HELI Fans und HELI Zukunft
Nördlingen: Hermann-Keßler-Halle | Wie in den vergangenen Jahren wird auch 2010/2011 in den Reihen von HELI Donau-Ries stark auf den Nachwuchs gebaut. Nicht nur, dass inzwischen eigene Spielerinnen wie Sophie Eder, Amelie Wittmann, Fanny Szittya und Teresa Kucera fix zum Kader der 1.Basketball Bundesliga gehören und tragende Rollen spielen oder es noch werden... entscheidend auch die weitere Entwicklung für die nächsten Jahre. Fragen wie: Was kommt nach? Woher kommt die zukünftige Basketball-Elite? Wie kann das Konzept "einheimischen Nachwuchs zu integrieren" auch die nächsten Jahre verwirklicht werden??? "Leider lassen sich nicht alle Ideen zur Förderung des Nachwuchs so umsetzen, wie ich mir das oft wünsche... wohl macht es vielleicht auch keinen Sinn alles erdenkliche umzusetzen", so Michael Koch - Vorstand der HELI Damen, dennoch bieten sich in Nördlingen beste Voraussetzungen für erfolgreichen Basketball. Traditionell gewachsen und deutschlandweit mit gutem Ruf ausgestattet, hat die Kleinstadt aus Schwaben sich zur Hochburg des Basketballsports gemausert. Gerade im Damenbereich kann man auf über 20 Jahre Bundesligaerfahrung zurückblicken. Viele Stars der Szene - denken wir doch an Alex Müller - haben ihre Wurzeln in Nördlingen."Das Niveau der 1.Bundesliga ist meiner Meinung nach heute so hoch wie nie zuvor. Die Sportart hat sich speziell im Damenbereich weiterentwickelt. Sie ist athletischer geworden. Basketball der Frauen ist einen guten Schritt vorwärts gegangen. Es wird von den Athleten viel abverlangt. Nur durch hohen Einsatz und viel Ehrgeiz hat man überhaupt eine Chance den Kader einer Top-Mannschaft wie HELI Donau-Ries zu erreichen. Für jede Spielerin sollte es eine Auszeichnung sein - und hochgestecktes Ziel zugleich - neben Spielerinnen wie Dorothea Richter, Denny Recht oder Amanda Rego - um nur Beispiele zu nennen - aufzulaufen und dann gegen Mannschaften wie Saarlouis, Marburg und Wasserburg auf Augenhöhe zu kämpfen", fuhr Koch fort.
Einer der bisher gut verwiklichten Wege zur Nachwuchsförderung ist die Initiative "Little Sister". Dabei werden die "Kleinen" groß rauskommen, ist sich Koch sicher. Unter dem Namen "Little Sisters" hat man das Patenprogramm bereits erfolgreich umgesetzt. Die Idee hat sich bewährt. Jeder Bundesligaspielerin wird dabei ein Nachwuchscrack des TSV Nördlingen zur Seite gestellt. Neben Tipps und Tricks zu allerlei Lebenslagen, stehen die Profis der 1.Liga natürlich speziell im Spiel um den orangen Ball parat. Sei es im Training oder als "Anheizer" am Spielfeldrand. "Big Sisters" und "Little Sisters" halten zusammen! Umgekehrt feuern die Jungprofis des TSV Nördlingen selbstverständlich auch ihre Idole - ihre "Big Sisters" - von HELI Donau-Ries bei den Spielen in der Hermann-Keßler-Halle lautstark an.
Das in der 1.Basketball Bundesliga ein anderer Wind weht können die Nachwuchsspielerinnen mit dem Prädikat "Little Sister" sicherlich nur erahnen. Was bedeutet eigentlich erste Bundesliga? "Grundsätzlich sind wir mal nicht in der Holzklasse. Es geht um Leistungssport. Das beginnt bei gesunder Ernährung, solidem Lebenswandel und hohem Körperbewusstsein und endet bei Hartnäckigkeit, hohem finanziellen Aufwand und Leidensfähigkeit", so Koch. Der zeitliche Aufwand einer Athletin in der 1.Bundesliga ist extrem. Neben den tägliche Hallentrainingszeiten stehen viele weitere Dinge auf dem Programm. Regenerationsphasen wechseln sich mit höchster Anspannung und Trainingsintensität ab. Die Selbstdisziplin steht dabei an oberster Stelle. Echte Profis arbeiten hart an ihrer Form und sind extrem ehrgeizig. Basketball in der 1.Liga ist demnach wirklich harte Arbeit."Eine Profi-Spielerin kann durchaus vom monatlichen Einkommen bei uns ganz ordentlich leben und kann sich somit voll auf die Arbeit - bei uns nunmal der Basketball - konzentrieren", so Koch. Es kann also als lukrativ bezeichnet werden in der Jugend hart an sich zu arbeiten und das Ziel 1.Liga letztendlich auch zu erreichen.
