Jugendarbeit an Schulen und Lernender Landkreis auf der Tagesordnung

In seiner jüngsten Sitzung hatte der CSU-Arbeitskreis „Schule, Bildung, Sport“ (AKS) zwei wichtige Themen auf der Tagesordnung. Zum einen ging es um einen Antrag zur Jugendarbeit an Realschulen und Gymnasien, zum anderen wurde das Projekt „Lernender Landkreis“ vorgestellt.
Der Antrag zur Schaffung von Stellen für Jugendarbeit an weiterführenden Schulen in Bayern ist auf Initiative der Realschulen Rain und Wemding entstanden. Dabei geht es darum, dass die Lehrer pädagogische bzw. sozialpädagogische Unterstützung bekommen, um die durch den gesellschaftlichen Wandel entstandenen Probleme der Schüler zu lösen. Denn durch Scheidungen, Einelternfamilien, Alleinerziehende, Schlüsselkinder usw. haben in den vergangenen Jahren die privaten Belastungen der Schüler zugenommen. Auf diese Weise ist ein unbelastetes Lernen der Schüler kaum noch möglich. Allerdings können die Lehrer durch die starke Zunahme solcher Fälle diese Arbeit zusätzlich zu ihren eigentlichen unterrichtlichen Pflichten nicht mehr ausreichend leisten, zumal sie oftmals hierfür gar nicht ausgebildet sind. Daher brauchen sie dringend fachkundige Unterstützung. Aus diesem Grund fordert der Antrag des AKS Donau-Ries nicht nur die Schaffung solcher sozialpädagogischer Stellen an Realschulen und Gymnasien – für Mittelschulen z.B. gibt es solch ein Programm schon – im Landkreis, sondern wendet sich auch an den Freistaat, der solche Stellen zumindest mitfinanzieren sollte. Schließlich muss es im Interesse aller liegen, unsere Kinder und damit unser wichtigstes Gut in ihrer Entfaltung und Entwicklung zu unterstützen. Dieser Initiativantrag liegt inzwischen dem AKS Schwaben, dem AKS Bayern, der Kommunalpolitischen Vereinigung, dem Landrat und einigen Landtagsabgeordneten vor.
Zudem hatte die Vorsitzende Maximiliane Böckh den Regionalmanager Klemens Heininger eingeladen, der unter anderem den „Lernenden Landkreis“ vorstellte. Ziele dieses wichtigen Projekts seien, für das Thema „Bildung“ zu sensibilisieren, die Bildungsteilhabe zu erhöhen, Bildungsangebote transparenter zu gestalten und die Vernetzung zu steigern. In diesem Rahmen sei z.B. das Heimatbuch für die Grundschulen eingeführt worden, für die Mittelschüler gebe es den Berufswahlpass, oder es würden verschiedene Fortbildungen für Lehrer und Erzieher finanziell unterstützt. Zusätzlich gebe es mit dem Bildungsportal im Internet eine Anlaufstelle für alle Bildungsinteressierten. Ein großer Coup für den Landkreis sei zudem die nun offiziell eingerichtete Außenstelle der Hochschule Augsburg am TCW in Nördlingen. Auch künftig stünden in der Bildungsregion Donau-Ries noch wichtige Punkte auf der Agenda wie Alphabetisierungskurse, Kooperation von Jugendarbeit und Dorfentwicklung oder mobile Sprachangebote für Schüler mit Migrationshintergrund, so Heininger. Für die Zukunft gebe es auch gerade mit dem AKS sicherlich viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit, was bei den anwesenden Mitgliedern auf große Zustimmung stieß.
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