Parkmisere am Bahnhof: Stadt Neustadt schafft ab April testweise 100 gebührenpflichtige Parkplätze

Neustadt am Rübenberge: Bahnhof |

Die aktuelle Parkmisere auf dem Vorplatz des Neustädter Bahnhofes soll bald ein Ende haben: Testweise für acht Wochen wird die Stadt ab Anfang April rund 100 gebührenpflichtige Parkplätze auf der derzeit vieldiskutierten, von einem Erdwall umgebenen Brachfläche einrichten, die dann von der Wunstorfer Straße aus angesteuert werden können. Das kündigte Neustadts Bürgermeister Uwe Sternbeck bei der jüngsten Sitzung des Stadtrats an.

Diese Lösung sei das Ergebnis eines Gesprächs aller Beteiligten von Polizei, städtischen Wirtschaftsbetrieben, Stadt und Region in dieser Woche. Nur durch Rechtsabbiegen von der Wunstorfer Straße aus sollen Autofahrer den neuen Behelfsparkplatz erreichen können, damit sie weder der Busverkehr von und zum Zentralen Omnisbusbahnhof (ZOB) noch den Durchgangsverkehr behindern. Ebenfalls nur durch Rechtsabbiegen können sie die Parkfläche wieder verlassen.

Nach der Testphase wird dann entschieden, ob der neue Behelfsparkplatz in dieser Form für maximal zwei Jahre erhalten bleibt oder noch eine andere Möglichkeit gesucht werden muss, bis auf dem Gelände der Wirtschaftsbetriebe ein Neubau mit integrierten Parkhaus entsteht.


Einvernehmliche Lösung mit Bauverein?


„Auch um mehr Park & Ride-Stellflächen für Fahrzeuge von Berufspendlern auf der Westseite des Bahnhofes bemüht sich die Stadt weiter“, erklärte der Bürgermeister auf Anfrage von myheimat.de. Unter anderem solle bei einem geplanten Gespräch mit dem Bauverein Neustadt geklärt werden, ob nicht doch ein von der Stadt favorisierter Behelfsparkplatz einvernehmlich realisiert werden könnte.

Wie berichtet, hatte der Bauverein als Anlieger durchaus jenem zusätzlichen Behelfsparkplatz zugestimmt, wenn er befristet eingerichtet, mit Schallschutz versehen und bei Baubedarf der Genossenschaft wieder zurückgebaut würde. Auf diesen Vorschlag ging seinerzeit jedoch die städtische Bauverwaltung mit ihrem damaligen, inzwischen abgewählten Baudezernenten Dr. Jörg Windmann (SPD) nicht ein und versuchte, ihr Vorhaben durchsetzen. Mit Erfolg wehrte sich der Bauverein dagegen vor Gericht: Da der Bebauungsplan für das Areal auch eine Wohnbebauung vorsieht, durfte die Wohnungsgenossenschaft auch Bedingungen für die Zustimmung zum Behelfsparkplatz stellen, entschieden Richter.
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 03.03.2016 | 22:28  
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