Neustadt: NABU Geschäftsstelle | Am kommenden Samstag, 29.01.2011, - 9:00 - ca. 14.00 Uhr,
wird der NABU Neustadt e. V.,wie in jedem Jahr die Reptilienlebensräume am Nordrand der Toten Moores von Faulbaum, Birke und Kiefer befreien. Jede helfende Hand ist willkommen (auch Nichtmitglieder). Eine rechtzeitige Anmeldung ist erwünscht, aber nicht Pflicht,damit für genügend Verpflegung gesorgt werden kann. Tel: 05072-92050 oder 0172 44 74 299 und 05032-967750.
Arbeitsmaterial ist vorhanden. Wer will kann aber seine Astschere mitbringen.
Wetterfeste Kleidung wird empfohlen.
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Birken- und Kiefernbruchwälder sind aber auch Biotope...
Der Faulbaum auch - z.B. für Zitronenfalter oder den Faulbaumbläuling...
Nur mal laut gedacht...
> "aber nicht gut zum Aufwärmen von Amphibien / Reptilien zuviel Bäume und Büsche spenden einfach Schatten"
Stimmt sicher.
Ist ja auch ok, wenn jemand für seine Lieblingstiere/-pflanzen entsprechenden Lebensraum schaffen möchte. Aber ich komme halt immer ins Grübeln, wenn sozusagen im Namen des Naturschutzes Natur vernichtet werden soll zugunsten der Lieblinge. Insofern wirken solche Maßnahmen immer eher wie Parkpflege und nicht wie Naturschutz ;)
Soll kein Vorwurf sein - der Widerspruch (den ich früher selbst auch übersehen habe) regt halt nur immer zum Grübeln ein ;)
...im Namen des Naturschutzes Natur vernichtet ...
... Parkpflege und nicht wie Naturschutz ...
In diesem speziellen Fall handelt es sich auch eher um Artenschutz.
Da in diesen Bereichen industrielle Abtorfung statt findet, sind die Lebensräume doch sehr eingeschränkt. Und durch das Trockenlegen sind die Lebensräume, der - noch vorhandenen - Reptilien, sehr stark durch Verbuschung bedroht. Durch invasive Ausbreitung des Faulbaumes und das partielle Entfernen von Faulbaum, Traubenkirsche und Birke kann hier nicht von Vernichtung der Natur gesprochen werden! Wir vom NABU - Fachbereich Amphibien und Reptilien haben keine Scheuklappen auf! Durch Erfahrungsaustausch zwischen den Fachbereichen ist das Risiko, durch Pflegemaßnahmen, andere Lebensräume zu zerstören sehr gering.
Werden die Pflegemaßnahmen nicht durchgeführt, sind die vorhandenen Lebensräume in 3 Jahren (spätestens) verloren.
Und es ist ja auch ok, wenn Biotope geschaffen werden - aber es werden dafür halt andere Biotope beseitigt und Lebewesen (pflanzl./tier.) vernichtet/vertrieben.
Das werden sie im Prinzip immer, wenn der Mensch agiert - ob nun Moore durch Torfabbau verschwinden oder Bäume für Reptilien vernichtet werden.
Es ist halt Ansichts- und Geschmackssache. So ist Verbuschung und Bewaldung ein völlig natürlicher Vorgang in der Natur und halt keine Bedrohung.
> "Wir vom NABU - Fachbereich Amphibien und Reptilien haben keine Scheuklappen auf!"
Aber Vorlieben. Und deshalb müssen z.B. Faulbaum und die Wesen, die mit/durch ihn leben vernichtet werden, weil euch eure Lieblingstiere halt lieber sind, als z.B. die erwähnten Falter und künstlich waldfrei gehaltenes Gelände euch lieber ist, als Wald.
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