Plötzlich macht eine Zeitung neugierig auf ein Land

Oberflächlich betrachtet fällt nicht auf das die Zeitung aus Afrika stammt
 
Hier binich stutzig geworden

Am 24. Jan. 2009 bin ich später dran als sonst, die Kollegen sind mit ihrem Frühstück schon durch. Auf dem Tisch liegt eine Zeitung (Allgemeine Zeitung), eine Zeitung im gleichen Format wie die Leine-Zeitung. Nichts ungewöhnliches, Kollegen bringen öfter lokale Blätter aus ihrer Region mit.

Ich überfliege gedankenverloren die Schlagzeilen:
Hafen wächst; Verkehrsopfer; Spritpreise sinken wieder; und Nächtliche Razzia; alles „ganz Normal“. Unten links Der Spruch: Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur drin zurechtfinden. Von Albert Einstein
Darüber Das Wetter: Teils bewölkt und heiß mit vereinzelten Niederschlägen im Nordosten.
Sehr warm im Süden. ???
Mein erster Gedanke, die Zeitung muss lange in irgendeinem Spint gelegen haben!
Ich schaue aufs Datum, 9. Januar 2009. Doch relativ Aktuell!
Dann des Rätsels Lösung, in fetten Buchstaben unter dem Namen der Zeitung.
Älteste Tageszeitung Namibias – Nachrichten von A bis Z auf gut Deutsch

Nun ist mir alles klar. Einer meiner Kollegen der seit 1987 jedes Jahr seinen Jahresurlaub dort verbringt hatte die Zeitung bei der Abreise am Bahnhof in Windhoek (Windhuk) gekauft und später mit zur Arbeit gebracht. Bisher wurde meine Neugier mit kurzen Reiseberichten von meinem Kollegen schnell befriedigt.
Aber nun halte ich eine Afrikanische Zeitung in der Hand und alle Artikel sind in deutscher Sprache geschrieben.
Plötzlich taucht eine Frage nach der Nächsten auf.
Deutschsprachige Zeitung in Afrika?
Wie groß ist die Deutschsprachige Leserschaft?
Deutsche Kolonie, wie lange ist dass her?
Fragen über Fragen nur weil man eine Zeitung in die Hand bekommt!
Meine Neugier ist geweckt, und ich nehme die Zeitung mit nach hause.

Die Zeitung wurde im Juli 1916 unter dem Namen „Der Kriegsbote“ gegründet. (Ein Jahr nach Ende der deutschen Kolonialzeit) Am 01. August 1919 änderte man den Namen in „Allgemeine Zeitung“ der bis heute Bestand hat. Im Juli 2006 feierte die Zeitung ihr 90-jahriges Bestehen.
Die Tagesauflage wechselt zwischen ca. 5300 Montag bis Donnerstag und ca.6200 am Freitag. Der Preis der Zeitung ist 3,00 N$ (Namibische Dollar) das sind ca. 0,85€.
Man kann die Zeitung auch im Internet besuchen.
http://www.az.com.na/

Das Land ist extrem dünn besiedelt. Es leben ca. 1,8 Mio. Menschen in Namibia, auf jeden km² kommen weniger als 2,4 Einwohner. Zum Vergleich in Deutschland sind es 231 Einwohner pro km².
Die meisten der 22000 hier lebenden Deutsch-Namibier sind Nachfahren Deutscher aus der Kolonialzeit aber auch Auswanderer die erst relativ kurze Zeit in Namibia leben und von den Namibiern zwecks Unterscheidung „Deutschländer“ (Deutsche aus Deutschland) genannt werden.

Deutschländer möchte mein Kollege mit Eintritt in die Rente auch werden. Dann wird er in sein kleines Häuschen nach Namibia ziehe und mit vielen Freunden dort seinen Lebensabend verbringen.
„Die Leute sind sehr nett dort“, sagt er und kommt ins schwärmen wenn man ihn nach Namibia fragt.

Meine Neugier ist noch nicht gestillt und ich werde noch das Ein oder Andere über Namibia lesen. Und vielleicht habe ich auch bei dem Einen oder Anderen Leser etwas Neugier geweckt.

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19 Kommentare zum Beitrag
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Harry Lohmann aus Neustadt am Rübenberge am 28.01.2009 um 15:27 Uhr  
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Harald Ladwig aus Neustadt am Rübenberge am 28.01.2009 um 17:28 Uhr  
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Harald Ladwig aus Neustadt am Rübenberge am 29.01.2009 um 13:58 Uhr  
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Helmut Metzner aus Wunstorf am 29.01.2009 um 21:54 Uhr  
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chris gunga aus Neustadt am Rübenberge am 01.02.2009 um 08:49 Uhr  
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