Anschluss an die digitale Autobahn - Breitbandausbau in Neusäß schreitet voran

Der Internetausbau in Neusäß schreitet weiter voran. Die Telekom wird bis Ende 2014 ihr Netz in Neusäß ausbauen. Rund 9860 Haushalte können dann Daten mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde herunter laden. Beim Heraufladen von Daten steigert sich das Tempo auf 40 Megabit pro Sekunde.

„Ein leistungsfähiges Internet ist heutzutage für beinahe jeden unverzichtbar und für viele Firmen eine wichtige Voraussetzung für ihren Arbeitsalltag“, sagt 2. Bürgermeister Richard Greiner. „Deshalb freue ich mich sehr, dass der Internetausbau in Neusäß weiter voran schreitet.“ Nicht berücksichtigt bei dem Ausbau ist leider Schlipsheim, dessen Anbindung aufgrund seiner Lage mit sehr hohen Kosten verbunden wäre. „Wir haben diesbezüglich noch einmal mit der Telekom gesprochen, aber leider sah die Telekom hier keine entsprechende Möglichkeit“, bedauert Greiner. Nun soll nach Alternativen gesucht werden, um eine bessere Internetversorgung für Schlipsheim zu erzielen. Hier ist zum Beispiel an die Beteiligung an einem Förderverfahren des Freistaates Bayern gedacht.

Bei ihrem Ausbau in den anderen sieben Ortsteilen setzt die Telekom auf neueste Technik. So werden insgesamt rund 41 Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegt. Außerdem stellt die Telekom 38 neue Multifunktionsgehäuse auf, die über die Glasfaserkabel angebunden sind. Bei Glasfasern handelt es sich um das zurzeit schnellste Übertragungsmedium der Welt. Damit die Datenübertragung auf den bereits bestehenden Kupferkabeln, welche von den Multifunktionsgehäusen in die einzelnen Haushalte führen, nicht an Geschwindigkeit verliert, setzt die Telekom auf „Vectoring“. Bei Vectoring handelt es sich um eine spezielle Kanalkodierung, die Störungen auf den Kupferkabeln reduziert, so dass die Übertragungsrate deutlich gesteigert werden kann. Bauliche Maßnahmen am Haus oder in der Wohnung des Kunden sind somit nicht notwendig. Die Kosten für den Ausbau in Neusäß trägt die Telekom. Die Stadt Neusäß hat zugesagt, die notwendigen Genehmigungen für den Ausbau zeitnah zu erledigen. Eine entsprechende Absichtserklärung hat die Stadt Neusäß mit der Telekom unterzeichnet.

Mit Blick auf den bereits umgesetzten Breitbandausbau in einzelnen Teilen von Neusäß und dem „verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen wird es keinen doppelten Ausbau geben“, teilt Richard Greiner mit. Das heißt in Gebieten wie zum Beispiel dem Schmutterpark und dem Gewerbegebiet Täfertingen, die vor wenigen Jahren bereits mit Glasfasertechnologie durch das Unternehmen „m-net“ erschlossen wurden, wird die Telekom keinen Ausbau vornehmen. Des Weiteren hat die LEW TelNet nach Weihnachten sieben Firmen im Gewerbegebiet Alt-Neusäß mit Glasfaseranschlüssen versorgt. Vorausgegangen war diesem Ausbau in Alt-Neusäß ein Gesprächsabend mit Gewerbetreibenden und der LEW TelNet, um die Leistungsfähigkeit des Internets in diesem Gebiet zu erhöhen. Organisiert wurde die Gesprächsrunde von der Wirtschaftsförderung.
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