr hieß es Abschied nehmen – vom Rabenberg, vom Winter, vom Trainingslager 2015, das so manche lustige Momente beinhaltete.

von Isabel Neumann
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