Annett Becker – Deutsche Vizemeisterin 2015

  Schwimmverein Nördlingen

Siegerehrung DJM 2015


Im Zeitraum vom 02.06.15 bis 04.06.15 fanden für das Duo Lea Zihsler und Annett Becker die deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2015 statt, die größte Jugendveranstaltung des Deutschen Schwimmverbandes und der Saisonhöhepunkt unserer Sportlerinnen. Insgesamt 1554 und 5194 Einzelstarts waren in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark, einer der modernsten Schwimmhallen Europas, statt.

Nach trainingsintensiven Monaten, in denen die Nördlinger Schwimmerinnen in Schulwochen 6-7 mal, in Ferien gar bis zu 12 mal pro Woche à 2-3 Stunden ins Wasser gesprungen waren, wollte man sich nun mit den Sportlern aus Deutschlands Schwimmhochburgen, die mit Berufstrainern, eigenen Schwimmbädern, Sportinternaten und auf den Sport ausgelegten Schulzeiten oft deutlich bessere Voraussetzungen besitzen, messen.

Lea Zihsler und Annett Becker hatten jeweils vier Starts zu absolvieren und man wollte dabei insgesamt drei Finalläufe, bei denen die 10 schnellsten Athletinnen aus den Vorläufen des Vormittags gegeneinander um die Endplatzierungen schwimmen, erreichen.


Lea Zihsler startete über 200 Schmetterling, sowie über die 400, 800 und 1500 Freistilstrecken.

Über 200 Schmetterling im Vorlauf konnte sie bereits nahe an ihre persönliche Bestzeit heranschwimmen (2:21,82), womit sie sich für das Finale auf dieser Strecke qualifizieren konnte. Dort konnte sie ihre Zeit nochmals verbessern und verbuchte in einer Zeit vom 2:20,97 einen neuen persönlichen Rekord.

Über 800 Freistil schaffte sie es ebenfalls in den Finallauf und auch dort konnte sie ihre bisherige Bestleistung unterbieten. Am Ende erreichte sie in einer Zeit von 9:07,29 einen hervorragenden siebten Platz.

Die 400 Freistil konnte sie in einer Zeit von 4:27,32 auf dem 10.Platz beenden und qualifizierte sich zum wiederholten Male für das abendliche Gesamtfinale. Dort steigerte sie sich nochmals und unterbot ihre Leistung von den süddeutschen Meisterschaften vor eineinhalb Wochen um über 2,5 Sekunden. Dies (4:26,31) reichte am Ende für einen achten Platz in diesem hochklassigen Teilnehmerfeld.

Ihre längste zu absolvierende Strecke, 1500 Freistil schaffte sie es auch in den Finallauf. In einer Endezeit von 17:19,81 min schwamm sie sich zum Abschluss der Titelkämpfe nochmals auf einen hervorragenden vierten Platz und verbesserte dabei deutlich ihren bisherigen persönlichen Rekord über diese Strecke.

Beim Erreichen der Finalläufe auf all ihren Strecken, kann man schon deshalb von einer herausragenden Leistung sprechen. „Mit dem Wettkampf sind wir sehr zufrieden. Besonders die 200 Schmetterling und 1500 Freistil liefen diesmal richtig gut. Für mich geht es am Montag in die Vorbereitung zu den deutschen Freiwassermeisterschaften, die Ende des Monats in Lindau/Bodensee stattfinden“, so Lea am Ende der Meisterschaften.


Die Freistilspezialistin Annett Becker startete über 100, 200, 400 und 800 Freistil.

Aufgrund einer Schulterverletzung in der Woche vor den Meisterschaften, musste man das Training komplett umbauen und wusste letztendlich nicht, wo man genau Stand und fuhr somit etwas „blind“ nach Berlin.

In einer Zeit von 1:00,80 blieb sie bei ihrem ersten Start über 100 Freistil nur einige wenige Zehntelsekunden über ihrem bisherigen Rekord und landete auf einem guten Platz im Mittelfeld. Gleiches gelang ihr ebenfalls über der doppelten Distanz (200 Freistil). Sie beendete ihr Rennen hier in einer Zeit von 2:13,33.

Über 400 Freistil konnte sie sich in 4:34,21 für den Finallauf der besten zehn qualifizieren. Dank einer Leistungssteigerung (4:33,76) konnte sie ihren achten Platz aus dem Vorlauf auch halten und unterstrich nochmals ihre überdurchschnittlichen Fähigkeiten auf den Freistilstrecken.

Ihr Glanzstück lieferte sie über 800 Freistil ab. In der Streckenplanung malte man sich bei einer guten Leistung eine Platzierung in den Rängen von 5-7 aus. In diesem Rennen sollten sich aber die Qualen der vielen Trainingseinheiten bezahlt machen. Von Beginn an konnte Annett in der Spitze des Feldes mitgehen und sich zur Rennhälfte mit drei weiteren Schwimmern etwas absetzen. In der zweiten Rennhälfte, in der aufgrund der Laktatausschüttung jeder Muskel brennt wie Feuer, bewies sie Standhaftigkeit und konnte ihre Durchschnittsschwimmzeit pro 100m sogar nochmals verringern. Am Ende schlug sie in einer Zeit von 9:11,28 an, unterbot ihre bisherige persönliche Bestzeit um 9,4 Sekunden und trägt jetzt den Titel „Deutsche Vizemeisterin 2015“.

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Nach 500 Meter hat es richtig weh getan, aber nachdem ich im Feld gut dabei lag, wollte ich mich und meinen Trainer unbedingt für die harte Arbeit in den letzten Wochen und Monaten belohnen, nachdem es gerade zu Saisonbeginn nicht wirklich gut lief.“, so Annett Becker nach ihrem Rennen.

Sehr zufrieden – so die einheitliche Gefühlslage im Nördlinger Lager nach diesen Meisterschaften. Berlin war eine Reise wert. Jetzt heißt es sich zu regenerieren und sich ab Montag für die letzten zwei Monate der Saison vorzubereiten, in denen mit den deutschen Freiwassermeisterschaften, den schwäbischen Meisterschaften und den bayerischen Meisterschaften noch ein paar Wettkampfstationen auf unsere zwei Nördlinger Schwimmerinnen und ihre Trainingsgruppe warten.

Weitere Infos zu Annett, Lea und dem kompletten Schwimmverein Nördlingen online: www.1svn.de
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