FW-Nachwuchs nimmt den Landrat beim Weldenbahnradweg in die Pflicht

  Neusäß: Hammel | Ortstermin in Neusäß: Junge FW-Mandatsträger drängen auf Verbesserungen am Weldenbahnradweg

Sie dürften zu den jüngsten kommunalpolitischen Mandatsträgern im Landkreis Augsburg gehören. Mit 22 Jahren sitzt Stefan Sommer bereits im Stadtrat von Neusäß. Kurz nach seinem 25. Geburtstag wurde Fabian Mehring in den Augsburger Kreistag gewählt. Zwei Jahre später führt er heute die FW-Fraktion im Marktgemeinderat von Meitingen und ist Vizechef der Kreistags-FW. Gemeinsam ziehen die beiden Youngsters der Freien Wähler nun für ein Thema an einem Strang, dass die Stadt Neusäß ebenso betrifft wie den Landkreis Augsburg: Verbesserungen bei der Sicherheit am Weldenbahnradweg.

Zu diesem Zweck hat Stadtrat Stefan Sommer seinen Kreistagskollegen Fabian Mehring zu einem Ortstermin an diejenige Gefahrenstelle eingeladen, wo der Weldenbahnradweg zwischen Hammel und Ottmarshausen die Mühlbachstraße quert. Nach einer Besichtigung des angrenzenden Abenteuerspielplatzes, dessen hohe Frequentierung durch junge Familien die Situation vor Ort noch verschärft, erzählte Sommer von mehreren Unfällen, die sich bereits am Übergang ereignet hätten.

„Damit in diesem Jahr nicht wieder etwas passiert, muss jetzt dringend gehandelt werden“, findet Stadtrat Sommer und berichtet auch von einem Unfall an der ehemals installierten Umlaufsperre mit schlimmen Folgen, weshalb diese anschließend abgebaut wurde. „Mit einer Schranke ist es also nicht getan. So wie sich die Situation derzeit aber darstellt, kann sie auf keinen Fall bleiben“, sagt Sommer. Gemeinsam mit der FW/FDP-Fraktion hat er sich deshalb im Neusäßer Stadtrat bereits für ein Parkverbot und Piktogramme mit Signalcharakter stark gemacht, die im räumlichen Umfeld des Straßenübergangs realisiert wurden. Sommer: „So wird der Straßenkörper für Fußgänger und Radfahrer besser einsehbar und auch Autofahrer sehen es früher, wenn etwa Kinder die Mühlstraße überqueren.“

Eine befriedigende Lösung könne in den Augen Sommers aber nur dann erreicht werden, wenn man auf bauliche Maßnahmen zurückgreifen würde: „Dazu brauchen wir aber den Landkreis, der Grundstückseigentümer ist“, erklärt Sommer seine Idee, Mehring aus dem Kreistag mit ins Boot zu holen. Für ideal hält Sommer eine Verschwenkung des Radwegs bevor dieser auf die Mühlstraße trifft. „Damit wird allen Verkehrsteilnehmern klar, dass der Radweg nicht einfach abschüssig weiterläuft, sondern eine Kreuzungssituation besteht“, hofft der Kommunalpolitiker.

Für Fabian Mehring hat Sommer dazu mehrere Zeitungsartikel aus der Augsburger Allgemeinen mitgebracht, in denen Landrat Martin Sailer Veränderungen am bemängelten Übergang in Aussicht stellt. „Leider ist bisher aber seitens des Landkreises nichts geschehen“, so Sommer. Mehring, der sich vor Ort ein Bild der Verkehrssituation machen konnte, versprach das Anliegen in die Kreispolitik einzubringen. Mehring: „Sowohl die räumliche Situation vor Ort als auch die schlimmen Unfälle die bereits passiert sind lassen einen unmissverständlichen Handlungsbedarf erkennen. Weil der Weldenbahnradweg ein überregionales Highlight für Radtouristen ist, sehe ich eher den Landkreis in der Pflicht als die Stadt Neusäß. Die zurückliegenden Zusagen des Landrats sollten deshalb dringend umgesetzt werden. Die zehntausende Euros, die der Kreistag derzeit in teure Gutachten über sein Radwegenetz investiert, wären in einer solchen konkreten Maßnahme deutlich besser eingesetzt“, findet der FW-Kreispolitiker und kündigte an, einen entsprechenden Antrag an den Kreistag auf den Weg zu bringen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.