Am 3.November ist Feiertag für die Jäger!

 

Jedes Jahr gedenken die Jäger ihres Schutzpatrons –Sankt Hubertus am 3.November.
Neustadt/Hessen- Der Heilige Hubertus ist der Schutzpatron der Jäger. Er steht im Mittelpunkt zahlreicher Messen und Feiern rund um den 3. November, dem Hubertustag.
Prof. Dr. J. Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands, sagte kürzlich in einen Interview:
„Die Legende vom Heiligen Hubertus ist aktueller denn je. Seine Begegnung mit dem Hirsch erinnert uns Jäger,aber auch alle Bürger daran, der Tierwelt mit Respekt zu begegnen. Doch dieser Respekt ist immer weniger spürbar. Bei dem rigorosen Umbau der Wälder nach der Maßgabe „Wald vor Wild“ heiligt leider oft der Zweck jedes Mittel. Das Wild als „Waldschädling“ hat sich unterzuordnen. Nicht anders ist es in der Landwirtschaft. Die Schaffung großflächiger Monokulturen in der Feldflur, raubt dort den Tieren die Lebensgrundlage“.Bei uns hier in Hessen werden die Maischläge für Biogas Anlagen immer größer und unüberschaubarer. Während der Vegetationsperiode zuerst Rabs und danach der Mais, ist die Deckung und das Nahrungsangebot sehr üppig für unser Wild. Nach der Ernte aber? Manchmal über Nacht , aber viel öfter in wenigen Stunden alles weg. Hase , was nun?
Hecke als Zufluchtsort, falls noch welche vorhanden sind, währe die Rettung.
Die angestammten Lebensräume gehen immer mehr verloren, bleibt unser heimisches Wild auf der Strecke. Eine fatale Entwicklung die wir, nicht nur die Jäger stillschweigend hinnehmen können und dürfen! Jäger sind zur Hege verpflichtet und wollen die Schöpfung für die nächste Generation bewahren. Das können wir Jäger aber nicht alleine. Wir brauchen die Hilfe und Unterstützung von allen. Landwirt, Jäger, Naturschützer müssen alle an einem Strang ziehen!
Seit dem 17. Jahrhundert verehren die Jäger den Heiligen Hubertus als ihren Schutzpatron. Nach der Legende begegnete Hubertus, der spätere Bischof von Lüttich, auf der Jagd in den Ardennen ein weißer Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz zwischen den Geweihstangen. Der Ritter wurde durch diese Begegnung zum christlichen Lebenswandel bekehrt. Der wilde und zügellose Mann, wandelte sich zu einem Jäger, für den die Waidgerechtigkeit zählt. Was ist eigentlich Waidgerecht? Im Wörterbuch der Jägerei v. W.Frevert steht:“ Waidgerecht nennt man alles was streng den Regeln, Sitten und Bräuchen des Waidwerkes entspricht“. Waidwerk ist der Inbegriff der Jagd und alles was dazu gehört.
Der Heilige Hubertus steht für die Verantwortung des Menschen für, die ihm anvertraute Schöpfung und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und deren Ressourcen. Jäger schützen, hegen und jagen aus Freude und Leidenschaft und aus Liebe zur Natur und zum Wild. Das alles findet nach den strengen Kriterien der Nachhaltigkeit statt, die in den Landes- und im Bundesjagdgesetz verankert sind und von den Jagdbehörden kontrolliert werden.
DJV 11/2011 Peter Glinski
Vorsitzender Hegegemeinschaft MR.III.-Ostkreis

Bild 1. Hasen, trotz fast null Bejagung seltenes Wild in unserer Flurlandschaft.- DJV-Archiv
Bild 2. Rothirsch, unser König der Wälder bei uns nur selten zu sehnen! (DJV-Archiv)

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