Springe: Gedicht (15)
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Zur Weihnachtszeit
Zur Weihnachtszeit da lädt man gern
Verwandte ein, von nah und fern.
Man freut sich auf die Feiertage,
auf Essen und auf Saufgelage!
Von der Straße türwärts trabend,
kommen sie am Heilig Abend.
Mit roten Nasen, kalten Füßen,
lässt man sie uns nass begrüßen.
Es wird geküsst und fest gedrückt,
vor Freude ist man ganz verzückt.
Ohne langes Rumgeschwafel,
geht es an die Festtagstafel.
...
Weihnachten, Gedicht, Essen, Poesie, Trinken, Feiertage, Reime, Gänsebraten, Festlichkeit
Glück ist ein Stuhl,
der plötzlich dasteht,
wenn man sich
zwischen zwei
andere setzen will.
(George Bernard Shaw)
...obwohl, so zwischen den Stühlen lebt es sich erstaunlich gut, da ist nämlich nicht so ein Gedränge!
Und nicht zu vergessen: Versuche doch mal zu entdecken, was Du wirklich siehst?
Gedanken, Gedicht, Spruchkarten
Springe: Bahnhofstraße | Seit einigen Tagen geht mir das folgende wunderschöne Frühlingsgedicht nicht mehr aus dem Kopf:
"Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton:
Frühling, ja du bist's, dich hab' ich vernommen."
Ich weiß nicht, ob ich es ganz richtig wieder gegeben...
Gedicht, Frühlingsgedicht
Ilmenau: Marktplatz | [...]
Wer kennt sich selbst? Wer weiß, was er vermag?
Hat nie der Mutige Verwegnes unternommen?
Und was du tust, sagt erst der andre Tag,
War es zum Schaden oder Frommen.
Ließ nicht Prometheus selbst die reine Himmelsglut
Auf frischen Ton vergötternd niederfließen?
Und konnt er mehr als irdisch Blut
Durch die belebten Adern gießen?
Ich brachte reines Feuer vom Altar;
Was ich entzündet, ist nicht reine Flamme.
Der...
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Es darf wieder einen Sonntag geben,
ein Geschenk der Ewigkeit.
Es war einmal eine Revolution,
als dieser eine Tag in den Abläufen
der Woche zum Ausruhen
geradezu vorgeschrieben wurde.
Zum Glück zwingen lassen
müssen wir Menschen uns.
Und selbst wenn Du der Ansicht bist, Mensch,
dass dieser eine Tag in der Woche" den Kohl nicht fett macht
Dein Körper schreit schon danach, dass Du ihm eine Pause schenkst -
und...
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Springe: Bahnhofstraße | Eines meiner absoluten Lieblingsgedichte aus der Weihnachtszeit ist das wunderbare, kurze Gedicht "Advent" von Rainer Maria Rilke:
Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin - bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der...
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Mein Advent
Grelle Lichter aus Fenster und Türen;
laute Weihnachtsmusik - durcheinander, überall.
Menschen eilen durch prall gefüllte, bunte Geschäfte.
Kein Stern weist ihnen den Weg zu Bethlehems Stall.
Manch einer hadert, schreit und flucht
von Torschlusspanik ergriffen, von Zeitnot gequält.
Noch schnell einen Kranz, ein paar Kerzen, Geschenke...
scheint jetzt das einzige, was zählt.
Gleich nebenan regiert...
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Nikolaus Lenau, (alias: Franz Niembsch)
Herbst
.
Rings ein Verstummen, ein Entfärben:
Wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,
Sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;
Ich liebe dieses milde Sterben.
Von hinnen geht die stille Reise,
Die Zeit der Liebe ist verklungen,
Die Vögel haben ausgesungen,
Und dürre Blätter sinken leise.
Die Vögel zogen nach dem Süden,
Aus dem Verfall des Laubes tauchen
Die Nester, die...
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Die süßesten Früchte
Frau Enterich weihte am grünenden Rain
Ihr jüngstes in alle Geheimnisse ein,
Sie sagte, das Schönste zu fressen, das unsereins hat,
Das ist der Salat.
Das Entelein lauschte und staunte gar sehr,
Es blinzelte frech in der Gegend umher,
Da sah es die süßesten und herrlichsten Kirschen am Baum.
"Mama, pflück' sie für mich", so bat es kläglich
"Mein Kind," sagt die Mama, "das ist...
Gedicht, Lyrik, Poesie, Schlager, Lied, Spruch, Spruchkarten, Peter Alexander
Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang.
Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt.
Dank für die Lieder, Dank für den Morgen,
Dank für das Wort, dem beides entspringt.
Sanft fallen Tropfen, sonnendurchleuchtet.
So lag auf erstem Gras erster Tau.
Dank für die Spuren Gottes im Garten,
grünende Frische, vollkommnes Blau.
Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen,
Glanz, der zu mir aus Eden* aufbricht!
Dank...
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ÜBERALL
Überall ist Wunderland.
Überall ist Leben.
Bei meiner Tante im Strumpfenband
Wie irgendwo daneben.
Überall ist Dunkelheit.
Kinder werden Väter.
Fünf Minuten später
Stirbt sich was für einige Zeit.
Überall ist Ewigkeit.
Wenn du einen Schneck behauchst,
Schrumpft er ins Gehäuse.
Wenn du ihn in Kognak tauchst,
Sieht er weiße Mäuse.
Joachim Ringelnatz
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Hannover: Stadtteilfriedhof Misburg | Ich weiß nicht, wie es anderen geht. Aber je älter ich werde, desto öfter muss ich an meine verstorbenen Eltern denken.
Jetzt am 7. Mai hatten sie ihren 75. Hochzeitstag, und meine Gedanken gingen zurück in die Vergangenheit. Sie hatten ein hartes und auch schönes, langes Leben, welches hauptsächlich durch Arbeit geprägt war. Meine Schwester und ich wurden kurz vor Ausbruch des Krieges geboren, der Vater musste an die Front...
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Springe: Kapelle | DORF IM SCHNEE (Klaus Groth)
Still, wie unterm warmen Dach,
Liegt das Dorf im weißen Schnee;
In den Erlen schläft der Bach,
Unterm Eis der blanke Schnee.
Weiden steh'n im weißen Haar,
Spiegeln sich in starrer Flut;
Alles ruhig, kalt und klar
Wie der Tod der ewig ruht.
Weit, so weit das Auge sieht,
keinen Ton vernimmt das Ohr,
Blau zum blauen Himmel zieht
Sacht der Rauch vom Schnee empor.
Möchte...
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Springe: Abraham | Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
Drängt die Welt nach innen.
Ohne Not geht niemand aus,
Alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
Stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
Träumen Mensch und Erde.
Das Gedicht trägt den Titel
NOVEMBERTAG
geschrieben hat es Christian Morgenstern
Winter, Gedicht, Nebel, Eldagsen/Deister, Gestorf, Christian Morgenstern
Mein lieb` Schwester
Meine Schwester ist so gut,
dass es nur so stauben tut.
Sie sagt, sie kenne Licht und Liebe.
Ach, wenn sie doch nur schweigsam bliebe!
Als ich sie bat, mein Gast zu sein,
war ihre laue Antwort „nein“.
Was sich zeigt im Tageslicht,
verrät der Lippen Wort Gewicht.
Wohl weiß ich, dass des Traumes Welt
uns tückisch fest umklammert hält.
Das verlockend Bild der Illusion
ist dem Erwachten blanker...
Gedicht, Spiritualität
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