Kajaktour von Neustadt/Rbge. bis nach Hülsen (Aller)

An der Leine in Neustadt am Rübenberge
 
Kurz vor der Abfahrt in den Leinewiesen
Neustadt am Rübenberge: Leinewiesen | Start war am 22.04.2015, 10:30 Uhr in Neustadt/Rbge. am Leineufer gegenüber dem Strandbad. Dort gibt es eine gute Einlassmöglichkeit am allerdings sehr schlammigen Ufer. Meine Frau brachte mich mit dem Auto direkt bis ans Wasser. Jetzt wurde es spannend. Passen alle Reiseutensilien in das Kajak? Eigentlich war die Reise bis an die Elbe geplant und so hatte ich die gesamten Lebensmittel und die Kleidung mengenmäßig darauf ausgerichtet.

Nach einigem hin- und her packen war alles verstaut; auch ich hatte noch Platz und stieg ein. Die mit Uferschlamm bedeckten Füße habe ich mir gleich gewaschen und die Strömung trug mich flussabwärts.

Bei dem Kajak handelt es sich um ein Seekajak der Marke Current Design Kestrel 160 r mit Fusssteuerung, das ich vor einigen Jahren bei der Fa. Helmi Sport erworben habe. Ein sehr schnelles, gut steuerbares und gutmütiges Kajak. Incl. der Strömung von ca. 4 - 5 km/h erreichte ich auf der leine eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 9 - 10 km/Std., so dass ich bereits am späten Nachmittag den Einfluss der Leine in die Aller erreichte.

Die Strecke bis dahin ist sehr kurvenreich. Durch den sehr niedrigen Wasserstand der Leine ist ein Blick in die Landschaft nur sehr eingeschränkt möglich. Einige Ortschaften konnte ich aufgrund interessanter Gebäude und Kirchen sehr gut identifizieren, so z. B. Basse mit der fast direkt am Ufer liegenden Kirche und der großen linksseitigen Sandbank in der Leine.

Die Mündung in die Aller ist unspektakulär, außer dass die Aller mit dem Wasser der Leine deutlich breiter ist als die Leine.

Um 18:30 Uhr legte ich an einer geeigneten Stelle an und baute dort mein Nachlager auf. Erst jetzt stellte ich fest, dass ich trotz sorgfältiger Prüfung meine Gaskartuschen zuhause vergessen hatte. Wie einfach wäre das Essen zubereiten doch gewesen.

Jetzt war Lagerfeuer machen angesagt. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Es wurde langsam kalt, in 1 1/2 Std. würde es dunkel sein und außer einer keines Baumgruppe war hier nur Gras zu sehen. Trotzdem gelang es mir, ein Feuer zu entzünden und darauf mein Fleisch zu braten sowie das Teewasser zu kochen. Das hatte ich mir eigentlich anders gedacht. Aber ich wurde satt und verschwand dann schnell in meinem kleinen Ein-Personen-Zelt (Gossamer).

Enttäuscht war ich von meinem Schlafsack, der lt. Werbung und Etikett für eine Wohlfühltemperatur noch bei - 3 Grad C sorgen sollte. Leider war dem nicht so und ich wurde wegen der recht kühlen Füße mehrmals wach. Andererseits war es auch gut so, dass ich diesen Schlafsack jetzt getestet hatte, denn ich wollte diesen eigentlich zu meiner Herbstreise nach Kanada/Yukon mitnehmen. Jetzt werde ich wieder den alt bewährten Schlafsack einpacken. Fazit: Der Werbung sollte man nicht unbedingt vertrauen.

Um 07:00 Uhr war die Nacht vorbei und ich schaute erwartungsvoll aus dem Zelt. Die Sonne sollte heute lt. Wetterbericht scheinen. Aber überall hingen Wassertropfen auf den Pflanzen und dichter Nebel schwebte über der Aller. Da ich auch kein Feuerholz mehr hatte, begnügte ich mich zum Frühstück mit einem Apfel und einem Müsliriegel, packte alles zusammen und war um 08:15 Uhr wieder auf dem Fluss.

Am Ufer begleiteten mich die Kilometrierungen mit Angaben zu jeder 100 m zurückgelegten Strecke. An manchen Stellen verläuft die Aller mehr als 1 km geradeaus und mir wehte ein teilweise sehr starker Gegenwind entgegen .... und für den kommenden Samstag / Sonntag war Regen angesagt.

Während der gesamten Fahrt kamen mir nur zwei Motorboote entgegen, Abwechslung gab es kaum. Auch wenn meine Durchschnittsgeschwindigkeit noch bei 9 km / Std. lag, wurden die km einfach nicht weniger. ........ und es war mir sehr langweilig. Letzteres war dann auch der Grund, die Tour abzubrechen, zumal bis 13:00 Uhr immer noch keine Sonne zu sehen war.

Nach einer kurzen Rast am Steg bei der Mühle in Rethem/Aller entschied ich mich für die Beendigung meiner Tour, rief meine Frau an, um mich dann vom nächsten geeigneten Anlegeplatz abzuholen. Die Fahrt endete dann in Hülsen.

Fazit:
Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, ziehe ich es eigentlich durch. Aber dieses Mal hatte ich mich anders entschieden. Im Nachhinein auch gut so. Es führten mehrere Faktoren zur Tourbeendigung, im Wesentlichen aber die für mich langweilige Strecke. Einige Bilder habe ich mitgebracht und füge sie diesem Bericht bei.

Tourlänge insgesamt: 85 km
Fahrzeit Tag 1: 10:30 Uhr bis 18:30 Uhr (Pause 35 Min.) rd. 60 km
Fahrzeit Tag 2: 08:15 Uhr bis 13:00 Uhr (viele kleine Pausen) rd. 25 km


Klaus
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