Sieben Tonnen Stahl

Sieben Tonnen wiegt der Pufferspeicher, der mit Hilfe eines Autokranes über eine Dachöffnung in das Gebäude abgesenkt wurde.
Neusäß: Berufliches Schulzentrum |

Energetische Sanierung des Heiz-Wärmebundes am Beruflichen Schulzentrum Neusäß

Während die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Schulzentrums ihre wohlverdienten Ferien genießen, laufen die Sanierungsarbeiten des Nahwärmenetzes auf Hochtouren. Das Sanierungskonzept sieht vor, dass die Energieversorgung der Liegenschaften Berufliches Schulzentrum, Gymnasium, Realschule sowie der Turnhallen künftig gebündelt aus der bestehenden Energiezentrale erfolgen soll.

Vergangenen Freitag fand eine besonders spektakuläre Aktion statt: Der geschweißte Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 55.000 Litern wurde eingebaut. Dazu wurde das Dach des Gebäudes geöffnet und so bemerkenswerte sieben Tonnen Stahl mit Hilfe eines großen Autokranes abgesenkt. Dabei war Präzisionsarbeit gefragt, denn angeschweißte Anschlussstutzen durften nicht beschädigt werden. Zudem musste der Pufferspeicher leicht in Schräglage eingeführt werden, weil die zwischen zwei Hauptdachträgern liegende Einbringöffnung im Dach leicht versetzt zur Aufstellfläche im Untergeschoss liegt. Die Erdgeschossdecke musste teilweise abgebrochen werden, um den zwei Geschosse hohen Koloss im Gebäude unterbringen zu können.

Als weitere Maßnahmen des Sanierungskonzepts erfolgt der Austausch von Ölkesseln gegen Gasbrennwertkessel, ein neuer Gasanschluss vom öffentlichen Versorgungsnetz wird erstellt sowie der Neuaufbau der hydraulischen Einbindung der Biomasse-/Gaskessel veranlasst und eine neue Kaminanlage eingebaut. Außerdem werden die Fernwärmeleitungen Wärmetauscher erneuert und es wird ein hydraulischer Abgleich mit Optimierung der Heizungsregelung durchgeführt.

Nach Fertigstellung der Sanierungsarbeiten erfolgen die Grundlastwärmeabdeckung aus dem Biomassekessel und die Spitzenlastdeckung über die neuen Gaskessel. Die geplanten Sanierungsarbeiten dienen nicht nur der Gewährleistung der Versorgungssicherheit und der Ertüchtigung des bestehenden Nahwärmenetzes, sondern die Maßnahmen sollen gleichzeitig dazu dienen, ein ermitteltes Energieeinsparpotential zu realisieren. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 1,05 Millionen Euro.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 02.10.2015
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