Es schien, als brannten auch Kerzen im Himmel über Eilvese für Robert Enke
Wir wissen, Du wurdest gut aufgenommen.
Schöne Bilder zu so einem traurigen Anlass.
Ein Anlaufpunkt für Fans aus ganz Deutschland ( den Autoschildern nach zu urteilen )
Trauer, Wut, Ohnmacht, ja aber
jahrelang wurde das Thema "Depression" in der Presse und der Öffentlichkeit nicht beachtet ja, totgeschwiegen. Ca. 9000 Selbsttötungen gibt es im Jahr in der Bundesrepublik. 40 - 70% führen auf Depressionen zurück.
Unser Nationaltorwart ist nun einer davon - sicher sehr tragisch.
Ich will kein Verständnis erwirken, aber meinen Freunden aufzeigen, dass ich weiß von was ich rede:
Ich leide seit 14 Jahren permanent an Depressionen und bin bis heute noch Patient im Bezirkskrankenhaus Augsburg anhängig. Viele Wochen Verhaltenstherapie, Medikamente bis heute. Beruf, öffentliche Ämter wie Stadtrat und Freundschaften u.v.m. blieben auf der Strecke.
Nun meine Kritik: Was mit dem tragischen Tod von Torwart Enke derzeit geschieht, ist wieder einmal ein fast "kommerzieller" Medienrummel, der an der Sache vorbei geht. Es war ja auch bei Deissler ähnlich. Er hatte es aber geschafft, so wie ich.
Ich meine die heimtückische Krankheit "Depression" müsste längst seriös und permanent in den Öffentlichkeit aufgearbeitet werden. Die Dunkelziffer der Erkrankten und Gefährdeten in Deutschland ist sehr hoch und geht in die Millionen.
Etwas sarkastisch formuliert: "Über Schweinegrippe wissen wir mittlerweile alles - über Depressionen noch sehr wenig"
Ich hoffe nur, der Tod von Torwart Enke war nicht umsonst - auch ich trauere um ihn - und wir alle, Medien und Öffentlichkeit, wurden wachgerüttelt.
Willi
Nein sicher nicht - aber den vielen Menschen, welche auch diese Krankheit haben - muß geholfen werden.
Und deshalb ist ganz einfach Aufklärung notwendig - und dies war sicher schon in Robert Enkes Sinne. Für ihn war es leider zu spät.
Herzlichen Gruß
Willi
Im übrigen ist "Depression" keine neu Volkskrankheit. Sie wurde bloß lange Jahre nicht beachtet, manchmal belächelt und oft totgeschwiegen. Gottseidank nimmt man sie heute ernst und geht mit ihr und den Patienten sorgsam um.






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