Lufsportverein Schwabmünchen bringt die Heimat in die Luft!

Motorsegler und Segelflieger werden überholt.
 
Das neue Logo des Luftsportvereins.

Luftsportverein macht mit Logo die Heimatstadt überregional bekannt

Nach intensiver Werkstattarbeit in den Wintermonaten hoffen die Segelflieger vom Schwabegger Flugplatz auf eine endlich einmal längere sonnige Wetterperiode. Schließlich möchte man aus Freude am Hobby „in die Luft gehen“ – und: man hat schließlich etwas vorzuzeigen !
Damit ist zum Beispiel das Fluggerät des Vereins gemeint: über die Winterzeit wurden der Vereins-Motorsegler (Kennzeichen D-KMED) sowie die ein- und doppelsitzigen Segelflugzeuge in vielen hunderten ehrenamtlicher Arbeitsstunden eifrig und akurat technisch und optisch überholt (Foto 1). Sie präsentieren sich nun in neuem Glanz und warten wie die Piloten selbst sehnsüchtig auf viele Flugstunden unter dem weißblauen schwäbischen Himmel und weit darüber hinaus. Neben den im Winter üblichen Polierarbeiten sowie kleineren Ausbesserungen und technischen Wartungen an den Segelflugzeugen war es insbesondere die „Echo Delta“ (Grob 109G) die eine intensive Zuwendung durch zahlreiche junge und ältere Vereinsmitglieder erfuhr. Unter der fachkundigen Leitung von Robert Hieber wurde das komplette Cockpit mitsamt Sitz-Polsterung und Armaturenbrett vollständig erneuert und optisch und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Dazu gehörte auch der Einbau eines sogenannten „FLARM“: ein elektronisches Gerät, das Signale anderer Flugzeuge auffängt und seinen Piloten somit vor bedrohlichem zu-Nahe-Kommen anderer Flugzeuge warenen kann. Somit ein wichtiger technischer Faktor über die ohnehin ständig, aufmerksame professionell eingeübte Luftraumbeobachtung der gut ausgebildeten Piloten hinaus, um Kollisionen in der Luft zu vermeiden. Da Robert Hieber selbst nicht nur Leiter, sondern eigentlicher Impulsgeber, ständiger Motor und in unzähligen Stunden selbst Mit-Ausführender der akribischen Arbeiten war, dankte ihm die Vorstandschaft unlängst in einer Monatsversammlung von Herzen für sein Engagement und überreichte einen Gutschein in Gestalt eines von den Fliegerkameraden gesponsorten Flugstundenkontingents. Hieber wird dies sicherlich mit seiner Partnerin Martina in Bälde abfliegen – und die Tour dürfte womöglich weit über bayerische Landschaften hinaus führen, so groß fiel die Anerkennung der Vereinskollegen aus!

Mit auf diese Tour – und das ist ein Weiteres, das man vorzuzeigen hat – wird dann das neue Logo des Luftsportvereins gehen (Foto 2). Auf Initiative ebenfalls von Robert Hieber wurde es entwickelt und nimmt zusätzlich zur Angabe der Internetseite des Vereins mit freundlicher Genehmigung der Stadt Schwabmünchen das original Stadt-Emblem auf: so wird überall, wo der Motorsegler D-KMED künftig landen wird, dessen Heimatstandort erkennbar und ein Stück Schwabmünchen gegenwärtig werden. Eine nicht zu unterschätzende Werbung für unsere schöne Heimatstadt hier in den schwäbischen Landen, auf die interessierte Fliegerkameraden in ganz Deutschland und somit eventuell künftige Besucher oder Urlaubsgäste aufmerksam werden.

Doch nicht nur die D-KMED, sondern jedes der Vereins-Segelflugzeuge trägt von nun an dieses Logo und bekennt sich zur Heimatstadt. Während die beiden Schulungs-Doppelsitzer vom Typ „Twin Astir“ nahezu ständig für die Flugschüler sowie für Gäste-Mitflüge am Platz in Schwabegg verbleiben, gehen ja die Einsitzer-Typen durchaus öfter auf Reisen. So sind in diesen Tagen die beiden Nachwuchs-Piloten Florian Boehlke und Timo Bello derzeit mit LS4 und ASW19 Teilnehmer an einem Segelflugwettbewerb in der Nürnberger Region – das Logo Schwabmünchens fliegt mit!
Und dass bei möglichst vielen Übungsflügen auch die Leistungsfähigkeit der Piloten wächst und das Flugpotential der schnittigen lautlosen Segler immer besser ausgereizt wird, konnte Florian Boehlke unlängst unter Beweis stellen als er (an einem der bisher fliegerisch in 2010 allzu wenigen sonnigen Flugtage) eine beachtliche Strecke im Segelflug zurücklegen konnte: es ging erst bis Heubach über der Schwäbischen Alb, dann ganz nach Osten ins oberpfälzische Nittenau und wieder nach Hause: 590 km im reinen Segelflug bedeuten Vereinsstreckenrekord im Kreise der Piloten des LSV !
Da diese Leistung natürlich den Wunsch auf Nachahmung nach sich zieht, warten nun die vielen jungen Nachwuchspiloten ebenso wie die alten Hasen des Vereins auf längerfristig günstiges Flugwetter in den kommenden hoffentlich sommerlichen Monaten. Dann wird man so manchen Windenstart in Schwabegg (Foto 3) beobachten können, der womöglich zu einem schönen Langstreckenflug führt. Dies zu erleben, dies zu genießen: das ist schließlich die Leidenschaft eines jeden engagierten Fliegers!
Wer es hautnah mitverfolgen möchte, ist eingeladen, bei geeignetem Wetter an den Flugplatz des LSV zu kommen und möge dann gerne an der Flughalle Vereinsmitglieder ansprechen; wenn schon wetterbedingt nicht ein Segel-Rundflug, so dürfte doch die motorisierte Variante immer eine Option sein – es sei denn, Robert Hieber ist mit der D-KMED für mehrere Tage am Stück weit über Schwaben hinaus unterwegs…

Text: Leander Sünkel

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin schwabmünchner | Erschienen am 28.05.2010
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