Mit Toleranz seinen Mitmenschen begegnen: Achte Neusässer Friedensnacht setzt Zeichen für den Frieden und gedenkt der Opfer von Kriegen und Gewalt

Gedenkfeier auf dem Kirchenvorplatz.
Das Thema „Toleranz“ stand im Mittelpunkt bei der achten Neusässer Friedensnacht. So gingen Pfarrer Dr. Markus Schrom in seiner Predigt und Bürgermeister Richard Greiner in seiner Rede im Rahmen der Friedensnacht auf diese Eigenschaft ein. „Toleranz ist eine Haltung, den anderen sein zu lassen wie er ist und das mitzutragen“, erläuterte Pfarrer Schrom im Ökumenischen Gottesdienst in der gut gefüllten Pfarrkirche St. Ägidius. Des Weiteren gehe es um Fakten und das Ganze zu sehen, aber auch darum, den Menschen in die Augen sehen zu können. Ein Gedanke, den Bürgermeister Richard Greiner im Anschluss an den Gottesdienst bei der allgemeinen städtischen Gedenkfeier auf dem Kirchenvorplatz weiterspann. „Lassen wir Respekt walten im Umgang miteinander. Respektieren wir die ‚Freiheit des Andersdenkenden‘. Lassen wir nicht zu, dass in unserer Gesellschaft das Niveau unter das Normalmaß an Toleranz und Respekt sinkt“, appellierte Greiner an die Anwesenden.

Die Neusässer Friedensnacht findet traditionell am Vorabend zum Volkstrauertag statt. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Neusäß, der evangelischen und katholischen Pfarreien sowie der Soldatenkameradschaften und Neusässer Verbände. Bei der Friedensnacht soll der gefallenen Soldaten und der Opfer der Weltkriege sowie aller kriegerischen Auseinandersetzungen gedacht werden. Aber auch Opfern von Terroranschlägen und Menschen, die ihr Leben im Einsatz für die Allgemeinheit verloren haben oder indem sie Zivilcourage zeigten, soll gedacht werden. Damit soll in Neusäß ein Zeichen für den Frieden gesetzt werden und alle Menschen sollen dazu aufgerufen werden, sich für den Frieden – auch schon in kleinen Dingen, die jeder Mensch selbst beeinflussen kann – einzusetzen.

Im Anschluss an die allgemeine Feier wurden die Trauerkränze für die Kriegerdenkmäler und die Friedenslichter, die an der Altarkerze angezündet worden waren, in alle Stadtteile entsandt. Dort fanden an den Kriegerdenkmälern die Gedenkfeiern mit Kranzniederlegung statt. In den Stadtteilen Hammel und Täfertigen organisierten die jeweiligen Soldatenkameradschaften und Feuerwehren einen Fackelumzug durch den Ort zu den Kriegerdenkmälern. Darüber hinaus wurde im Jugendkulturhaus Stereoton an der Feuerstelle ein Licht für den Frieden entzündet. In der Emmauskirche trug Pfarrer Christian Agnethler Friedenstexte, unterstütz vom Gospelchor, vor. In St. Stephan waren die Bürgerinnen und Bürger zu einem Taizégebet eingeladen.
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