Siedlergemeinschaft auf den Spuren der Welfen

Marienburg - Das Märchenschloss der Welfen

"Warum in die Ferne schweifen" fragten sich 25 Mitglieder und Freunde der Siedlergemeinschaft Neustadt und machten sich auf den Weg zur Marienburg, einem der bedeutendsten neugotischen Baudenkmäler in Deutschland. Mit dem Zug nach Hannover und von dort mit dem Bus gelangte die Besuchergruppe bis direkt vor das Schloss. Schon von weitem war das imposante Gebäude auf dem "Marien- berg", den König Georg V. seiner Frau zu ihrem 39. Geburtstag vermacht hatte und auf dem ein Sommerschloss für die Familie erbaut werden sollte, zu sehen.

Das Schloss wurde in der Zeit von 1858 - 1867 erbaut. Der König selbst konnte keinen Einfluss auf den Bau und die Gestaltung der Räume ausüben, da er von Kindheit an blind war. Die Königin jedoch machte bei der Bauplanug die ent- scheidenden Vorgaben und ließ die Räume nach ihren Vorstellungen ausstatten.
Davon konnten sich die Besucher während der einstündigen Führung durch die 15 Räume, die für die Besichtigung freigegeben waren, überzeugen. Alle Räume waren mit historischem Mobiliar ausgestattet, Bilder an den Wänden zeigten Angehörige des Welfenhauses und überall waren kunsthistorische Raritäten aus dem Besitz der königlichen Familie zu bewundern. Für größere Veranstaltungen wurde der Rittersaal benutzt, von dessen Freiterrasse die Gäste einen umfassenden Blick in das Calenberger Land genießen konnten. Erstaunt waren die Besucher über die für die damalige Zeit fortschrittliche Baukunst, denn der Rittersaal war bereits mit einer Fußbodenheizung ausgerüstet und in der Schlossküche stand fließend warmes Wasser zur Verfügung. Ein Besuch in der Schlosskapelle bildete den Abschluss der Führung. Sie kann für kirchliche Trauungen genutzt werden, ebenso wie private Räume des Fürstenhauses für die standesamtliche Zeremonie zur Verügung stehen.

Nach einem letzten Blick vom Innenhof des Schlosses auf die eindrucksvollen Bauten war es an der Zeit für eine Kaffeepause, um die Eindrücke und vielen Informationen zu verarbeiten. Zum Schluss noch ein Gruppenfoto mit dem Schloss als Hintergrund und dann machte man sich auf den Rückweg nach Neustadt. Fazit: Der Besuch der Marienburg hat sich gelohnt und auch die problemlose Fahrt mit Bahn und Bus ein Ereignis, das bald mit einem anderen Ziel wiederholt werden sollte.

Hans-Dieter Feise, Neustadt, 23.06.2015
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.