Pressearbeit bei Schadensereignissen mit großem Medieninteresse
Wunstorf. Am Samstagmittag trafen sich 20 Pressewarte und Pressesprecher aus den verschiedenen freiwilligen Feuerwehr der gesamten Region Hannover in der Feuerwache Wunstorf ein um bei der jährlichen Großübung der Feuerwehr Wunstorf teilzunehmen. Sie sollten den Umgang mit einer Vielzahl von Medienvertretern bei größeren Schadenslagen lernen. Kurz vor der Übung wurde sie in drei Gruppen eingeteilt. So gab es das Team Pressewart, das Team Beobachter und das Team Journalisten und Fotografen. Florian Heusmann und Andre Mau (beide Feuerwehr Neustadt) waren die Pressesprecher der Feuerwehr an der Einsatzstelle.
Das Szenario:
Ein PKW rammte nahe der Albert-Schweitzer-Schule in Wunstorf einen Lastwagen der dann in eine Gruppe Radfahrer raste. Der Wagen bleib seitlich liegen. Insgesamt gab es bis zu 14 zum Teil schwerverletzte Personen. Mehrere Mimen die von der Feuerwehr Hannover gestellt wurden waren im PKW und unter dem Laster eingeklemmt. Andere Verletzte lagen auf der Straße und schrien nach Hilfe.
Um 13:13 Uhr schrillt der Pieper. - auslaufende Betriebsstoffe nach VU, eingeklemmte Personen, Barnestrasse, Höhe Schulzentrum -
Der Einsatzleiter Uwe Sorge von der Schwerpunktfeuerwehr Wunstorf der als erstes mit einem Löschfahrzeug vor Ort war verschaffte sich ein Bild der Lage. Schnell war klar das er das Einsatzszenario mit seiner Mannschaft nicht alleine bewältigen könnte und erhöhte die Einsatzkräfte. Die schnelle Einsatzgruppe (SEG) Wunstorf schlug mit einem Großaufgebot an Rettern und einem SEG-Notarzt auf um die Leicht-, und Schwerverletzten in einem aufgebauten Rettungszelt zu versorgen. Mit Schere und Spreizer wurden die beiden eingeklemmten aus ihrem Auto durch die Feuerwehr befreit und mit mehreren Hebekissen wurden weitere Verletzte die unter dem LKW eingeklemmt waren aus ihrer misslichen Lage gerettet. Kurz nach der Alarmierung waren auch schon die ersten „Medienvertreter“ vor Ort, machten ihre Fotos und belagerten den Einsatzleiter. Schnell wurde sie von den beiden Pressesprechern die mit grünen Weste mit der Aufschrift Feuerwehr-Pressesprecher gekennzeichnet waren eingesammelt und mit ersten Informationen an der Pressestelle versorgt. Für die Pressestelle musste ein extra dafür bereitgestellter Mannschaftstransportwagen (MTW) der nahe der Unfallstelle abgestellt wurde herhalten. So konnten sich die beiden Pressesprecher bei den kühlen Temperaturen im MTW ungestört absprechen und die Lage genaustens sondieren bevor sie die Informationen an die Presse weitergaben. Im ¼ Stunden Takt wurden die Reporter immer wieder mit dem aktuellsten Stand der Einsatzmaßnahmen versorgt. Für die beiden Presssprecher war es ein hartes Stück Arbeit. Immer wieder mussten sie neue Informationen für die wartende Pressevertretern von den verschiedenen Einsatzleitern von Feuerwehr, Rettungsdienst (SEG) und Polizei bekommen. In der Anfangsphase war es ein wenig Hektik und man wurde mit den Sätzen „Komm doch gleich noch mal wieder ist gerade schlecht“ von den Einsatzleitern vertröstet. Doch die beiden Pressevertreter meisterten den Drahtseilakt zwischen den Einsatzleitern und den Pressevertretern mit anhaltender Einsatzdauer immer besser. Nach rund einer Stunde waren alle eingeklemmten befreit und die Verletzten durch Feuerwehr und Rettungsdienst versorgt und abtransportiert. Am Ende der Übung kamen die beiden Pressesprecher der Feuerwehr und die verschiedenen Einsatzleiter an die Pressestelle zusammen um über den gesamten Einsatzverlauf den neugierigen Journalisten zu berichten. Für spezielle Fragen standen die einzelnen Einsatzleiter von Feuerwehr, Polizei und SEG dann noch Rede und Antwort.



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