Über die Grenzen gehen

Die Gruppe an Jugendlichen aus Neusäß und Cusset. Gemeinsam haben sie zwei Wochen verbracht und die Stadt, Land und Leute erkundet
 
Zu Gast in Hainhofen war die Französin Marion Sabatier (links) und verbringt viel Zeit mit Rebekka Heinz
Neusäß: Neusäß | Jugendferienaustausch zwischen den Partnerstädten Neusäß und das in Frankreich gelegene Cusset
Die französische Partnerstadt Cusset liegt rund 900 Kilometer entfernt von Neusäß. Diese weite Reise haben fünf junge Franzosen auf sich genommen und waren in Neusässer Familien zu Gast. Sie blieben eine Woche, danach ging es zurück nach Cusset zusammen mit sechs Jugendlichen aus Neusäß. Gemeinsam gestalteten sie die kommenden Tage, lernten voneinander die Sprache, sowie die Gepflogenheiten von Land und Leuten kennen. Vor rund 15 Jahren wurde die Städtepartnerschaft beschlossen und wird seither stetig mit Leben gefüllt. Der Partnerschaftsverein Neusäß-Cusset organisiert einen regen Austausch in den Bereichen Kultur, Sport, Musik und Schule. Die Federführung für den privaten Jugendaustausch hatte Viktoria Braun in der Hand. Sie ist auch zweiter Vorstand im Partnerschaftsverein Neusäß-Cusset.
Zu Gast bei Familie Heinz in Hainhofen war die 15jährige Marion Sabatier. „Ich war schon zwei Mal mit einem Schüleraustausch in Deutschland“, erzählt die junge Französin, doch der Jugendaustausch mit der Partnerstadt sei eine neue Erfahrung. Gemeinsam mit Rebekka Heinz verbrachte sie die Woche in Neusäß und die beiden jungen Damen hatten ein volles Programm. Ein schönes Erlebnis war der Besuch im Freizeitbad Titania, ganz besonders dort aber die tollen Rutschen, berichtete Marion. Auch Rebekka Heinz lernt seit drei Jahren Französisch an der Realschule in Neusäß. Beim Klassenausflug zum Skyline-Park durfte sie ihren Gast gleich mitnehmen und so konnten die Beiden auch diesen Schultag gemeinsam verbringen. „Wir waren auch schon shoppen in München“, berichteten die zwei Mädchen, und auch ein Grillfest war geplant. Langweilig wurde es den 15jährigen nicht. Ein Ausflug nach Füssen zum Baumwipfelpfad und dem Lechfall stand noch auf dem Programm und auch ein Besuch im Museum der Augsburger Puppenkiste.
Es gibt einige Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich, erklärt Marion. Zum Frühstück Wurst zu essen, das sei ihr völlig fremd. Lecker fand sie den Germknödel, den es zum Mittagessen gab. „Wir wollen unserem Gast ein wenig die schwäbisch-bayerische Küche näherbringen“, so die Gastmutter Vera Heinz. Den typischen Schweinebraten kostete die Französin beim Pfarrgemeindefest in Hainhofen und in dieser Woche standen auch noch Kässpätzle auf dem Speiseplan.
Mit einem üppigen Programm ging es dann in Cusset weiter. Nach einer Woche in Neusäß stand der Gegenbesuch in der Partnerstadt an. Auch in Frankreich gab es viele Gelegenheiten Neues zu entdecken. Ein tolles Erlebnis war der gemeinsame Besuch im Klettergarten und „ziemlich cool“ fanden die Jugendlichen einen Ausflug zu einem Paintballspiel. Das Wetter sei durchwachsen gewesen und das hätte die Unternehmungen etwas gebremst. Trotzdem war man gemeinsam beim Zelten und Picknicken und auch für einen Einkaufsbummel in der Stadt blieb noch genügend Zeit. Zwischenzeitlich sind die Neusässer Jugendlichen wohlbehalten wieder zurück.
Auch für die Gasteltern ist ein Jugendaustausch eine intensive Erfahrung und halfen bei den Aktivitäten der Jugendlichen mit. Die Kommunikation mit ihrem jungen Gast sei kein Problem gewesen, meinte Vera Heinz. Sie lernt seit sechs Jahren an der Volkshochschule Französisch und kann sich zwischenzeitlich ganz gut in dieser Fremdsprache unterhalten. Sie findet diesen Austausch zwischen den jungen Leuten prima und unterstützt die Sache voll und ganz. Über den Kontakt des Jugendaustauschs ist Familie Heinz auch zwischenzeitlich Mitglied im Partnerschaftsverein Neusäß-Cusset und besucht dort das Angebot des Konversationskurses regelmäßig. In der Freizeit spielerisch die Sprache zu lernen sei eine tolle Motivation und fördere zusätzlich auch noch Freundschaften. Die Gruppe sei eng miteinander vernetzt und gemeinsam wird viel unternommen. „Das ist ja auch Sinn und Zweck eines Jugendaustausches“, erklärt Viktoria Braun. Neues zu entdecken, dabei die Sprachfähigkeiten zu verbessern und noch Freundschaften pflegen, das sei eine wundervolle Erfahrung für junge Menschen.
Weiter Infos zum Verein: www.neusaess-cusset.de
2
0

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 06.09.2014
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.