"Wie die tägliche Manipulation unser Leben bestimmt" - Albrecht Müller trägt vor

Wann? 19.02.2016 19:30 Uhr

Wo? Schrannensaal, Bei den Kornschrannen 2, 86720 Nördlingen DE
Nördlingen: Schrannensaal | In diesem Vortrag am Freitag,19.2.16 geht es um verschiedene Methoden der Manipulation in den privaten und öffentlich-rechtlichen Medien. Herr Müller,ex-MdB und Berater Willy Brandts und Helmut Schmidts, hat in seinem vor 6 Jahren erschienenen Buch "Meinungsmache" an einigen Beispielen schon deutlich gemacht, wie Meinungsmache funktioniert. An neueren Beispielen wie der Ausplünderung Griechenlands, der Vorbereitung eines Angriffskrieges gegen Syrien, der Spaltung der Friedensbewegung durch den „Querfront“-Vorwurf, wird deutlich, dass sich von Seiten der „Leitmedien“ trotz Kritik nichts gebessert hat, aber einige Leute immer aufmerksamer und kritischer werden - insbesondere nachdem das ZDF so mutig war, den Kabarettisten in „Pelzig“ und der „Anstalt“ eine Möglichkeit zur Volksaufklärung*) zu geben.
Eintritt 3Euro

Ein Workshop am nächsten Tag in der VHS Oettingen mit bis zu 20 Teilnehmern soll das Thema vertiefen und anhand von aktuellen Beispielen in Presse und Rundfunk vermitteln, wie das im einzelnen funktioniert und welche Möglichkeiten der Gegenstrategie es gibt. Im einzelnen wird nach einer Vorstellungsrunde ein Einführungsvortrag mit einem Überblick über die bekannteren Techniken der Manipulation unter Verwendung der Konzepte von Noam Chomsky und Prof.Dr.Mausfeld gegeben. Nach einer Pause ist dann die Arbeit in 2 Kleingruppen möglich, wobei zur Analyse aktuelles Presse- und Videomaterial zur Verfügung steht. Die Teilnehmer können aber gerne auch eigene Beispiele mitbringen. Zum Abschluss ist dann die Vorstellung der Ergebnisse im Plenum geplant.

Literatur:
E.A.Rauter: Wie eine Meinung in einem Kopf entsteht
A. Müller: Meinungsmache
Prof.Dr.Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“, free21.org
Chomsky, N. (2003). Media Control: Wie die Medien uns manipulieren. Europa-Verlag.
G.Lakoff, E.Wehling: Auf leisen Sohlen ins Gehirn, Heidelberg 2009


*) Aufklärung ist hier im Sinne Immanuel Kants gedacht:
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
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