Neue Bäume für den Hauser-Wald - Aufforstung der sturmgeschädigten Flächen

Aufforstung des Hauser-Waldes mit dem Baggerpflanzverfahren.
Aufforstung war im sogenannten Hauser-Wald bei Hainhofen angesagt. Nachdem das heftige Unwetter 2013 eine große Fläche des städtischen Waldes hinweggefegt hatte, galt es, für einen neuen Baumbestand zu sorgen, um den gesamten Wald wieder in eine grüne, bewachsene Fläche zu verwandeln. Zwei Hektar, rund 1500 Bäume, fielen dem Sturm am 20. Juni 2013 zum Opfer. Die Aufforstung erfolgte über ein Baggerpflanzverfahren. Hierbei wurde mit einem speziellen Baggerkopf der Boden quasi „gekrümelt“ und in das entstandene Loch der Baum gepflanzt, erläuterté Revierleiter Thomas Miehler vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Eingesetzt wurden Großpflanzen des Bergahorns. Als Vorteile des Bergahorns nannte Miehler unter anderem, dass es sich hierbei um eine standortgerechte und klimaneutrale Baumart handelt, die zudem für eine Verbesserung des Bodens sorgt. Des Weiteren besitzt der Bergahorn aufgrund seiner tieferen Verwurzelung eine bessere Standfestigkeit als die Fichte, welche den Hauser-Wald hauptsächlich auszeichnete. Außerdem benötigten die Großpflanzen keinen zusätzlichen Zaun als Schutz und sind vor Wildverbiss gefeit. Das Baggerpflanzverfahren war zwar etwas teurer, dafür gibt es jedoch einen geringeren Ausfall beim Anwachsen der Pflanzen. So wachsen die Bäume beim Baggerpflanzverfahren um bis zu 20 % besser an. Eine weitere Kostenersparnis ergab sich dadurch, dass auf die Zäune verzichtet werden konnte. Insgesamt wurden etwa 3000 Bäume gesetzt.

Bereits vor dem Sturm war daran gearbeitet worden, den städtischen Wald, der in erster Linie der Naherholung der Bürgerinnen und Bürger dienen soll, in einen klimatoleranten Mischwald umzuwandeln. Mit entsprechenden Maßnahmen war bereits begonnen worden. Doch dann kam der Sturm am 20. Juni und machte „ erst mal einen Strich durch die Rechnung“, teilte Thomas Miehler mit.

Zusätzlich zu den Bäumen wurden im Rahmen der Aufforstungsarbeiten Waldrandpflanzen gesetzt. In diesem Zusammenhang wurde auch an den Walderlebnispfad, der ebenfalls in Folge des Sturms instand gesetzt werden musste, gedacht. So ist ein Bienenvolk, das am Waldrand angesiedelt wird, Teil des Walderlebnispfades. Mit den Imkern erfolgte eine genaue Abstimmung, welche Pflanzen mit unterschiedlichen Blühzeiten gesetzt werden, damit die Bienen innerhalb eines möglichst großen Zeitraums die verschiedenen Blüten anfliegen können.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 03.05.2014
myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 23.12.2014
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