„Donner und Blitz“ im Stadtmuseum Nördlingen

Was von der Schlacht bei Nördlingen übrig blieb kann man im Stadtmuseum entdecken...

Wohin in der Freizeit, wenn es für das Freibad zu kalt ist? Für die kindliche Entdeckerfreude ist ein Museumsbesuch eine spannende Sache. Gibt es doch so vieles zu sehen: Im Stadtmuseum Nördlingen entführt gerade die Ausstellung „Durch Donner und Blitz. Der Dreißigjährige Krieg und die Schlacht bei Nördlingen 1634“ in eine Zeit großer Not und Entbehrungen.

Die Schlacht bei Nördlingen wurde 1634 vor den Toren der Stadt ausgetragen. Rund 22.000 Soldaten standen sich rund um den Albuch in einer riesigen Feldschlacht gegenüber, zu Fuß und zu Pferd. Mit Hörstationen spannend erzählt, wird die Geschichte des Soldaten Peter Hagendorf, des Rieser Kindes Jakob, eines Pfarrers und einer unter der Belagerung leidenden Nördlingerin lebendig. Kanonenkugeln, Waffen und Rüstungsteile sind beredte Zeugen einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Der Ablauf des Kampfes ist noch immer beeindruckend an einem riesigen Landschaftsmodell mit 6.000 Zinnfiguren erklärt. Das Stadtmuseum hat geöffnet täglich außer Montag von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr.

Hat es dann immer noch nicht aufgehört zu regnen, so bietet sich ein Besuch im Stadtmauermuseum im Löpsinger Tor an. Hier bekommt man die Stadtmauer als beeindruckende Verteidigungsanlage erklärt. Wer im Turm ein paar Stockwerke nach oben steigt, begegnet einer Kanone, die einstmals die Stadt verteidigt hat. Auch hier zeigen Zinnfiguren Tracht, Wehr und Waffen aus dem Dreißigjährigen Krieg. Das Stadtmauermuseum hat geöffnet täglich außer Montag von 10 Uhr bis 16.30 Uhr.

Und wer nun ganz genau wissen will, von wo aus die Kanonen auf die Stadt gerichtet waren, der schnürt seine Wanderstiefel. Ausgerüstet mit einer guten Brotzeit kann man von Nördlingen aus über die Marienhöhe bis zum Albuch wandern. Vorbei an Reimlingen, wo die kaiserlichen Feldherren residierten und dem Schönefeld, dem Lagerplatz der Soldaten, führt ein einfacher Wanderweg bis zum großen Denkmal auf dem Albuch bei Schmähingen. Hier sind sogar noch Reste der Verteidigungsanlagen zu entdecken. Von Montag bis Freitag kann man dann um 18.05 Uhr von Ederheim aus (Haltestelle Edeka) mit dem Bus wieder nach Nördlingen (Brettermarkt) zurück fahren.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin nördlinger | Erschienen am 01.07.2009
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