Badminton TSV Nördlingen: 2. Punktspieltag für Aktive - 2. Südostdeutsche für Anette Strauß
Zu ihrem zweiten Punktspieltag reisten die beiden Aktivenmannschaften der Abteilung Badminton im TSV Nördlingen am vergangenen Samstag jeweils ersatzgeschwächt und verpassten dadurch die erhofften Punkte.
Die erste Mannschaft startete gegen den TSV Mindelheim I zunächst trotz ungewohnter Aufstellung gut in die Doppel, als Anette Strauß zusammen mit Christina Schneider, sowie Harald Strauß mit Ersatzmann Ulrich Rommel ohne Satzverlust blieben. Da Benny Hoffmann aus geschäftlichen Gründen erst kurz nach dem eigentlichen Spielbeginn zur Mannschaft stieß wurde das erste Herrendoppel als dritte Begegnung ausgetragen. Auf Grund der kurzen Einspielzeit ging der erste Durchgang folgerichtig deutlich an die Gastgeber. Leider nutzen Estner/Hoffmann im zweiten Satz drei Satzbälle nicht und Mindelheim verkürzte auf 1:2.
Anette Strauß stellte anschließend den alten Vorsprung durch einen souveränen Auftritt wieder her und der Sieg bzw. ein Unentschieden schien gesichert.
Doch Matthias Estner reichte im ersten Satz eine klare Führung nicht aus, er kämpfte sich jedoch in einen Entscheidungsdurchgang, in welchem er schließlich das Nachsehen hatte. Das gleiche Schicksal ereilte Ulrich Rommel, der denkbar knapp mit 19:21 im dritten Satz unterlag.
In den letzten Spielen dieser Begegnung verlor zunächst Benjamin Hoffmann sein Einzel und auch das Mixed Strauß/Schneider ließ Satzbälle liegen, womit die unnötige 3:5 Niederlage besiegelt war.
Als zweiter Gegner wartete der FC Ebenhofen I, gegen den die Nördlinger zumindest einen Punkt eingeplant hatten.
Estner/Hoffmann brachten den TSV nach einem kleinen Konzentrationsloch in Satz zwei zunächst in Front. Die Damen Strauß/Schneider lieferten sich auf dem Nebenplatz ein spannendes Duell, in dem sie anfangs die Nase vorne hatte und nur zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt waren, sich aber in drei Sätzen ihren Kontrahentinnen beugen mussten. Strauß/Rommel fanden im zweiten Doppel leider nicht zu ihrem Spiel und verloren relativ deutlich. Im ersten Einzel glich Matthias Estner mühelos zum 2:2 aus, während sich in allen anderen Begegnungen wahre Krimis abspielten:
Benjamin Hoffmann und Ulrich Rommel entschieden beide den ersten Durchgang für sich, kamen dann aber von der Siegerstraße ab und holten keine weiteren Punkte. Anette Strauß war ihrer Gegnerin zwar ebenbürtig, aber an diesem Tag sollte auch dieses knappe Spiel an die Gegner gehen.
Das verlorene Mixed von Strauß/Schneider fiel damit nicht weiter ins Gewicht und es wurde die nächste Niederlage in den Ergebnisbogen eingetragen.
Für die erste Mannschaft blieben an diesem Wochenende zwar keine Punkte, aber die Erkenntnis, dass beide Gegner in der Rückrunde in Vollbesetzung durchaus schlagbar sind.
In der Bezirksklasse A-Nord trat ebenfalls am Samstag die zweite Mannschaft in Rain zu Beginn gegen die Gastgeber an.
Da Ulrich Rommel bei der Ersten aushalf sprang wie schon am ersten Punktspieltag Benedikt Lasser ein. Peter Gutmann rückte dadurch zusammen mit Stefan Müller ins erste Doppel, welches die beiden deutlich verloren. Wiedemann/Lasser lieferten sich hingegen ein spannendes Duell über mehrere Verlängerungen, unterlagen aber ebenfalls. Für das zwischenzeitliche 1:2 sorgten im Damendoppel Conny Gutmann und Catharina Strauß im Eiltempo. In den Einzeln drehte Heiko Wiedemann nach verlorenem ersten Satz die Begegnung und sicherte den zweiten Punkt. In einer engen Begegnung verließ Peter Gutmann als Verlierer den Platz, Conny Gutmann glich allerdings postwendend zum 3:3 aus. Benedikt Lasser klebte auch im Einzel das Pech an den Stiefeln und er zog wie schon im Doppel mit 21:23, 19:21 den Kürzeren. In einem kuriosen Mixed entschieden Müller/Strauß zwar den zweiten Satz mit 21:7 mehr als überlegen für sich, die anderen Sätzen zeigten jedoch ein umgekehrtes Bild und so hieß es am Ende 3:5 aus Nördlinger Sicht.
Nun wartete der hoch eingeschätzte VSC Donauwörth I. In den Herrendoppeln war für Gutmann/Müller nichts zu holen und auch Wiedemann/Lasser hatten gegen ihren langjährigen Vereinskameraden Rüdiger Schwarz und dessen Partner nur wenig Chancen. Gutmann/Strauß bewiesen auch in dieser Begegnung ihre Klasse und hielten den TSV im Rennen. Peter Gutmann kämpfte im ersten Einzel vergebens und auch eine hervorragende Leistung von Stefan Müller im zweiten Einzel wurde nicht belohnt. Beim Stande von 1:4 war es wiederum Conny Gutmann, die den nächsten Punkt einfuhr. Im längsten und spannendsten Match des Tages keimte nochmals Hoffnung auf als Wiedemann/Strauß mit 21:15, 20:22 und 22:20 die Nerven behielten, doch Benedikt Lasser konnte auf dem Nebenfeld das Comeback leider nicht krönen, was die zweite 3:5 Niederlage an diesem Tag bedeutete.
Für die weitere Saison lässt die Leistung dennoch hoffen, denn auswärts ersatzgeschwächt beim Aufstiegsfavoriten nur unglücklich mit 3:5 verlieren zeigt, dass durchaus das Potential vorhanden ist in der Tabellenspitze mitzumischen.
Für Anette Strauß ging das Badmintonwochende direkt nach dem Punktspiel mit einer über 500 km langen Fahrt nach Freiberg in Sachen weiter, wo am Sonntag die zweite Südostdeutsche Rangliste stattfand. Zusammen mit ihrer Doppelpartnerin Elisa Güttinger vom TV Dillingen kämpfte sie dort um die Qualifikation zur deutschen Rangliste. Nach einem klaren Auftaktsieg war im Halbfinale gegen die späteren Turniersiegerinnen erwartungsgemäß kein Kraut gewachsen. Im kleinen Finale trafen sie im entscheidenden Spiel um die Qualifikation erneut auf die Gegner der ersten Rangliste. Nach knapp verlorenem ersten Satz, hatten die beiden in Durchgang zwei bereits mehrere Satzbälle, doch ein paar überhastete Aktionen kosteten den Sieg. Diese Niederlage ist umso ärgerlicher, da die zweite Rangliste in der Endabrechnung mehr Gewicht hat als die erste. Beide Doppelpaarungen haben zwar einen dritten und einen vierten Platz zu Buche stehen, Anette Strauß bleibt durch diese Regelung aber die direkte Qualifikation um Haaresbreite verwehrt. Dennoch besteht weiterhin die Chance sich als erster Ersatz oder über einen Quotenplatz Ende Oktober in Esslingen mit den besten Spielerinnen Deutschlands messen zu können.



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