Niemals allein - wir gehen Hand in Hand!

von Vivian Thürnau aus Neustadt am Rübenberge | am 21.02.2010 | 285 mal gelesen | 4 Kommentare | 0 Bildkommentare | 1 Bild
Ein Bild aus Zeiten des Zusammenhalts.

Es gibt wohl kaum ein Thema, das in den letzten Wochen häufiger diskutiert wurde als unsere Roten und ihr erbitterter, mittlerweile verzweifelter Kampf gegen den drohenden Abstieg in die zweite Liga. Die Fangemeinde ist gespalten: Während die einen ihrer Mannschaft konsequent den Rücken stärken und Aufmunterungsgesänge à la „Marmor, Stein und Eisen bricht“ anstimmen, verbrennen die anderen ihre Dauerkarten, pfeifen die Spieler aus und weigern sich, Hannovers Spiele zu verfolgen - egal ob vor dem Fernseher oder live im Stadion.
Natürlich ist es nachvollziehbar, dass sich nach so vielen Pleiten in Folge ein gewisser Frust angestaut hat, doch kann man sich wirklich „Fan“ nennen, wenn man ihm auf diese Weise Luft macht? Beteuern viele derer, die 96 momentan den Rücken zuwenden, nicht jedes Mal im Stadion, dass sie „dabei sind, egal ob’s regnet oder schneit, nicht nur an guten Tagen, wenn die Sonne scheint“, wenn sie ihre Schals in die Luft recken und ihre 96-Zugehörigkeit durch das Singen der Club-Hymne bekunden? Bei den meisten scheint dies ein leeres Versprechen zu sein, wenn man sich vor Augen führt, was derzeit im und um das Stadion herum abläuft. In guten Zeiten Fan zu sein ist sicherlich einfach, doch letztendlich zeichnet man sich doch erst als ein solcher aus, wenn man auch in schweren und aussichtslosen Situationen zu seiner Mannschaft hält, anstatt sie geradewegs mit Füßen zu treten.
„Mehr Fairness im Fußball“ war nach dem Tod Enkes ein großes Anliegen vieler Leute, doch gute drei Monate später passiert schon wieder genau das Gegenteil. Vermutlich machen sich die so genannten „Fans“ keinerlei Gedanken darüber, was sie durch die ständigen Buh-Rufe und Pfiffe in den Köpfen „ihrer“ Mannschaft anrichten. Als würde nicht ohnehin schon genügend Druck auf den Schultern unserer Roten lasten, werden sie nun auch noch von den Leuten degradiert, von denen sie gewöhnlich - wenn die Zeiten eben gut sind - mit Zuneigungsbekundungen nur so überhäuft werden. Welcher Leistungsdruck baut sich wohl in einem Spieler auf, wenn er bei jedem Fehlpass und jedem Torschuss, der den Kasten verfehlt, fürchten muss, ausgepfiffen zu werden? So viel also zur Fairness!
Vor allem in dieser schweren Zeit sollten wir zu unserem Team halten und ihm die Sicherheit geben, dass es auf unsere Unterstützung bauen kann, auch wenn die Aussichten momentan alles andere als rosig sind. Denn nur gemeinsam können wir schaffen, was zur Zeit leider relativ unwahrscheinlich erscheint: den Klassenerhalt.

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4 Kommentare zum Beitrag
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Peter Taubald aus Burgdorf am 21.02.2010 um 21:23 Uhr  
90
Vivian Thürnau aus Neustadt am Rübenberge am 22.02.2010 um 16:02 Uhr  
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Andreas Reuter aus Garbsen am 22.02.2010 um 19:43 Uhr  
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Giuliano Micheli aus Garbsen am 21.02.2011 um 11:22 Uhr  
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