Vergnügliche Komödie zum Abschluss der Theatersaison
Nördlingen (stv) Mit lang anhaltendem Beifall verabschiedeten die Zuschauer das Ensemble des Landestheaters Schwaben aus Memmingen nach der Inszenierung „Doppelt leben hält besser“ im Stadtsaal „Klösterle“.
Und die Boulevardkomödie ist genau das, was die Zuschauer erwarten. Zwei Stunden Spaß, Klamauk, aber auch wunderbare Charaktere und eine stimmige Inszenierung. In einem Bühnenbild werden zwei Wohnungen dargestellt, die Agierenden handeln nebeneinander, vermitteln aber durchaus stimmig den Eindruck, an verschiedenen Plätzen zu sein. Barbara Smith und Mary Smith rufen die Polizei und melden ihren Ehemann als vermisst. Als dieser kurz darauf später von einem Polizisten verletzt nach Hause gebracht wird, beginnt die Komödie an Fahrt zu gewinnen. Während die eine Frau Smith ihren Ehemann bemitleidet, wartet die andere Frau Smith auf Nachricht. Das Bühnenbild vereint die beiden Wohnungen, was durchaus Aufmerksamkeit erfordert, aber auch brillant gelöst wird und der Geschwindigkeit der Komödie gut tut. Der genau festgelegte Zeitplan von John Smith, der gleichzeitig mit beiden Frauen verheiratet ist, kommt völlig durcheinander. Ein helfender Freund, der zwar vieles kurzfristig regelt, aber damit auch noch weitere Komplikationen und Verwirrungen auslöst, wird von Klaus Teigel wunderbar, zunächst überspitzt, im Verlauf der Komödie aber prima dargestellt. Die Misere wird immer größer, ein homosexueller Nachbar sorgt ebenso für weitere Verwirrungen wie die völlig überforderten Polizisten der jeweiligen Reviere, in denen die Wohnungen liegen. Großartig besetzt, Polizeiinspektor Throughton, von Dino Nolting ebenso wie die beiden Hauptdarstellerinnen Mary Smith, gespielt von der hervorragenden Anke Fonferek und Barbara Smith von Michaela Fent.
Eine Komödie, ohne viel Tiefgang, aber mit Drive und witzigen Regie-Einfällen inszeniert, und ein gelungener Abschluss der diesjährigen Theatersaison im Stadtsaal. Nach zwei vergnüglichen unterhaltsamen Theaterstunden verabschiedeten über 250 Besucher das Ensemble zu Recht mit langem Beifall.


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