Bahnhof Eilvese - Ein Ort der Trauer für Robert Enke Fans
Eilvese: Robert Enke | Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht ...
...so steht es heute in der Traueranzeige von Robert Enke.
Es ist ein trauriger Vorfall, was mich aber sehr stört: keiner denkt an den betroffenen Lokführer. Wie wird der es verarbeiten, dass er einen Menschen zu Tode gebracht hat, auch wenn er nicht die geringste Chance hatte diesen Unfall zu verhindern? ...
@ Bernhard - du hast Recht - bei aller Trauer und Mitgefühl für Familie Enke sollte man auch an die Lokführer denken. Im Schnitt trifft es laut Statistik jeden Lokführer 2 x bis zur Rente. http://www.gdl.de/redaktionssystem/sitecontrol.php...
Jeden Tag sterben Menschen auf verschiedenster Weise. Nur weil es ein Promineter war, wird da so eine Große Nummer von gemacht.
Ich denke auch an die von Schicksalschlägen betroffene Familie, dennoch ist es ein EGOISTISCHER Todesweg von Enke gewesen!!
1. Er hinterlässt seine Frau und seine adoptiv Tochter (was ich am schlimmsten finde)
2. Er hat das Leben des Lokführers gefährdert und verändert, so dass er psychologisch betreut werden muss und sich evtl auch das Leben nehmen könnte weil er damit nicht klar kommt.
3. Die Meschen, die in dem Zug gesessen haben, müssen teilweise auch betreut werden
und
4. Die Einsatzkräfte, die seine Überreste einsammeln durften , müssen auch betreut werden , können Nachts vielleicht nicht mehr schlafen weil sie die Bilder nicht aus dem Kopf bekommen.
Aber da wird ja immer nicht dran gedacht, sowas ist selbstverständlich, es schmeisst sich jemand vor den Zug und Schwup di Wup Feuerwehr und Polizei kommen schon, das ja deren Job mit soetwas umzugehen.
Meine Meinung ist EGAL ob Promi oder nicht, vorn Zug schmeißen ist EGOISTISCH !!!!!!!!
Man kann sich auch auf andere Art und weise den Freitod geben.
So das musste endlich mal raus, schönes WE
Flo
@ Flo korrekt ich habe sowas ähnliches auch schon in anderen Forun geäussert!
Beileid der Familie, Amgehörigen, Kollegen, Beteitigten und den Einsatzkräften!
in Gedanken!
Flo, im Grunde bin ich auch deiner Meinung mit allem was du gesagt hast. Nur, wer sich das Leben nimmt, ist wohl nicht her seiner Sinne. Ich denke mal das da in gewisser Weise der Verstand aussetzt. In der Ausnahme Situation, denkt man nicht an die Konsequenzen die all das mit sich bringt.
Was ich im Moment als sehr schlimm empfinde ist die Presse. Sollen sie die Familie doch in Ruhe lassen. Die Frau von Robert Enke ist doch extra an die Presse gegangen und hat alles gesagt was zu sagen war. Das war schwer genug in ihrer Situation.
LG Käthe
Trauer, Wut, Ohnmacht, ja aber
jahrelang wurde das Thema "Depression" in der Presse und der Öffentlichkeit nicht beachtet ja, totgeschwiegen. Ca. 9000 Selbsttötungen gibt es im Jahr in der Bundesrepublik. 40 - 70% führen auf Depressionen zurück.
Unser Nationaltorwart ist nun einer davon - sicher sehr tragisch.
Ich will kein Verständnis erwirken, aber meinen Freunden aufzeigen, dass ich weiß von was ich rede:
Ich leide seit 14 Jahren permanent an Depressionen und bin bis heute noch Patient im Bezirkskrankenhaus Augsburg anhängig. Viele Wochen Verhaltenstherapie, Medikamente bis heute. Beruf, öffentliche Ämter wie Stadtrat und Freundschaften u.v.m. blieben auf der Strecke.
Nun meine Kritik: Was mit dem tragischen Tod von Torwart Enke derzeit geschieht, ist wieder einmal ein fast "kommerzieller" Medienrummel, der an der Sache vorbei geht. Es war ja auch bei Deissler ähnlich. Er hatte es aber geschafft, so wie ich.
Ich meine die heimtückische Krankheit "Depression" müsste längst seriös und permanent in den Öffentlichkeit aufgearbeitet werden. Die Dunkelziffer der Erkrankten und Gefährdeten in Deutschland ist sehr hoch und geht in die Millionen.
Etwas sarkastisch formuliert: "Über Schweinegrippe wissen wir mittlerweile alles - über Depressionen noch sehr wenig"
Ich hoffe nur, der Tod von Torwart Enke war nicht umsonst - auch ich trauere um ihn - und wir alle, Medien und Öffentlichkeit, wurden wachgerüttelt.
Willi
Wilfried Bauer, du sprichst mir aus dem Herzen.
LG Käthe
@ Florian wenn die "große Nummer" hilft, das Bewusstsein vieler Menschen zu öffnen und sich über Depressivkranke und alle Menschen, die irgendwie "anders" sind als die übrigen Gedanken zu machen, dann hat sie einen Sinn gehabt.
Als ich heute die HAZ aufgeschlagen habe, musste ich auch einen Moment inne halten. In fast jedem Ressort stand etwas über ihn. Er war bestimmt für einige ein Vorbild, vorallem für Kinder, aber zu dem, was jetzt passiert, Fehlen mir die Worte.
Gruß
Ich habe zu solchen Medienfressen die gleiche Meinung wie Florian. Ob nun "Herr seiner Sinne" oder nicht - Suizid ist und bleibt eine sehr egoistische Handlung. Um was trauern diese vielen Menschen eigentlich? Hat vor dem Tod Enkes jemand hier über Depressionen ein Wort verloren? Lasst ihn in Frieden ruhen und geht nach Hause. Bitte.
Wilfried, Danke für Deine offenen Worte, Du weißt von was Du redest, weil Du von dieser Krankheit selbst betroffen bist und aus Erfahrung schreibst.
Bei aller "Trauer",, die ich für die Familie empfinde - aber DER Medienrummel ist NICHT angemessen! Hier werden definitiv die OPFER vergessen!
Medienrummel und Krokotränen stören mich auch!
Aber...
Wir handeln alle egoistisch!
Das ist unsere Natur!
Diese Eigenschaft hält uns am Leben.
Wer sich umbringt, handelt grad nicht egoistisch.




Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .