"Os gond en`d Mess ". Nördlingen ist in Feierlaune und hat sich wieder einmal mächtig rausgeputzt.
Bis 1963 zogen sich die Buden, Schausteller, Händler, Marktschreier, Zauberer und auch die Karussells durch die Straßen und engen Gassen der Nördlinger Innenstadt. Heute wär das alles nicht mehr möglich bei diesen gigantischen Ausmaßen der Fahrgeschäfte.
Alle Jahre wieder . . . so könnte man sagen, zieht der traditionelle Messumzug durch unsere romantische Stadt und eröffnet für die Rieser Bevölkerung eine ganz besondere Jahreszeit.
Vom Daniel aus ist die Riesenschaukel "Konga" als Wegweiser zum "Rummelplatz", dem Festplatz auf der Kaiserwiese am Stadtrand von Nördlingen, großartig zu sehen. Bisher war es das Riesenrad - ja und jetzt lockt die Riesenschaukel. Die Zeiten ändern sich und die Nördlinger Rieser gehen mit der Zeit . . .
Das größte Volksfest in Nordschwaben, die Pfingstmess wurde 1219 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Bald nach ihrer Gründung entwickelte sie sich zur Fernhandelsmesse mit überregionaler Bedeutung. Pfingstwoch aus - Messwoch ein, so heißt es und so hat sich diese großartige Veranstaltung seit dem Mittelalter bis heute ihr Ansehen bewahrt. Die verkehrstechnisch günstige Lage Nördlingens - die fünf Stadttore zeigen deutlich die Straßen und Wege dafür auf - die Fernhandelsstraßen nach Ulm, Augsburg, Nürnberg, Würzburg und Straßburg bestimmte die Lage für ein wichtiges Handelszentrum.
Gleichzeitig findet auch neben dem beliebten Volksfest die Rieser Verbraucherausstellung statt.
Und zu guter letzt - auch auf der Mess`stehen wichtige Termine an: der Kindernachmittag, der Seniorennachmittag, am Donnerstag bei Einbruch der Nacht das stimmungsvolle Feuerwerk und nicht vergessen, der krönende Abschluß am letzten Tag der Veranstaltungsreihe, der traditionelle Herrenmontag - jetzt der beliebte Familientag . . . da verwandeln die Nördlinger den Montag zum Feiertag.
Ein bißchen mehr Friede und weniger Streit,
Ein bißchen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bißchen mehr Liebe und weniger Haß,
Ein bißchen mehr Wahrheit - das wäre doch was!
Statt so viel Unrast, ein bißchen mehr Ruh`,
Statt immer nur Ich, ein bißchen mehr Du,
Statt Angst und Hemmung, ein bißchen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut!
Kein Trübsal und Dunkel, ein bißchen mehr Licht,
Kein quälend Verlangen,...
Maikäfer flieg,
dein Vater ist im Krieg,
deine Mutter ist im Pommernland,
Pommernland ist abgebrannt,
Maikäfer flieg ...
Friedrich der Große über die Pommern.
"Die Pommern haben etwas Ungekünsteltes. Sie würden nicht ohne Geist sein, wenn sie besser gebildet wären. Niemals aber werden sie schlau und verschlagen sein. Der gemeine Mann ist argwöhnisch und hartnäckig. Sie sind eigennützig, aber weder grausam noch...
Und der König erhöhte Daniel . . . machte ihn zum Fürsten über das ganze Land (Daniel 2 Vers 48)
"Daniel" - der Turm der St. Georgskirche, 89,9 m hoch mit 350 Stufen . . . seinen Namen erhielt er aus dem Volksmund nach obigem Bibelvers.
Hoch oben auf dem Daniel, in der Turmstube wohnen abwechselnd die "Türmer". Früher war es ihre Aufgabe über die Stadt zu wachen und jede halbe Stunde ab 22 bis 24 Uhr "so G`sell so" vom...
Und hier die Zwischenbilanz aus der guten Stube aus dem Gelege neben dem „Hohen Haus“. Zum Feiern gibt es immer einen Grund.
In diesem unserem ganz besonderen Fall in Nördlingen, das zweite Ei am 22. März 2013 im Gelege der Nördlinger Störche auf dem Brot - und Tanzhaus auf dem Marktplatz. Aufmerksam steht die Störchin daneben und will das Brüten noch nicht beginnen. Vielleicht wartet sie ja noch auf den...
Der Tanz in den Mai, Kultur und Brauchtum. Seit dreizehn Jahren steht er in unserer Stadt und ist seitdem mit Nördlingen fest verankert.
Auf dem Brettermarkt steht das stolze Stück. Der Blick zum Kirchturm Daniel im Hintergrund, rechts und links Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter, das alles gibt der Tradition einen schönen Rahmen.
Das Feiern rund um den Baum auf dem Brettermarkt war bis vor zwei Jahren eine wunderbare...