Militärflughafen Wunstorf und Ausbildung an den Berufsbildenden Schulen Neustadt (BBS) !
Bei Gesprächen mit Beschäftigten des Militärflughafens Wunstorf, in denen eine Gegenposition zum Flugbetrieb eingenommen wird, kommt sofort das Argument: Trotz Tätigkeit an den BBS Neustadt, hätten Sie ja nicht in der Nähe wohnen bzw. bauen brauchen. Der Militärflughafen Wunstorf war früher da. Hier wird inzwischen folgender Sachverhalt vollständig verdrängt:
1. Hannover/Wunstorf ist nach der Wiedervereinigung nicht mehr Randlage, sondern liegt mitten in Deutschland.
2. Der Großraum Hannover/Wunstorf bietet auch ohne den Militärflughafen Wunstorf genügend andere Arbeitsplätze z.B. in der Logistik.
3. Es gibt einen zivilen Flughafen Langenhagen, in der Nähe. Ein manchmal merkwürdiger Anblick: Airbus beim Start- oder Landeanflug etwas höher, darunter kreisenden Transall.
4. Im Naturschutzgebiet Steinhuder-Meer sind oft Besucher überrascht, dass hier noch Militärflugzeugbetrieb vorhanden ist.
5. Bei Verlegung in ein wirtschaftlich schwaches Gebiet in Randlage z.B. aufgegebener Oststützpunkt, wäre es auch für die Ausbildung zum Fluggerätmechaniker/in, bisher in Neustadt, kein großes Problem, da viele Auszubildende von außerhalb kommen.
6. Einsparung des verbesserten Lärmschutzes für die A 400 M mit all seinen Rechtsfragen und Verfahren. Schon bei der Transall wird folgendermaßen argumentiert: Wir brauchen Start- und Landeübungen, auch nachts, und damit lärmenden Flugbetrieb über den Dörfern. Wir wollen schließlich sicher in den Krisengebieten z.B. Afghanistan oder Somalia landen, als wenn dort eine so dichte Bebauung wie hier vorhanden wäre.
7. Ist die Bereitschaft der Beschäftigten in der Verwaltung, im aktiven Dienst und der Ausbildung groß genug, auch einmal den Arbeisplatz zu wechseln? Ich habe während meines Arbeitslebens viermal ein anderes Bundesland kennengelernt. Deutschland hat schöne Gebiete mit freundlichen Menschen.
Für die BBS Neustadt war es darum logisch, dass die Ausbildung der Vulkaniseure/innen und Reifenmechaniker/innen nach Burgdorf verlegt wurde. Die Auszubildenden kommen aus verschiedenen Regionen. Sie werden in Zeitblöcken unterrichtet. Außerdem sind bei Bedarf die Quatiere dort preiswerter. Auch war es richtig, die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker/innen mit Schwerpunkt Nutzfahrzeuge in Burgdorf anzubieten, es erforderte einen Werkstattneubau. Warum wurden aber unter der Schulleitung Bernhard Marsch so viele andere handwerkliche Berufe hergegeben, zum Teil nach Hannover? Dazu gehörten auch die Berufsschultage der Bankkaufleute, Kaufleute im Groß- und Außenhandel, Rechtsanwalt- und Notargehilfen/innen und Industriekaufleute.
Dipl.Ing. Eckart Wirbals, Neustadt

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