„Ich bin dann mal weg“, Vortrag am THG über das Internetverhalten von Kindern und Jugendlichen
Zu einem Vortrag der besonderen Art lud der Freundeskreis Theodor-Heuss-Gymnasium interessierte Eltern und Lehrer mit dem Referenten Theo Leißl vom Medienzentrum Donauwörth ein.
Nach der Begrüßung durch OstR Joachim Stoller nahm Herr Leißl die Zuhörer mit auf eine Reise ins „Web.2.0“, einer Internetwelt und häufigem virtuellen Aufenthaltsort vieler Jugendlicher, der den meisten Eltern in seiner Vielfalt nur annähernd bekannt ist. Leißl erklärte mit seiner Powerpoint-Präsentation zunächst die Begriffe und unendlichen Möglichkeiten der Blogs, Online-Communities, Wikis, Podcasts, Chats und medialen Formen eines aktiv genutzten Netzes, das sich durch die Inhalte der Nutzer speist und damit zu einer kollektiven Intelligenz zusammenfindet. Chance und Gefahr dieser vermeintlich allumfassenden Zauberwelt liegen dabei für die Kinder und Jugendlichen nah beieinander. Während auf der einen Seite direkte und schier unermessliche Informationen jeder Art, auch für den Schulalltag, mühelos abgerufen werden können, bieten die einzelnen Internetgruppen und –plattformen gerade für den heranwachsenden Jugendlichen eine Gelegenheit, sich in seiner Persönlichkeit und Selbstdarstellung in Wort und Bild unzensiert zu präsentieren, um sich dadurch im ständigen Wettbewerb der Popularitätsskala einen Platz zu sichern. Die Jugendlichen sind sich dabei in ihrer Freizügigkeit der Preisgabe von persönlichen Daten nicht bewusst, dass diese von außen für zerstörerische Dinge wie Mobbing missbraucht und manipuliert werden können, da ihnen eine gewisse Sicherheit vorgegaukelt wird. „Einmal im Netz, immer im Netz“ wird von ihnen als Panikmache der Eltern in den Wind geschlagen. So verwies Herr Leißl an vielen bildlichen und textlichen Beispielen auf Fallen im Internet, v.a. in den diversen Schülerverzeichnissen, jugendgefährdende Inhalte und Links, regelrechte Abzocke von angeblich kostenlosen Seiten oder filterlose Informationsweitergabe an die und über die Heranwachsenden.
Wie man seine Privatsphäre schützen kann, welche Rechte zu beachten sind und wie man gemeinsam mit den Kindern einen vernünftigen Umgang mit dem Medium Internet versuchen kann – das waren die Tipps mit denen die Zuhörer nach Hause gehen konnte. Harald Gehring vom Freundeskreis bedankte sich beim Referenten ganz herzlich für die informativen neunzig Minuten und die mitgelieferten Anregungen für die Praxis.


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