Residenzkonzert Oettingen - Perlende Läufe und schmückende Triller

Pianistin Ana-Marija Markovina gab mit der Kammerphilharmonie Berlin-Brandenburg und Dirigent Mariano Chiacchiarini ein Gastspiel im Residenzschloss Oettingen mit Klavierkonzerten von Carl Philipp Emanuel Bach und W. A. Mozart.
Ana-Marija Markovina und die Kammerphilharmonie Berlin-Brandenburg

Beim jüngsten Residenzkonzert Oettingen spielte die Pianistin Ana-Marija Markovina mit der Kammerphilharmonie Berlin-Brandenburg das „Klavierkonzert d-Moll“ von Carl Philipp Emanuel Bach mit spritzigem, aber auch sehr emotionalem Spiel. Mit perlenden Läufen und schmückenden Trillern entwickelte sie die Sinnlichkeit dieser Musik. Dies galt besonders für das sehr gesanglich dargestellte Poco-Andante des zweiten Satzes, zu den Überleitungen und Untermalungen des Orchesters der Kammerphilharmonie Berlin-Brandenburg mit Dirigent Mariano Chiacciarini. Zum pochenden Begleitrhythmus des Orchesters bot die Pianistin im Finalsatz ein temporeiches auf- und abwogendes Fingerspiel.
Zur Einstimmung auf diese Musik brachte die Kammerphilharmonie zuvor die „Sinfonie A-Dur“, die so genannte „Hamburger Sinfonie“ zu Gehör. Von dem souveränen Dirigenten geführt, konnten die empfindsamen Seiten dieses selten Werks dargestellt werden.
Wolfgang Amadeus Mozarts „Klavierkonzert C-Dur“ gestaltete Ana-Marija Markovina mit emotionalem Spiel, klarer Phrasierung und einem wunderbaren Gespür für Mozarts Melodienreichtum, der besonders im Andante-Satz zum Ausdruck kam. Die weiche Tongebung und die geradezu sinnlichen Arpeggios zu der einfühlsamen Begleitung des Orchesters faszinierten die Zuhörer. Das Thema des Finalsatzes erfuhr eine stimmungsvolle und spieltechnisch exzellente Verarbeitung in wunderbar abgestufter Dynamik und gut umgesetzten Tempowechseln.
Die „Streichersinfonie g-Moll, Nr. 12“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy begann mit beherrschter Spannung, steigerte sich im ersten Satz zu einem akkordisch prägnanten Schluss. Zu einer völlig beruhigten Stimmung führte der Andante-Satz durch Heraushebung der tieferen Instrumente. Das Finale wurde mit Betonung des punktierten Rhythmus und die Unterbrechung durch ruhigere Teile abwechslungsreich gestaltet. Nach einer stark abschwellenden Phase endete die Sinfonie mit einer energischen kurzen Stretta. Das Publikum bedachte Dirigent und Orchester mit reichem Beifall. (emy)
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