Projektwoche am THG

In den sechsten Klassen wurden mit verschiedenen Experimenten die Eigenschaften von Wasser untersucht.
 
Die Mathematikrallye stellte die Sechstklässler auch vor größere koordinatorische Schwierigkeiten, da sie ein Handtuch umdrehen mussten, obwohl sie alle darauf standen.
Sich intensiv mit Streetart auseinanderzusetzen, durch ein Praktikum in einen sozialen Beruf hineinzuschnuppern, verschiedene Experimente zum Thema „Wasser“ durchzuführen oder mit Hilfe von Exkursionen mittelalterliche Städte besser kennenzulernen statt Vokabeln, mathematische Formeln und Jahreszahlen zu pauken, war eine Woche lang für die Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums Nördlingen der Alltag.
Während die fünften, achten und elften Klassen im Schullandheim, auf Kanutour und Seminarfahrt waren, wurden den an der Schule verbliebenen Jahrgangsstufen Lerninhalte auf eine etwas andere Art und Weise nahegebracht. Simon Baar, Organisator der THG-Projektwoche, erklärt hierzu: „Um in der Fahrtenwoche trotz der Abwesenheit vieler Lehrer und Schüler eine nutzbringende Gestaltung für alle zu gewährleisten, werden unterschiedliche Themenprojekte aus nahezu allen Fachbereichen angeboten, bei denen die Schüler ihr Wissen kreativ und erfahrungsnah anwenden bzw. vertiefen können.“
Das Oberthema, das auch das Jahresthema der UNESCO ist – schließlich ist das THG eine der wenigen bayerischen UNESCO-Projektschulen – und nach Möglichkeit für viele Themen der einzelnen Jahrgangsstufen umgesetzt wurde, war „Wasser“. Entsprechend experimentierten die Sechstklässler mit Wasser, um dessen physikalische und chemische Eigenschaften herauszufinden, lernten Flora und Fauna eines Biotops kennen, gestalteten Unterwasserwelten in einem Schuhkarton oder besuchten das Sea Life in München. Ganz generell stammten ihre Projekte aus den Fächern Mathematik, Informatik sowie Natur und Technik.
Für die siebten Klassen standen die Themenbereiche „Mittelalter“ und „Geologie“ auf dem Programm. Hierfür wurde eine Stadtführung durch Nördlingen vorbereitet und durchgeführt, das Rieskratermuseum in Nördlingen und das Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber besichtigt oder zum Niederhaus gewandert.
In der neunten Jahrgangsstufe war besonders viel Kreativität gefragt, denn hier durften die Schüler die vier Elemente musikalisch umsetzen, Choreographien zu den vier Jahreszeiten nachtanzen, Streetart im Schulhaus gestalten, in der Schreibwerkstatt ihren Gefühlen und Gedanken Ausdruck verleihen oder in der Dokumentationsgruppe die Arbeitsweise, Erlebnisse und Ergebnisse aller Projekte festhalten.
Insgesamt kam die Projektwoche bei den Schülern gut an. „Das ist einfach eine Abwechslung zum normalen Schulalltag“, macht Konstantin aus der sechsten Klasse deutlich, während er mit Katharina, Julian, Anna, Carolin und Frederike bei der Mathematik-Rallye versucht, ein Handtuch, auf dem sie zu sechst stehen, umzudrehen. Seine Klassenkameradin Carolin freut sich dabei besonders auf ihr persönliches Highlight der Woche, der am Freitag stattfindenden Fahrt zur BMW-Welt in München.
David und Nicholas aus der neunten Klasse, Teilnehmer am Kunstprojekt, fanden nicht nur die Einführung über den Streetartkünstler Bansky interessant; „es ist auch toll, dass wir direkt an den Wänden arbeiten dürfen“, sagt David, während er mit einem Schwamm Farbe auf die Wand tupft.
Besonders viel gab es für die Mitglieder der Dokumentationsgruppe zu sehen, die Einblicke in alle Projekte bekamen, bei denen sie fotografierten und filmten. Für Ruth aus der neunten Jahrgangsstufe ist die Projektwoche eine tolle Sache: „Alles hat zwar mit der Schule zu tun, aber es ist trotzdem etwas anderes“.
Etwas schwieriger gestaltete sich diese Woche heuer allerdings für das Organisationsteam rund um Simon Baar: „Durch die Regenfälle und Unwetterwarnungen war das in diesem Jahr ein echter Härtetest. Für uns war im Vorfeld nicht absehbar, dass eine ganze Woche im Juli derart ins Wasser fällt. So wurden viele Vorarbeiten zunichte gemacht, weil wir täglich etwas umplanen und neu organisieren mussten.“
Nicht betroffen vom schlechten Wetter waren die zehnten Klassen, die wie schon in den Vorjahren eine Woche lang bei einem Praktikum einen sozialen Beruf kennenlernten. So sammelten sie in verschiedenen Kindergärten, bei der Lebenshilfe Donau-Ries, imStiftungskrankenhaus Nördlingen, in mehreren Grundschulen oder im Tierheim wertvolle, nachhaltige Erfahrungen.
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