Auch die Damen Basketball Bundesliga (DBBL) hat die Zeichen erkannt und will die Nachwuchsarbeit gezielt fördern. Erste Voraussetzung dafür war die zur Saison 2010/2011 eingeführte Deutschen-Regelung (mindestens 2 deutsche Spielerinnen müssen stets auf dem Spielfeld sein). Geplanter Erfolg soll sein, dass die Vereine und Mannschaften verstärkt gezwungen werden eigenen Nachwuchs auszubilden und zu fördern um diesen an die 1.Liga heranzuführen. Mit Patrick Bär hat man bei HELI Donau-Ries die ideale Grundvoraussetzung. Er ist nicht nur Trainer der Bundesliga-Damen sondern auch Chefcoach der weiblichen Nachwuchs-Bundesliga-Mannschaft des TSV Nördlingen. Bei Donau-Ries geht das Konzept also auf! "Entscheidend für den nachhaltigen Bestand des Bundesliga-Standortes Nördlingen ist aber die breite Basis an neuen Talenten", ergänzt der HELI Vorstand. Basketball muss dazu aber "in" bleiben bei der Jugend. In den Schulen werden dazu Arbeitsgemeinschaften und Projekte gebildet. HELI Spielerinnen gehen vor Ort an Schulen und begeistern Kinder für die Sportart. In der Politik würde man das "Basisarbeit" nennen. In Kooperation mit dem TSV Nördlingen wird hier auf breiten Front viel getan und verwirklicht. "Man ist nicht immer einer Meinung, wenn es um die Zukunft des Damen-Basketballs in Nördlingen geht, aber im Endeffekt hilft es nur an einem Strang zu ziehen.", so der HELI Vorstand.
Nördlingen bietet insgesamt die besten Rahmenbedingungen für leistungsorientierten Basketball. Die Spielstätten sind auf höchsten Niveau. Trainer und Betreuer haben hervorragende Ausbildungen vorzuweisen. Auch die kurzen Wege in der Stadt sind von großem Vorteil. Es gilt also den Standort Nördlingen als Basketballhochburg langfristig zu sichern. Eine Mannschaft in der höchsten Spielklasse verursacht eine gewisse Anziehungskraft auf Talente, die auf dem Sprung in die 1.Bundesliga sind. "Diesen Talenten wollen wir uns auf keinen Fall verschließen. Vorrang hat aber immer die eigene Jugend im TSV. Doch was tun, wenn nix da ist? Soweit darf es nicht kommen. Hier ist der TSV Nördlingen gefordet nicht locker zu lassen! Wir vom Bundesliga-Team helfen wo wir können und dürfen.", so Koch. Die Basketball-Landschaft hat schon immer von tollen Spielerinnen gelebt, die in Nördlingen heimisch wurden. Blicken wir zurück und stellen Anett Sredl in den Vordergrund. Sie hat über Jahre den Basketball in Nördlingen geformt und geprägt. Auf der anderen Seite Sandra Kröpelin, die beispielhaft für die Fraktion der "UrNördlinger" alle Fahnen hoch hält. "Die Mischung macht es im Endeffekt aus", schloss Koch ab. Damit bringt er es wohl auf den Punkt.
Zum Schluss bleibt festzuhalten, dass es keineswegs "normal" ist 1.Bundesliga in Nördlingen zu haben. Handelt es sich doch um einen einzigartigen Vorgang mit hohem Prestige für alle Beteiligten.
In der Zukunft wird sich zeigen, wie sehr die Basketball-Damen in den Herzen der Nördlinger ihren Platz festigen können. An mangelnder Leistung, Leidenschaft, Erfolg in der 1.Bundesliga, Attraktivität und spannenden Spielen wird es weiterhin so schnell nicht mangeln. "Das sind doch beste Voraussetzungen für eine lange Ehe mit der Heimatsstadt Nördlingen", gab Koch noch mit auf den Weg. Mit den "Little Sisters" scheint der Weg geebnet und vorgezeichnet. Die Damen wollen am Ball bleiben... die Fans und Partner von HELI Donau-Ries wirds freuen... tragen sie doch den entscheidenden Anteil am herausragendem Erfolg. Sie genießen das Erlebnis 1.Bundesliga...sie genießen den oberen Tabellenplatz und die anstehenden Playoffs... sie genießen die Teilnahme am Pokal-Endrundenturnier "Top4". Nördlingen hat sich mit HELI Donau-Ries in Basketball-Deutschland etabliert. Ein großer Gewinn für die schönste Kleinstadt in Deutschland... ein Gewinn für die ganze Region.



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