Würzburg ist eine Reise wert
Erlebnisreiche Tage verbrachte die Wandergruppe des TSV Bordenau in Würzburg. Die Stadt am Main war im Januar als Ziel des diesjährigen gemeinsamen Wochenendes festgelegt worden. Die Organisation lag wie immer in den bewährten Händen von Wanderwart Karl Bähre und seinem Team.
Würzburg hat eine über 1300jährige Geschichte, das lässt sich auch an vielen imposanten Bauten ablesen, die z.B. vom berühmten Architekten Balthasar Neumann entworfen wurden. Die Stadt erlebte einen verheerenden Luftangriff im März 1945 und wurde durch einen heftigen Luftangriff zu 90 % zerstört. Der Wiederaufbau dauerte über 25 Jahre – fast alles konnte wiederhergestellt werden. Diese und andere Details bekam die Gruppe gleich nach der Ankunft bei einer Stadtführung erklärt. Der Dom St. Kilian, die Marienkapelle (eine Bürgerkirche), das Juliushospital – Bauwerke aus verschiedenen Stilepochen - all dies wusste die Bordenauer zu beeindrucken. Das Hospital beherbergt außerdem einen Weinkeller mit über 220 Fässern vom eigenen Weinberg. Schließlich ist Würzburg in Unterfranken und damit Heimat von Bocksbeutel und Co. Eine kleine Kostprobe war bei der Besichtigung natürlich inklusive.
Nach diesem ersten Tag war Erholung im Biergarten bei lauen Temperaturen angesagt. Schließlich stand am nächsten Morgen der Aufstieg zur Festung Marienberg an. Hoch über der Stadt gelegen, findet man der ursprünglich als Burg ausgelegten Anlage alle möglichen Umbauten in Barock, Rokoko und anderes mehr. Die Schweden haben sie während des 30jährigen Krieges erobern können – hier residierten mehrere Jahrhunderte die Fürstbischöfe. Der Klerus wusste schon immer sich aussichtsreich niederzulassen, von dort oben hat man einen tollen Blick auf Stadt und Land. Und auch auf ein Weltkulturerbe: die Residenz. Eines der bedeutendsten Schlösser Europas – ein Gemisch aus Barock und Rokoko. Der toll angelegte Hofgarten lud nach den vielen Informationen zur wohltuenden Pause ein, der sich nach dem Aufenthalt in der Vergangenheit ein Besuch in dem einen oder anderen Eiscafe anschloss.
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Sommerseite, auch am Sonntag kletterte das Thermometer unaufhörlich nach oben. Eine Schifffahrt auf dem Main führte nach Veitshöchheim - der kleine Ort hat ein Schloss und einen der schönsten Rokokogärten Europas zu bieten. Bei Temperaturen um 30 Grad hielten sich die Bordenauer aber lieber unter den schattigen Bäumen als an Brunnen und Beeten auf. Dennoch ein schöner Abschluss eines vielfältigen Wochenendes in einer geschichtsträchtigen Stadt.





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