Güterbahnhof mit Charakter: Eine Foto-Tour nach Osnabrück...
Osnabrück: hamburger straße | Während bei einem meiner ersten Besuche im glorreichen Jahr 1998 schon Anzeichen zu erkennen waren, dass der Osnabrücker Güterbahnhof wohl nicht mehr lange (in seiner ursprünglichen Form) überleben würde, ist die einstige Hochburg für den Güterumschlag nun dem Charakter einer beliebten Foto-Location gewichen.
Im erwähnten Jahr 1998 hatte der Bahnhof seine Blütezeit zwar auch schon längst hinter sich, dennoch gab es zuweilen noch einigen Betrieb. So waren etwa noch große Verladekräne für Container und Wechselpritschen im Einsatz, die Gleise lagen noch und auch der ein oder andere Güterwagen stand dort zur weiteren Verwendung abgestellt...
Gute zwölf Jahre später stattete ich dem Osnabrücker Güterbahnhof nun vor kurzem erneut einen Besuch ab. Wo einst unvorstellbare Mengen Güter umgeschlagen wurden und das Leben tobte, wirkt heute nur noch alles tot, trist und verkommen.
Die Popularität des Güterbahnhofs hat sich allerdings nur verlagert: Es wird zwar nichts mehr verladen und die großzügigen Anlagen sind für Spediteure und seinen eigentlichen Zweck uninteressant geworden - nichtsdestotrotz gilt der Güterbahnhof nunmehr unter Amateur- wie (vereinzelt) auch Profifotografen als heißer "Insider-Tipp"...
Ob Musikband-Fotoshootings oder professionelle Modeaufnahmen - die Örtlichkeit erfreut sich in der Branche weit über die Stadt- und Landesgrenze hinaus höchster Beliebtheit. An Wochenenden ist die einstige Verladestation durchaus rege belebt. Neben Fotografen tummeln sich dort auch Hobby-Sportler, die die brachliegenden Flächen für die Optimierung ihrer BMX- und Skateboard-Tricks nutzen.
Der Güterbahnhof Osnabrück hat zwar seine damalige Bestimmung gänzlich verloren, aber diese hochinteressante Industrieruine hat Jahre nach ihrer Stilllegung einen neuen Charakter bekommen - mit einem ganz eigenen Flair.





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