OB-Kandidat Koukol im Dialog mit Bayernbahn über das Wemdinger Tunnel

Nördlingen: Nördlingen | Durch die in der letzten Woche veröffentlichte Variante des grünen OB-Kandidaten Rudolf Koukol, das Wemdinger Viertel mit einer Fußgängerpassage an die Altstadt anzubinden, rückte die Diskussion um das Wemdinger Tunnel wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.

Rudolf Koukol fasst hierzu die Meinungen des amtierenden Oberbürgermeisters Faul zusammen: „Vor zwei Jahren wollte OB Faul das Wemdinger Tunnel zur Chefsache machen. Während der Bürgerversammlung im September des letzten Jahres kündigte er an, dass alle Pläne gescheitert seien. Die Rieser Nachrichten titulierten damals: Tunnel-Rückbau ist geplatzt.
Diese Ansicht bestätigte OB Faul noch nach der PWG-Klausur zwei Monate später und beerdigte gleichzeitig auch die Idee mit der Fußgängerbrücke über die Bahngleise.
Nach dem von Rudolf Koukol in der letzen Woche initiierten Ortstermin mit dem technischen Leiter der Bayern-Bahn, glaubt Hermann Faul nun doch wieder an einen neuen Straßentunnel oder eine Brücke. „Was nun, Herr Oberbürgermeister?“, fragt Rudolf Koukol. „Erst ankündigen, dann aufkündigen, um dann wieder anzukündigen.“

Als Alternative brachte Koukol bei dem Ortstermin eine Fußgängerpassage unter den Bahngleisen, links vom Bahnhofsgebäude beginnend, in die aktuelle Diskussion ein. Eine Einbeziehung der Gleise 5 und 7, barrierefrei mit einem Aufzug, wäre dabei ohne weiteres machbar. Durch eine architektonisch anspruchsvolle Gestaltung der Unterführung mittels Lichtelementen zwischen den Gleisen und einem breiten Bereich für Fußgänger und Radfahrer wäre die Akzeptanz sicherlich gegeben. Eine Kameraüberwachung solle dem Sicherheitsbedürfnis zusätzlich Rechnung tragen.
Der ablehnende Hinweis von OB Faul, eine 90-jähigen Frau, die abends durch den Tunnel geht, könnte sich nicht sicher fühlen, würde sich ebenso auf einen Neubau des Wemdinger Tunnels beziehen, so Koukol. Sollte der Gehweg wie in ersten Entwürfen 1,50m über der Fahrbahn liegen, macht es den Fußgängerbereich durch die Nichteinsehbarkeit von der Straße aus ebenfalls nicht sicherer.

Eines sei für alle politischen Entscheidungsträger mittlerweile ganz deutlich geworden: Ohne ein gutes Miteinander mit der Bayernbahn kann es auch keine gute Lösung für den Anschluss des Wemdinger Viertels geben. Nur zusammen mit allen Beteiligten könne ein vernünftiger Konsens gefunden werden.

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